Überblick Heizungssysteme

Icon Ölheizung

Ölheizungen sind eine der verbreitetsten Heiztechnologien. Durch die Verbrennung von Heizöl entsteht Wärme, die an das Heizsystem abgegeben wird. Mit dieser Wärme wird das Wasser im Heizkessel erhitzt. Das warme Wasser wird dann mit Hilfe einer Pumpe im ganzen Wohnbereich über die Fussbodenheizung oder die Heizkörper verteilt.

Das Wasser gibt Wärme an die Räumlichkeiten ab und kühlt dadurch aus. Das abgekühlte Wasser fliesst dann wieder zurück in den Heizkessel, wo es erneut erwärmt wird.

Die Wärme wird sowohl zum Heizen als auch für die Warmwasseraufbereitung genutzt.

Vorteile:

  • Im Vergleich zu anderen Heizsystemen tiefere Investitionskosten
  • Ausgereifte, erprobte Technologie

Nachteile:

  • Fossiler Brennstoff und somit erhöhter CO2-Ausstoss
  • Hoher Platzbedarf für Öltank
  • Unvorhersehbare Entwicklung der Ölpreise
  • Abhängigkeit vom Ausland
Icon Gasheizung

Die Gasheizung funktioniert gleich wie die Ölheizung mit dem Unterschied, dass anstelle von Öl Gas als Brennstoff verwendet wird.

Vorteile:

  • Im Vergleich zu anderen Heizsystemen tiefere Investitionskosten
  • Ausgereifte, erprobte Technologie
  • Kein Platzbedarf nötig für Brennstoff, da Gas direkt aus Leitung eingespeist wird

Nachteile:

  • Fossiler Brennstoff und somit erhöhter CO2-Ausstoss, wenn auch weniger als bei Ölheizung
  • Unvorhersehbare Entwicklung der Gaspreise
Icon Elektroheizung

Bei den Elektroheizungen gibt es sowohl Direktheizungen als auch Speicherheizungen. Im Gegensatz zur Direktheizung wird die Wärme bei der Speicherheizung nicht direkt an die Wohnräume abgegeben, sondern wird zuerst in einem Speichermedium zwischengespeichert.

Vorteile:

  • Geringe Investitions- und Unterhaltskosten

Nachteile:

  • Neueinbau von Elektroheizungen seit 2008 in der Schweiz nicht mehr erlaubt
  • Hohe Stromkosten
  • Platzbedarf
Icon Wärmepumpe

Bei den Wärmepumpen existieren verschiedene Arten:
 

  • Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen das Erdreich als Energiequelle. Die Energie wird entweder mit Erdkollektoren oder Erdsonden gewonnen. 

  • Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen die Aussen- oder Abluft als Energiequelle.

Wärmepumpen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie ein Kühlschrank, einfach umgekehrt. So leitet der Kühlschrank die Wärme nach aussen ab, während die Wärmepumpe Wärme nach innen leitet.

 

Vorteile:

  • Geringe Investitionskosten für Luft/Wasser-Wärmepumpen
  • Fast CO2-neutral
  • Einfacher Betrieb
  • Geringer Platzbedarf

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten für Sole/Wasser-Wärmepumpen
  • Aufgrund geologischer Gegebenheiten ist der Einbau einer Wärmepumpe nicht überall möglich
  • Bei beiden Technologien ist eine Baubewilligung nötig

Icon Pellets

Die Pellet-Heizung funktioniert gleich wie die Öl- und die Gasheizung mit dem Unterschied, dass anstelle von Öl oder Gas Holzpellets als Brennstoff verwendet werden.

Eine Pellet-Heizung stellt beispielsweise ein ökologischer Ersatz zu einer Ölheizung dar. So kann der Platz, welcher bis anhin für den Öltank verwendet wurde, neu für die Lagerung von Pellets verwendet werden.

Von Zeit zu Zeit muss der Aschenbehälter geleert werden, ansonsten könnte es zu Störungen im Betrieb der Pellet-Heizung kommen.

 

Vorteile:

  • CO2-neutral
  • Holz ist erneuerbar und stammt aus einheimischer Produktion

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten
  • Produktion von Feinstaub
  • Hoher Platzbedarf für Brennstoff
Icon Wärmeverbund

Ein Wärmeverbund ist mit einer zentralen Heizung, wie sie auch in Mehrfamilienhäusern anzutreffen ist, zu vergleichen. Im Unterschied dazu sind jedoch mehrere Liegenschaften an dieser zentralen Heizung angeschlossen.

Die Wärme für einen Wärmeverbund kann grundsätzlich ebenfalls aus Energiequellen wie Öl, Gas, Holz oder Erdwärme stammen. Häufig wird auch die Abwärme aus Kehrrichtverbrennungsanlagen für die Erhitzung des Wassers, welches anschliessend über das Fernwärmeverteilnetz zu den Häusern fliesst, verwendet.



 

Vorteil:

  • Meist muss eine einmalige Anschlussgebühr bezahlt werden, ansonsten entfallen keine Investitions- und Unterhaltskosten

Nachteile:

  • Anschluss an Wärmeverbund ist nicht überall möglich
  • Energiekosten eher hoch, da das Risiko beim Betreiber liegt
     

Heizungssysteme im Kostenvergleich

Quelle: www.heizungsrechner.ch

Die nachfolgende Grafik zeigt auf, welche durchschnittlichen Kosten bei den gängigsten Heizsystemen pro Jahr anfallen. Die Kosten basieren auf Durchschnittswerten. Sie sind als Annäherung zu verstehen. Für exakte Werte sind weitere Informationen über Ihr Gebäude erforderlich. Nutzen Sie unseren Heizungsrechner und sehen Sie, welche Heizkosten für Ihre Liegenschaft anfallen.

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