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Automatischer frequenzabhängiger Lastabwurf

Unzählige Stromleitungen überziehen Europa. 450 Millionen Menschen in 24 Ländern erwarten, dass der in den Kraftwerken produzierte Strom über diese Leitungen jederzeit und in der gewünschten Menge geliefert wird. Da elektrische Energie nicht speicherbar ist, müssen Produktion und Verbrauch immer im Gleichgewicht sein. Ein Ungleichgewicht hätte Frequenz-Schwankungen zur Folge, die zu einer Netzinstabilität und im schlimmsten Fall zu einem Netzzusammenbruch führen würden.

Bei Problemen der Stabilisierung des Netzes hat der europäische Netzverbund als letzte Möglichkeit den sogenannten „automatischen frequenzabhängigen Lastabwurf“ (afLaN) vorgesehen: Innerhalb von 100 Millisekunden wird nach dem Zufallsprinzip in Teilen des Netzes der Strom automatisch ausgeschaltet. Mit dieser Notbremse wird die Anzahl der Stromverbraucher verringert, das Netz gezielt entlastet und ein grossflächiger Netzzusammenbruch verhindert.

Als Teil des europäischen Stromverbundes haben die EKZ ihre Unterwerke für den frequenzabhängigen Lastabwurf ausgerüstet. Maximal 60 Prozent der Last muss im Notfall vom Netz genommen werden können.