Ziel der gemeinsamen Studie von EKZ und WSL ist es, aufzuzeigen, wie sich verschiedene Lichtfarben, kombiniert mit zwei unterschiedlichen Leuchtenformen auf die Insektenhäufigkeit und Fledermausaktivität auswirken.

Für die Studien wurden in Weiningen 29 Strassenleuchten umgerüstet und 18 davon mit Insektenfallen und akustischen Fledermaussensoren ausgerüstet. Leuchtköpfe und Lichtfarben der einzelnen Leuchten werden regelmässig getauscht, um standortbedingte Einflüsse auszuschliessen. Beim Versuch kommen zwei verschiedene Gehäuseformen von Leuchten sowie drei verschiedene Lichttemperaturen zum Einsatz: Oranges (1750 Kelvin), warmweisses (3000 K) und neutralweisses Licht (4000 K). Tatsache ist, Gegenstände sind in weissem Licht besser erkennbar als in orangem Licht wie beispielsweise bei Natriumdampf-Lampen. Hinzu kommt die Energieeffizienz: Eine Leuchte mit gelbem Licht (2000 Kelvin) braucht bis zu doppelt so viel Energie wie eine neutralweisse mit 4000 Kelvin. Bisherige Studien deuten darauf hin, dass der höhere Blauanteil im weissen Licht Insekten stärker anlockt als das gelbe Farbspektrum. Die neue Studie von EKZ und WSL soll diese Frage sowie den Einfluss der Leuchtenformen jetzt klären.

Bereits vor zwei Jahren hat eine gemeinsame Studie von EKZ und WSL aufgezeigt, dass hell leuchtende Kandelaber mehr nachtaktive Tiere wie Falter oder Fledermäuse anlocken als gedimmte.

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