Ab Ende April verlegen die EKZ in Hausen am Albis im Rahmen eines Grossprojekts Freileitungen des Nieder- und Mittelspannungsnetzes in den Boden. Dabei entfernen sie über 50 Strommasten auf einer Länge von knapp drei Kilometern und installieren eine neue Trafostation. Die Verkabelungsarbeiten dauern bis ca. August. Die Freileitungsmasten werden in den Wintermonaten ausserhalb der Vegetationszeit abgebaut.

Es erwarten die EKZ anspruchsvolle Netzarbeiten: «An einem sehr steilen Waldhang arbeiten wir auf einer Höhendifferenz von rund 300 Metern», schildert Paul-Louis Löhrer, Leiter Netzbau, das Projekt mit Seltenheitswert. Dabei müssen die EKZ auf eine wettertechnische Trockenperiode während des Sommers warten, um das schwer zugängliche Gelände zu bearbeiten. «Zudem führen wir in der Nähe eines Wasserreservoirs eine hochmoderne, landschaftsschonende Spezialbohrung durch.» Vergleichbare Bauprojekte sind selten – zuletzt 2007 und 2011, als die EKZ mit spektakulären Horizontalbohrungen das Küsnachter Tobel und den Rhein nahe Flaach unterquerten.

Freileitungen im lokalen Verteilnetz werden als Relikte der Elektrifizierung des Kantons Zürich mehr und mehr zu Raritäten. Heute liegt über 90 Prozent des von den EKZ betriebenen Nieder- und Mittelspannungsnetz unsichtbar im Boden. Mit dem herausfordernden Verkabelungsprojekt verstärken die EKZ die Versorgungssicherheit in der Region Albis massiv. Das Entfernen alter Freileitungen reduziert für die EKZ den Wartungsaufwand und schafft im Naherholungsgebiet entlang der Albiskette mehr Platz für Natur und Wald. 

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