Das Windprojekt Thundorf wird weiterentwickelt

Das Windprojekt Thundorf wird weiterentwickelt

Der Kanton Thurgau hat 2020 sechs Windenergiegebiete festgelegt. Eines davon umfasst den östlichen Teil des Wellenbergs auf dem Gebiet der Gemeinden Thundorf und Hüttlingen. Damit liegen die politischen und raumplanerischen Grundlagen vor, um das Windprojekt weiterzuentwickeln. EKZ wird nun verschiedene Varianten ausarbeiten und den Behörden und der Bevölkerung von Thundorf und Hüttlingen vorstellen.

Kanton schafft Grundlagen für Windenergienutzung

Seit der Annahme der Energiestrategie 2050 durch die Schweizer Stimmbevölkerung befasst sich der Kanton Thurgau mit der Frage, wie die regionale Produktion erneuerbarer Energie ausgebaut werden kann. Dazu hat er 2014 in einer Potenzialstudie untersucht, welche Gebiete sich für die Windenergienutzung eignen. Der Grosse Rat des Kantons Thurgau hat im Mai 2020 die Richtplanänderung «Windenergie» mit insgesamt sechs Windenergiegebieten deutlich angenommen.

Seit der Annahme der Energiestrategie 2050 durch die Schweizer Stimmbevölkerung befasst sich der Kanton Thurgau mit der Frage, wie die regionale Produktion erneuerbarer Energie ausgebaut werden kann. Dazu hat er 2014 in einer Potenzialstudie untersucht, welche Gebiete sich für die Windenergienutzung eignen. Der Grosse Rat des Kantons Thurgau hat im Mai 2020 die Richtplanänderung «Windenergie» mit insgesamt sechs Windenergiegebieten deutlich angenommen.

Thundorf: Ein Standort mit Potenzial

Eines dieser Gebiete umfasst den östlichen Teil des Wellenbergs auf dem Gebiet der Gemeinden Thundorf und Hüttlingen. Aufgrund der positiven Ergebnisse der kantonalen Studien und einer Machbarkeitsstudie haben sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) entschieden, in diesem Gebiet ein Windprojekt zu planen. Im November 2017 haben sie die Behörden und die Bevölkerung über ihre Pläne informiert. Nach der Verabschiedung des Richtplans durch den Kanton kann das Windprojekt nun weiterentwickelt werden.

Eines dieser Gebiete umfasst den östlichen Teil des Wellenbergs auf dem Gebiet der Gemeinden Thundorf und Hüttlingen. Aufgrund der positiven Ergebnisse der kantonalen Studien und einer Machbarkeitsstudie haben sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) entschieden, in diesem Gebiet ein Windprojekt zu planen. Im November 2017 haben sie die Behörden und die Bevölkerung über ihre Pläne informiert. Nach der Verabschiedung des Richtplans durch den Kanton kann das Windprojekt nun weiterentwickelt werden.

Karte des Projektperimeters
Innerhalb des rot markierten Projektperimeters könnten die Windanlagen zu stehen kommen (Quelle: Richtplanänderung Windenergie des Kanton Thurgaus)

Nächste Etappe: Erarbeiten von Projektvarianten

In einem nächsten Schritt wird EKZ im Gebiet, das sich gemäss Kanton zur Windenergienutzung eignet, technische Varianten ausarbeiten. Neben den Standorten und der Höhe der Windanlagen sind die Verkehrserschliessung und der Netzanschluss festzulegen. Die Varianten werden voraussichtlich Anfang 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Deren Anliegen fliessen zusammen mit den Abklärungen zur Umweltverträglichkeit in den Variantenentscheid ein. Dieser soll spätestens Mitte 2022 fallen. Eine Begleitgruppe wird eng in das Projekt involviert und die Bevölkerung regelmässig informiert. Zudem wird EKZ das Vorhaben durch partnerschaftliche Beteiligungsmodelle in der Region abstützen.

In einem nächsten Schritt wird EKZ im Gebiet, das sich gemäss Kanton zur Windenergienutzung eignet, technische Varianten ausarbeiten. Neben den Standorten und der Höhe der Windanlagen sind die Verkehrserschliessung und der Netzanschluss festzulegen. Die Varianten werden voraussichtlich Anfang 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Deren Anliegen fliessen zusammen mit den Abklärungen zur Umweltverträglichkeit in den Variantenentscheid ein. Dieser soll spätestens Mitte 2022 fallen. Eine Begleitgruppe wird eng in das Projekt involviert und die Bevölkerung regelmässig informiert. Zudem wird EKZ das Vorhaben durch partnerschaftliche Beteiligungsmodelle in der Region abstützen.

