Kraftwerke zu passieren, sind für Fische eine grosse Herausforderung, die im schlimmsten Fall mit dem Leben bezahlt wird. «Bei der Erneuerung des Kraftwerkes Dietikon stand deshalb die Ökologie im Zentrum», betont Alfredo Scherngell, Leiter Wasserkraft EKZ. Zwei Wanderhilfen erleichtern den Fischen neu den Aufstieg. Schliesslich gilt es eine Höhe von gut viereinhalb Metern zu überwinden. Der Fischaufstieg ermöglicht den Fischen auch ein Ausruhen auf der 107 Meter langen Strecke. Beide Fischaufstiege verfügen über ein Fischzählbecken um deren Funktionsfähigkeit kontrollieren zu können. Über eine spezielle Schützenstellung werden die wandernden Fische dort eingefangen. Während eines Jahres wird mindestens einmal am Tag das Wasser abgelassen und jeder Fisch von Hand vermessen, die Art bestimmt und auf Verletzungen untersucht. Die Fische werden anschliessend über eine Rutsche wieder in den Oberwasserkanal eingesetzt.

Grösster Horizontalrechen im deutschsprachigen Raum

Auch für den Fischabstieg ist gesorgt. Der dafür eingebaute Horizontalrechen zählt zu den grössten bis jetzt im deutschsprachigen Raum. Das Besondere daran ist, dass der Stababstand nur 20 mm misst und dies bei einer Fläche von über 200 m². Durch die Schrägstellung wird die Anströmgeschwindigkeit auf den Rechen reduziert. Gleichzeitig wird eine Leitwirkung für die Fische in Richtung Bypass erzeugt. Fische, welche trotz allen neuen Fischschutzmassnahmen das Kraftwerk durch die Turbinen passieren, schaffen es dank der neuen fischfreundlichen Kaplanturbinen mit lediglich drei Laufschaufeln in der Regel ohne Verletzungen. 

Neues Vogelparadies

Zum Naturschutzgebiet der Dietiker und Geroldswiler Auen gehört auch der EKZ-Wald. Geschützte und bedrohte Vögel brüten dort. Auf der Nordseite der EKZ Insel erhielt der Auenwald einen Nebenarm der Limmat. Zum Schutz der Vögel gilt für diesen Abschnitt neu ein Betretungsverbot: Der Uferweg entlang der Limmat wurde aufgehoben und die Spaziergänger umgeleitet. Ein Vogelbeobachtungsstand gibt durch Schlitze den Blick auf die Insel, Limmat und das Gebiet Dornau frei. Mehr dazu

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