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EKZ reduzieren Strahlung

Die Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) schreibt strenge Grenzwerte vor. Obwohl die Vollzugsrichtlinien noch immer auf sich warten lassen, haben die EKZ bereits mehr als die Hälfte ihrer sanierungsbedürftigen Trafostationen umgebaut.


Wo Strom fliesst, wird elektromagnetische Strahlung frei. So auch in den Trafostationen, die den Strom in Haushalte, Schulen und Geschäftshäuser verteilen. In den frei stehenden oder angebauten Stationen wandeln Transformatoren die Mittelspannung des Regionalnetzes auf die Niederspannung von 400/230 Volt.
Trafostationen fallen in der Schweiz unter die Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV). Orte, an denen sich Personen regelmässig und während längerer Zeit aufhalten, zum Beispiel Schulen oder Wohngebäude, dürfen höchstens mit dem Anlagengrenzwert von 1 Mikrotesla belastet sein.
Die Schweiz hat mit der Verordnung strenge Richtlinien erlassen. Die Europäische Union setzt den Grenzwert hundertmal höher, auf 100 Mikrotesla.

Mehr als die Hälfte ist bereits saniert
Mit In-Kraft-Treten der NISV im Jahr 2000 haben die EKZ umgehend Sanierungsmassnahmen eingeleitet – obwohl die Vollzugsrichtlinien des Bundes noch immer ausstehend sind. Fachleute überprüften sämtliche Trafostationen. Kaum eine der insgesamt rund 1760 Anlagen überschritt den europäischen Grenzwert von 100 Mikrotesla. Bei etwa 360 Stationen wurden Magnetfelder ermittelt, die nach der Hochrechnung auf Nennlast über dem Grenzwert der NISV liegen und damit sanierungsbedürftig sind. Die reale Strahlenbelastung ist jedoch in der Regel deutlich geringer, da die Anlagen meist in einem Teillastbetrieb von 30 bis 50 Prozent arbeiten.

Heute ist bereits mehr als die Hälfte der 360 Stationen saniert. Die restlichen 180 Anlagen werden nach und nach umgebaut, sodass bei Ablauf der gesetzlichen Sanierungsfrist alle Trafostationen die Richtlinien der NISV erfüllen werden. Noch in diesem Jahr planen die EKZ den Umbau weiterer 30 Anlagen.

20 Millionen für Sanierungen
Die Sanierungen der Trafostationen sind aufwändig. Die EKZ streben während den Arbeiten eine unterbruchsfreie Stromversorgung an – auch bei einem vollständigen Ersatz der Anlage. In Ausnahmefällen kommt eine fahrbare Notstromanlage zum temporären Einsatz. Die EKZ schätzen die Kosten für die Sanierungsarbeiten auf insgesamt 20 Millionen Franken.

Wie sanieren die EKZ die Trafostationen?
Die bestehenden Transformatoren und Verteilanlagen werden durch neue, strahlungsreduzierte Systeme ersetzt. Demontierte Anlagen, die erst wenige Jahre alt sind und noch einwandfrei arbeiten, werden wieder verwendet. Die EKZ setzen diese Systeme an nicht kritischen Standorten ein. Innerhalb des Raumes werden die Anlagen so platziert, dass die Distanz zu umliegenden Aufenthaltsorten von Personen möglichst gross ist. Diese Massnahme reduziert die Belastung zusätzlich, da die Strahlung mit zunehmender Distanz zu Transformatoren und Verteilanlagen rasch abnimmt.
Grosse, neuere Anlagen werden aus wirtschaftlichen Gründen nur in Ausnahmefällen ersetzt. Bei solchen Stationen montieren die EKZ spezielle Abschirmplatten, die 95 bis 97 Prozent des magnetischen Feldes zurückhalten. Die Strahlenbelastung beträgt somit ausserhalb der Abschirmung nur noch drei bis fünf Prozent des ursprünglichen Wertes.