Umfangreiche Prüfung der Umweltverträglichkeit

Dass die Auswirkungen von Windanlagen auf Mensch, Umwelt und Landschaftsbild zwingend so gering wie möglich ausfallen müssen, ist gesetzlich festgelegt. Dazu wird das Windprojekt in Thundorf und Hüttlingen mit Unterstützung von spezialisierten Expertenbüros einer umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Ziel ist es, den Schall und den Schattenwurf der Anlagen in den benachbarten Siedlungsgebieten so gering wie möglich zu halten – ebenso die Auswirkungen auf Brut- und Zugvögel, Fledermäuse und weitere Tiere sowie Pflanzen. Der Umweltverträglichkeitsbericht wird den Behörden des Kantons Thurgau zur Prüfung vorgelegt.

Dass die Auswirkungen von Windanlagen auf Mensch, Umwelt und Landschaftsbild zwingend so gering wie möglich ausfallen müssen, ist gesetzlich festgelegt. Dazu wird das Windprojekt in Thundorf und Hüttlingen mit Unterstützung von spezialisierten Expertenbüros einer umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Ziel ist es, den Schall und den Schattenwurf der Anlagen in den benachbarten Siedlungsgebieten so gering wie möglich zu halten – ebenso die Auswirkungen auf Brut- und Zugvögel, Fledermäuse und weitere Tiere sowie Pflanzen. Der Umweltverträglichkeitsbericht wird den Behörden des Kantons Thurgau zur Prüfung vorgelegt.

Die Gemeinden haben das letzte Wort

Den abschliessenden politischen Entscheid für oder gegen das Windprojekt werden die Stimmbürgerinnen und  -bürger der Standortgemeinden fällen. Gemäss aktuellem Zeitplan stimmen sie 2023 über die für das Projekt nötige Änderung der Nutzungsplanung ab. Parallel zum politischen Prozess wird das Baubewilligungsverfahren in Angriff genommen. Liegen die nötigen Bewilligungen vor, kann frühestens ab 2025 mit dem Bau begonnen werden. Somit würden die Windanlagen ab 2026 die erste Kilowattsunde erneuerbaren Strom produzieren.

Den abschliessenden politischen Entscheid für oder gegen das Windprojekt werden die Stimmbürgerinnen und  -bürger der Standortgemeinden fällen. Gemäss aktuellem Zeitplan stimmen sie 2023 über die für das Projekt nötige Änderung der Nutzungsplanung ab. Parallel zum politischen Prozess wird das Baubewilligungsverfahren in Angriff genommen. Liegen die nötigen Bewilligungen vor, kann frühestens ab 2025 mit dem Bau begonnen werden. Somit würden die Windanlagen ab 2026 die erste Kilowattsunde erneuerbaren Strom produzieren.

Zeitplan

FAQ

Windkraft macht doch in der Schweiz kaum Sinn. Im Ausland ist mit einem höheren Ertrag zu rechnen. Die Schweiz ist kein Windland!

Wir wollen die inländischen Potentiale zum Ausbau der erneuerbaren Energien nutzen und sind der Meinung, dass alle Technologien zur Erzeugung erneuerbarer Energie ihren Beitrag zur Energiewende leisten können. Windkraft kann besonders im Winter einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Die Windpotentialstudie des Kantons empfiehlt verschiedene Standorte. An einem davon klären wir nun die Umweltverträglichkeit.

Wir wollen die inländischen Potentiale zum Ausbau der erneuerbaren Energien nutzen und sind der Meinung, dass alle Technologien zur Erzeugung erneuerbarer Energie ihren Beitrag zur Energiewende leisten können. Windkraft kann besonders im Winter einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Die Windpotentialstudie des Kantons empfiehlt verschiedene Standorte. An einem davon klären wir nun die Umweltverträglichkeit.

In der kleinräumigen Schweiz stellen Windräder einen grossen Eingriff in die Landschaft dar. Wieso hält EKZ trotzdem an diesem Projekt fest?

Sämtliche Infrastrukturbauten stellen einen Eingriff in die Landschaft dar, und trotzdem sind wir auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen. Aufgabe von EKZ ist es, dass die Windräder so platziert werden, dass sie das Landschaftsbild möglichst schonen. Das Gute an Windkraftanlagen ist, dass sie relativ kostengünstig gebaut und betrieben werden können und der Rückbau einfach ist. Und dies ohne versteckte Kosten. Zudem ist der Eingriff auf die Laufzeit der Anlagen von 20-25 Jahren beschränkt.

