Zunehmender Wettbewerb bei den Grosskunden, erneut sinkende Marktpreise und milde Temperaturen reduzierten den Umsatz der EKZ-Gruppe im Geschäftsjahr 2014/15 um 4 Prozent auf 796 Millionen Franken. Gesteigerte Betriebserträge der übrigen Geschäftsfelder kompensierten zum Teil den Umsatzrückgang im Kerngeschäft.

Gutes Betriebsergebnis in anspruchsvollem Umfeld

Das Betriebsergebnis blieb dank der vorausschauenden Straffung der Betriebskosten mit 84 Millionen Franken stabil, die Umsatzrendite stieg leicht auf rund 11 Prozent. «Operativ können wir eine sehr gute Leistung ausweisen – insbesondere in diesem regulatorisch und markttechnisch anspruchsvollen Umfeld», sagt CEO Urs Rengel. Während der offene Markt für Grosskunden sehr dynamisch spielt, verzögert sich die vollständige Marktöffnung – verbunden mit Unsicherheiten in der Gesetzgebung – weiterhin. Dies erfordert von den EKZ eine hohe Flexibilität.

Gegenüber Vorjahr fiel das Unternehmensergebnis mit 35 Millionen Franken um 48 Prozent tiefer aus und blieb damit unter den Erwartungen. Hauptgrund war das negative Finanzergebnis durch ausbleibende Dividendenerträge und die Entwicklung der Finanz- und Zinsmärkte.

100 Prozent erneuerbare Energie, tiefe Tarife und Kundenboni

Die EKZ beschafften den Strom günstig am Markt und kündigten deshalb im Geschäftsjahr 2014/15 die dritte Tarifsenkung in Folge an. Mit ihrem Standardprodukt aus 100 Prozent erneuerbaren Energien für Privat- und Gewerbekunden sind die EKZ einer der günstigsten Anbieter der Schweiz. «Wir sehen die tiefen Tarife als unseren Beitrag zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort Zürich», kommentiert CEO Urs Rengel.

Die EKZ beteiligen ihre Kunden mit einem Bonus und die Gemeinden im Versorgungsgebiet mit freiwilligen Ausgleichsvergütungen am Betriebsergebnis. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben die EKZ dafür rund 42 Millionen Franken aufgewendet.

Mehr erneuerbare Energien

Die EKZ möchten in den nächsten fünf Jahren weitere 300 Millionen Franken in die erneuerbaren Energien investieren. Mit der Beteiligung an einem weiteren ausländischen Windpark und dem Zubau von 14 eigenen Solaranlagen in der Schweiz kamen die EKZ im Berichtsjahr planmässig voran. Ihre Wind- und Solarstromproduktion steigerten sie um knapp 25 Prozent und schlossen rund 450 neue Solaranlagen von Kunden ans Netz an. Neue Geschäftsmodelle für den weiteren Ausbau der Solarenergie starten im laufenden Jahr.

Zuverlässige Leistung

Mit einer Netzverfügbarkeit von 99.997 Prozent ist die Versorgungssicherheit weiterhin national und international überdurchschnittlich. Um das Verteilnetz vorausschauend und effizient weiterzuentwickeln, investierten die EKZ im vergangenen Geschäftsjahr 50 Millionen Franken in dessen Ausbau und Unterhalt. So entstand im Berichtsjahr für die Region Zürich-Flughafen ein neues Unterwerk in Rümlang. Das Stromnetz umfasst inzwischen rund 15’000 Kilometer.

Lösungen für morgen

Pilotprojekten schenkten die EKZ auch im abgelaufenen Geschäftsjahr besondere Aufmerksamkeit. So testeten sie intelligente Systeme für die öffentliche Beleuchtung, die Elektromobilität und das Stromnetz. Die digitalisierte Zukunft der Stromversorgung werden die Kunden der EKZ insbesondere in einer vereinfachten Beziehung zu ihrem Energieversorger spüren.

Kennzahlen 2014/2015*

In Millionen Franken GJ 2014/15 GJ 2013/14

Gesamtleistung

795.6

829.6
davon Nettoerlös aus Stromgeschäft, Stromproduktion erneuerbare
Energien, Energiecontracting und Eltop
732.3 762.3

EBIT
   
Betriebsergebnis 84.1 84.0
in % der Gesamtleistung 10.6 10.1

Unternehmensergebnis
   
Unternehmensergebnis 35.0 67.4

Cashflow und Investitionen
   
Cashflow aus Betriebstätigkeit 118.8 136.1
Nettoinvestitionen in Sachanlagen 93.1 117.4

Bilanzzahlen

30.09.2015

30.09.2014
Anlagevermögen 1607.5 1598.1
Bilanzsumme 2098.4 2124.2
Eigenkapital exkl. Minderheiten 1674.3 1643.5
In % der Bilanzsumme 79.8 77.4

* Das EKZ Geschäftsjahr 2014/15 dauerte vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015.

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