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Stella Poelzig

Stella Poelzig

sorgt für virtuellen Strom

Spiele, Wohnungsbesichtigungen oder ganze Ausbildungen gibt’s heutzutage bereits virtuell. Damit aber nicht genug. Die EKZ betreiben sogar ein virtuelles Kraftwerk. In diesem verbinden wir Anlagen verschiedener Kunden mittels Informationstechnologie zu einem virtuellen Grosskraftwerk. Und die geballte Kapazität dieser über die Schweiz verteilten Anlagen vermarkten wir. Aber alles der Reihe nach.

In jedem Spital steht irgendwo ein Notstromgenerator. Dank der hohen Versorgungssicherheit in der Schweiz muss der aber in den meisten Krankenhäusern kaum je eingesetzt werden – ausser während den routinemässigen Funktionstests. Die Tatsache, dass dieser Generator aber jederzeit Strom produzieren könnte, hat aber einen Wert, der sich vermarkten lässt.

Und das geht so: Die Netzbetreiberin Swissgrid hat unter anderem die Aufgabe, das Schweizer Stromnetz stabil zu halten. Das wird angesichts der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien immer schwieriger. Die Unberechenbarkeit von Sonne und Wind führt dazu, dass Swissgrid zunehmend über die Möglichkeit verfügen muss, je nach Bedarf umgehend zusätzlichen Strom ins Netz einzuspeisen oder die Stromproduktion zu drosseln. Wer solche so genannte Regelenergie bereitstellen kann, wird von Swissgrid dafür entschädigt. Die Bereitschaft alleine wird vergütet, die Lieferung von Strom dann noch obendrauf.

Und hier kommt das Notstromaggregat des Spitals ins Spiel. Sie EKZ bieten Swissgrid dessen Kapazität und die diverser anderer Anlagen von Kunden an, um das Schweizer Stromnetz zu stabilisieren. Das virtuelle Kraftwerk – und damit der Notstromdiesel im Spital – kommen allerdings nur im äussersten Notfall zum Einsatz, wenn keine anderen Kraftwerke mehr zum Ausgleich von Ungleichgewichten herangezogen werden können. Braucht Swissgrid die Kapazitäten, greifen die EKZ von Fern auf die Anlagen im virtuellen Kraftwerk zu. Den kleineren Teil der dafür fliessenden Entschädigung behalten die EKZ für Ihre Aufwände, der grössere geht an ihre Kunden.

Und was, wenn es im Spital doch einmal zu einem Stromausfall kommen sollte? Dann hat der primäre Zweck des Notstromaggregats natürlich Vorrang. Der Anlagenbetreiber bestimmt, ob und wann wir Zugriff auf seine Kapazitäten haben. Er hinterlegt zum Beispiel geplante Wartungsarbeiten oder die eigene Verwendung der Anlage in unserem Kundenportal – bequem via Tablet oder Handy und Internet.

Zur Person
Stella Poelzig arbeitet als Fachspezialistin Smart Grid seit 2013 bei den EKZ. Sie hat in Deutschland und Schottland studiert und an der ETH Zürich ihre Diplomarbeit geschrieben. An der Idee des virtuellen Kraftwerks fasziniert sie, dass dabei ungenutztes Potenzial von Anlagen aus diversen Branchen «entdeckt» wird, die gemeinsam einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende erbringen können.

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