Sämtliche Infrastrukturbauten stellen einen Eingriff in die Landschaft dar, und trotzdem sind wir auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen. Aufgabe von EKZ ist es, dass die Windräder so platziert werden, dass sie das Landschaftsbild möglichst schonen. Das Gute an Windkraftanlagen ist, dass sie relativ kostengünstig gebaut und betrieben werden können und der Rückbau einfach ist. Und dies ohne versteckte Kosten. Zudem ist der Eingriff auf die Laufzeit der Anlagen von 20-25 Jahren beschränkt.

Wo liegen die genauen Standorte der einzelnen Anlagen? Dort, wo sie im Richtplan Wind des Kantons vorgeschlagen werden?

Nein, die Standorte sind noch nicht festgesetzt. Es erfolgt eine Optimierung unter Berücksichtigung aller Umweltaspekte.

Nein, die Standorte sind noch nicht festgesetzt. Es erfolgt eine Optimierung unter Berücksichtigung aller Umweltaspekte.

Kann die Bevölkerung bei der Standortauswahl der Anlagen noch mitreden?

Es wird eine Begleitgruppe geben und die Bevölkerung wird regelmässig durch Informationsveranstaltungen orientiert werden. Anliegen der Bevölkerung werden ernst genommen und wenn möglich in der Planung berücksichtigt.

Es wird eine Begleitgruppe geben und die Bevölkerung wird regelmässig durch Informationsveranstaltungen orientiert werden. Anliegen der Bevölkerung werden ernst genommen und wenn möglich in der Planung berücksichtigt.

Bisher hat EKZ von einer Nabenhöhe von mindestens 100 Meter gesprochen. Uns interessiert vor allem die maximale Nabenhöhe bzw. die maximale Gesamthöhe!

Die Dimensionen der Windanlagen am Standort Thundorf sind Gegenstand der laufenden Projektierung.

Die Dimensionen der Windanlagen am Standort Thundorf sind Gegenstand der laufenden Projektierung.

Wann liegt die Schattenwurfstudie vor? Von wem wird sie durchgeführt?

Die Schattenwurfstudie wird durch das beauftragte Ingenieurbüro erstellt. Dies kann erst erfolgen wenn die Standorte und Anlagendimensionen festgelegt wurden.

Die Schattenwurfstudie wird durch das beauftragte Ingenieurbüro erstellt. Dies kann erst erfolgen wenn die Standorte und Anlagendimensionen festgelegt wurden.

Man hört immer wieder von Infraschall, der durch Windanlagen erzeugt wird und die Lebensqualität der Menschen beeinträchtigt. Was sagt EKZ dazu?

Es gibt Studien die belegen, dass der Infraschall einer Windenergieanlage nicht über den alltäglichen Werten liegt. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die jahrelang in Deutschland verwendeten Werte aufgrund eines Rechenfehlers um den Faktor 4000 zu hoch angesetzt waren.

Es gibt Studien die belegen, dass der Infraschall einer Windenergieanlage nicht über den alltäglichen Werten liegt. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die jahrelang in Deutschland verwendeten Werte aufgrund eines Rechenfehlers um den Faktor 4000 zu hoch angesetzt waren.

Wie lange werden die Windräder betrieben?

Die Windanlagen sind auf einen Betrieb von 25 Jahren ausgelegt.

Die Windanlagen sind auf einen Betrieb von 25 Jahren ausgelegt.

Werden neue Zufahrtsstrassen gebaut?

Dass bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur besteht, ist ein Vorteil des Thundorf-Projektes für die Anwohner und für uns gleichermassen. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine neuen Strassen sondern nur Wegverbreiterungen (zu Lasten EKZ) nötig.

Dass bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur besteht, ist ein Vorteil des Thundorf-Projektes für die Anwohner und für uns gleichermassen. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine neuen Strassen sondern nur Wegverbreiterungen (zu Lasten EKZ) nötig.

Wurde darauf geachtet, ob die geplanten Windanlagen in Vogelzuggebieten liegen?

Die Vogelzugrouten werden beobachtet und die Standortwahl der Windenergieanlagen darauf abgestimmt.

Die Vogelzugrouten werden beobachtet und die Standortwahl der Windenergieanlagen darauf abgestimmt.

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E-Mail
windenergie-thundorf@ekz.ch
Adresse
EKZ Dreikönigstrasse 18, Postfach 8022 Zürich