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Medienmitteilung vom 12. August 2020

Ein neues Seekabel verbindet Wädenswil und Männedorf

Heute verbindet nach 80 Jahren ein neues Seekabel Wädenswil und Männedorf. Der heutigen Verlegung mittels Zürichseefähre des neuen, leistungsfähigeren Mittelspannungskabels gingen Spülbohrungen im Uferbereich sowie die Bergung des alten Kabels aus den Tiefen des Zürichsees voraus.

Für die Verlegung wurde eigens eine Zürichseefähre gemietet. Der grosse Transport konnte dadurch direkt mit dem gut drei Kilometer langen Kabel auf vier Kabelrollen, der so genannten Bobine, auf die Fähre rollen. Mit etwa 100 Tonnen Gewicht wurde das maximale Transportgewicht dieser Fähre dennoch nicht ausgereizt. Um 5 Uhr früh legte das Schiff, das tags zuvor beladen worden war, in Horgen ab und startete mit dem Abrollen des neuen Kabels, das fortlaufend gebündelt wurde und gemeinsam mit dem Glasfaserkabel langsam auf den Seegrund glitt. Die Bobinen waren um 15.30 Uhr abgerollt. Nun wird das neue Mittelspannungskabel in den Trafostationen angeschlossen, damit es demnächst wieder zur Absicherung während eines Stromausfalls oder während Bauarbeiten dienen kann.

Generationenprojekt abgeschlossen

Auch für den Projektleiter Beat Kropf, Leiter der EKZ-Netzregion Sihl in Wädenswil, war der Seekabelersatz eine einmalige Erfahrung. «Ein Kabelersatz ist für uns eigentlich normales Tagesge-schäft. Die Bergung eines 80-jährigen Stromkabels und die Verlegung eines neuen Kabels quer durch den Zürichsee kommt aber auch bei uns nur einmal pro Generation vor», sagte er nach Abschluss des Projekts. Die Bergung der beiden alten Kabel im Juni verlief problemlos. «Die 80-jährigen Kabel erlaubten uns einen unmittelbaren Blick in die Vergangenheit. Entsprechend gross war auch das Interesse von verschiedenen Kabel- und Wasserbauexperten an diesem Projekt», erzählt Projektleiter Kropf.

Im Frühjahr nahm der Kabelersatz seinen Anfang mit diversen Vorbereitungsarbeiten wie Netz-verstärkungen und dem Einbohren der Leerrohre im Uferbereich auf beiden Seiten des Sees. Während sich die Bohrmaschine auf der Wädenswiler Seite zügig durchs Erdreich pflügte, traf sie auf der Seite von Männedorf auf das eine oder andere Hindernis in Form harter Gesteinsschichten und alter Armierungseisen.
 

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