Die EKZ-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/14 einen konsolidierten Umsatz von 830 Millionen Franken. Die günstigere Energiebeschaffung und die Resultate eines Kostensenkungsprogrammes führten trotz eines tieferen Gesamtumsatzes zu einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahr. Der Finanzertrag in der Höhe von 32 Millionen Franken entwickelte sich entlang der ausserordentlich guten Resultate der Finanzmärkte und konnte den Rückgang der Dividenden aus der Axpo-Beteiligung mehr als kompensieren. In der Folge erreicht das Unternehmensergebnis 67 Millionen Franken oder 8.1 Prozent des Betriebsertrages und übertraf das Vorjahresresultat um 17 Millionen Franken.

Zunehmende Dynamik bei Geschäftskunden

Das Energiegeschäft konnte im Geschäftsjahr 2013/14 nicht mehr an das Wachstum der letzten Jahre anknüpfen. Die Energiebeschaffung war mit 5080 Gigawattstunden zwar tiefer als im Vorjahr, doch profitierten die EKZ von günstigen Konditionen. Schweizweit konnten mit dem Produkt «Energy for Business» neue Geschäftskunden gewonnen und dadurch Kundenverluste im eigenen Versorgungsgebiet kompensiert werden. Ein grösserer Umsatzrückgang zeigte sich bei den Endverteilern, die vermehrt ihre Energie selber am Markt beschaffen.

Kundenbonus

Der EBIT erreichte 84 Millionen Franken oder 10.1 Prozent des Betriebsertrags. Dies ermöglicht es, wiederum einen Bonus auszuschütten, von dem alle Stromkunden der EKZ im neuen Geschäftsjahr profitieren werden. Der Bonus beträgt je nach Kundengruppe 2 bis 6 Prozent auf der Energielieferung und der Netznutzung. Damit lassen die EKZ ihre Kundinnen und Kunden am positiven Geschäftsgang teilhaben.

Überdurchschnittliche Versorgungssicherheit

Die EKZ investierten rund 50 Millionen Franken in den Ausbau und Unterhalt ihres Verteilnetzes, um die Qualität der Versorgungssicherheit weiterhin hoch zu halten. Die Versorgungssicherheit der EKZ lag auch im vergangenen Jahr bei 99.997 Prozent, was im internationalen wie auch im schweizweiten Vergleich ein überdurchschnittlich hoher Wert ist.

Neben Investitionen in das Leitungsnetz haben die EKZ im vergangenen Geschäftsjahr auch in den Umbau der Unterwerke Steinmaur, Volkestwil, Adliswil und Zell sowie in den Neubau des Unterwerks Rümlang investiert.

Investitionen in Erneuerbare Energien

Um sich langfristig Zugang zu Wind- und Sonnenzertifikaten zu sichern, investieren die EKZ seit fünf Jahren in erneuerbare Energien im Ausland. Inzwischen besitzen sie über ihre Tochterfirma EKZ Renewables AG Mehrheitsbeteiligungen an 11 Windparks in Deutschland, Frankreich und Portugal. Die EKZ investieren in Projekte, bei denen handelsübliche Renditen zu erwarten sind. Durch eine sorgfältige Auswahl und ein diversifiziertes Länderportfolio werden die Risiken klein gehalten. So verzeichneten die Windparks in Frankreich im Winter 2013/14 überdurchschnittliche Erträge, während in Norddeutschland die Erträge etwas unter den Erwartungen lagen.

Ausblick

Die EKZ rechnen trotz eines schwierigen Marktumfeldes mit guten Betriebsergebnissen im laufenden Jahr. Die sinkenden Marktpreise und die damit zu erwartende Erosion der Bruttomargen sollten mit gezielten Kostensenkungsmassnahmen aufgefangen werden können. Die anstehende Marktöffnung für alle Energiekunden ist mit hohen Anfangsinvestitionen und erhöhten Unsicherheiten verbunden. Doch haben sich die EKZ bereits als einer der günstigsten Energieversorger in der Schweiz etabliert, sodass die Marktöffnung im Energiegeschäft Chancen bieten wird.

In Millionen Franken GJ 2013/14 GJ 2012/13
Gesamtleistung 829.6 941.6
Davon Nettoerlös aus Stromgeschäft, Stromproduktion erneuerbare Energien, Energiecontracting und Eltop 762.3 762.3
EBIT    
Betriebsergebnis 84.0 68.9
In % der Gesamtleistung 10.1 7.3
Unternehmensergebnis    
Unternehmensergebnis 67.4 50.5
Cashflow und Investitionen    
Cashflow 136.1 148.1
Nettoinvestitionen in Sachanlagen 117.4 101.6
Bilanzzahlen    
Anlagevermögen 1’598.1 1’498.8
Bilanzsumme 2’124.2 2’012.9
Eigenkapital exkl. Minderheiten 1’643.5 1’576.7
In % der Bilanzsumme 77.4 78.3

* Das EKZ Geschäftsjahr 2013/14 dauerte vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014.

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