Der Verwaltungsrat der EKZ möchte jedoch darauf hinweisen, dass die wichtigsten Elemente einer Eigentümerstrategie bereits im heutigen EKZ-Gesetz abgebildet sind. Einzelne Anpassungen, welche im Rahmen der Lü16 mit einer Änderung der Verordnung gelöst werden sollten, sind nun auf Gesetzesstufe geplant. Diese Tatsache nimmt der EKZ Verwaltungsrat mit Genugtuung zur Kenntnis.

Die EKZ sind zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Zürich. Wenn der Eigentümer einen Teil des Gewinns abschöpfen will, ist das sein gutes Recht. Mit einer gesetzlich festgeschriebenen Dividende wäre ein Teil des Gewinns der EKZ gebunden und könnte nicht anderweitig – zum Beispiel für Investitionen in die Zukunft – verwendet werden. Es wäre eine grundsätzliche Anpassung des Geschäftsmodells: Das heutige gemeinwirtschaftliche System – mit Kundenbonus und Vergütungen an die direkt versorgten Gemeinden – müsste überdacht werden. Des Weiteren erscheint es dem EKZ Verwaltungsrat widersprüchlich, jährlich 30 Millionen Franken abzuliefern und gleichzeitig zu den schweizweit günstigsten Stromversorgern zu gehören.

Darüber hinaus werden die EKZ aufgefordert, keine weiteren Auslandinvestitionen mehr zu tätigen. Die EKZ sind derzeit an 14 Windparks in Deutschland, Frankreich und Portugal beteiligt. Damit leisten die EKZ nicht nur einen Beitrag für die Energiewende – es ist auch ein gutes Geschäft. Die Beteiligungen lieferten im letzten Geschäftsjahr eine Rendite von über sieben Prozent.

Beim vorliegenden Ansatz handelt es sich um einen Vorschlag der Regierung, zu dessen Ausarbeitung die EKZ nicht beigezogen wurden. Es gab keine Vernehmlassung. Die EKZ werden sich gerne in die parlamentarische Diskussion einbringen. 

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