Die EKZ engagieren sich weiter für erneuerbare Energien im In- und Ausland. Eine Windpotentialstudie des Kantons Thurgau vom November 2014 weist das Gemeindegebiet von Thundorf als möglichen Standort für einen Windpark aus.

Windmessung richtungsweisend für Machbarkeit
Nachdem eine erste einfache Laser-Windmessung im Frühjahr 2015 gute Ergebnisse hervorbrachte, stellen die EKZ im November einen rund 100 Meter hohen Windmessmast. Dieser wird das lokale Windaufkommen während eines Jahres detailliert messen und Anhaltspunkte für die Wirtschaftlichkeit eines möglichen Windparks geben.

Aufgrund der Windpotentialstudie des Kantons Thurgau gehen die EKZ von maximal sieben Windturbinen aus. Diese könnten jährlich rund 25 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren, was dem Bedarf von etwa 6000 Vierpersonenhaushalten entspricht.

Mögliche Inbetriebnahme nicht vor 2021
Neue Windparks sind Langzeitprojekte. Falls die Windmessung die Erwartungen bestätigt, folgt eine ein- bis zweijährige Planungsphase, inklusive einer sorgfältigen Umweltverträglichkeitsprüfung. Anschliessend müssen Bewilligungen auf verschiedenen Stufen eingeholt werden. Die letzten Entscheide für eine Realisierung liegen in Form des anzupassenden kommunalen Zonenplans bei der Gemeindeversammlung und hinsichtlich der Baubewilligung beim Gemeinderat. Mit einer möglichen Inbetriebnahme ist nicht vor 2021 zu rechnen.

Thundorfer Gemeinderat sieht Chancen
Parallel zum Erwerb von Windparks im Ausland haben die EKZ stets auch Projekte in der Schweiz geprüft. Die Chancen am Standort Thundorf stimmen Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien bei den EKZ, zuversichtlich: «Wir würden uns freuen, unser inländisches Solarengagement mit Schweizer Windkraft zu ergänzen».

Auch auf Seite Standortgemeinde, die bereits 15 Prozent ihres Strombedarfs aus Sonnenkraft produziert, ist Gemeindepräsident Alois Hersche positiv gestimmt: «Wir sehen für uns als Gemeinde Chancen und haben die Idee wohlwollend zur Kenntnis genommen».

 
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