Im Fokus: Überbauung Limmatfeld

Vor den Toren Zürichs liegt das Limmatfeld in Dietikon: «Unsere kleine Stadt». Wir versorgen Büros, Geschäfte und Wohnungen mit Wärme, Kälte und Warmwasser. Das Fernwärmenetz wird mit Abwärme aus der nahen Abwasserreinigungsanlage gespeist.

Von den EKZ mit Energie versorgt: das Limmatfeld in Dietikon.

Von den EKZ mit Energie versorgt: das Limmatfeld in Dietikon.

Auf einem 87‘000 Quadratmeter grossen Areal entstehen im Limmatfeld elf quartierähnliche Höfe mit Promenaden, Plätzen und Grünflächen. Zukünftig sollen auf der ehemaligen Industriebrache rund 3000 neue Einwohner leben und bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt 600 Millionen Franken.

Energieeffizienz zentral

Die ganze Überbauung ist im Minergie-Standard konzipiert und setzt mit ihrem Energiekonzept hohe Ansprüche in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch ein Fernwärmering für alle Gebäude. Die Abwärme stammt aus der nahegelegenen Abwasserreinigungsanlage (ARA), welche von der Firma Limeco betrieben wird. Für die Versorgung mit Wärme, Kälte und Warmwasser ist das EKZ Energiecontracting zuständig. Herzstück der Energieversorgung ist eine zentrale Wärmepumpenanlage, die 2011 in Betrieb genommen wurde. Über den Fernwärmering können die angeschlossenen Gebäude sowohl Wärme beziehen als auch Abwärme einspeisen.

Ein Anlagenteil in der Heizzentrale

Eine Wärmepumpe in der Heizzentrale

Mehr als 2600 Tonnen CO₂ eingespart
Im Endausbau wird die Anlage mit vier grossen Wärmepumpen über eine Leistung von rund 8000 kW verfügen. Gerechnet wird mit einer total erzeugten Wärmeenergie von 17 Millionen kWh pro Jahr. 

Rund 84 Prozent dieses Bedarfs sollen durch erneuerbare Energie aus der ARA gedeckt werden, den Rest liefert eine Gas-/Öl-Heizung, die in den Wärmeverbund integriert ist. Der Anteil der erneuerbaren Energie entspricht einem Öläquivalent von rund 1,1 Millionen Litern Heizöl, das jedes Jahr eingespart wird. Dadurch können mehr als 2600 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Gemeinde profitiert

EKZ konnte beim Energiecontracting für das Projekt ihre grosse Erfahrung in der Nutzung von ARA-Abwärme einbringen. Durch das Energiecontracting sind für die Gemeinde keine Kosten entstanden. Dietikon konnte zudem wichtige Punkte für sein Energiestadt-Label sammeln.

Übersicht aller Anlagen

Details ausgewählter Anlagen

Seit Herbst 2015 bezieht das Gemeindehaus und der Pavillon sowie das Bauamt in Meilen nachhaltige Energie aus Seewasser.

Seit Herbst 2015 bezieht das Gemeindehaus und der Pavillon sowie das Bauamt in Meilen nachhaltige Energie aus Seewasser. Das nahegelegene Schulhaus, sowie weitere Liegenschaften in der Umgebung werden zu einem späteren Zeitpunkt an das System angeschlossen. Möglich macht dies EKZ mit ihrem Energiecontracting.

Viele Vorteile, keine Risiken
Die Gemeinde Meilen profitiert von Versorgungs- und Betriebssicherheit, ohne dafür selber Investitionen tätigen zu müssen. Zudem reduziert sie ihren CO2 Ausstoss markant. Ihre Wärme- und Kältekosten sind langfristig kalkulierbar. Und die Attraktivität der Liegenschaften wird durch den Einsatz erneuerbarer Energien und durch eine hohe Werterhaltung der Installationen gesteigert. Bei der Anlage in Meilen beläuft sich das Investitionsvolumen für die gesamte Energieerzeugung auf rund 1,5 Millionen Franken. Diese wird vollumfänglich von EKZ getragen.

«Als Energiestadt hat Meilen eine Vorbildfunktion. Deshalb setzen wir bei Neubauten auf erneuerbare Energien. Im Zusammenhang mit der Dorfkernentwicklung kam eine Machbarkeitsstudie zum Schluss, dass dem individuellen Wärme- und Kältebedarf im Dorfkern nur mit einem kalten Wärmeverbund mit Seewasserfassung gerecht werden kann. In der Folge projektierte EKZ als Contractingpartner ein Seewasser-Wärmeverbund, der nicht nur das Projekt MEZZETINO, sondern auch die angrenzenden Liegenschaften mit Kälte und Wärme versorgen kann», erläutert Rea Grab, Abteilungsleiterin Liegenschaften der Gemeindeverwaltung Meilen, den Entscheid für das Energiecontracting. 

Energiegewinnung mittels Wärmeaustausch
Das Kernstück der Anlage in Meilen ist ein sogenannter Fernwärmering, welcher bereits im Sommer 2015 in Betrieb genommen wurde. Das Seewasser wird zuerst in eine Übergabestation gepumpt, wo dem Seewasser im Winter Wärme entzogen und im Sommer Wärme zugeführt wird. Der Fernwärmering transportiert die Energie zu den angeschlossenen Gebäuden. Mittels Wärmepumpen wird die Energie auf ein nutzbares Niveau angehoben und in das Heizsystem eingespeist.

Mittels Wärmepumpen wird die Energie auf ein nutzbares Niveau angehoben und in das Heizsystem eingespeist.

Arbeitsbeginn Mitte 2014
Für die Seewasserfassung wurde eine Spezialfirma beauftragt, die bereits mehrere solche Anlagen realisiert hat. Die Bohrungen für die Wasserleitung zwischen der Tiefgarage und dem Seeufer erfolgten unter der Hauptstrasse hindurch mittels einer gesteuerten Horizontalbohrung. Die Anschlussarbeiten übernahmen die Spezialisten von EKZ Energiecontracting. Die Wasserentnahme und Rückgabe erfolgt nahe des Hafens. Die Anlage ist vom Ufer aus nicht sichtbar. Die Pump- und Übergabestation befindet sich im vierten Untergeschoss des Parkhauses "Dorfplatz". Das Wasser wird in einer Tiefe von 35 Metern angesaugt. In dieser Tiefe schwanken die Wassertemperaturen das ganze Jahr nur geringfügig zwischen vier und sieben Grad. In zwölf Metern Tiefe fliesst das Wasser zurück in den See. Je nach Jahreszeit ist das Wasser wärmer oder kälter. Dies hat keine negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna. Denn die Temperaturdifferenz zum Seewasser beträgt maximal drei Grad. Gemäss Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) wären vier Grad erlaubt.

Ökologisch sinnvoll
Die bisher angeschlossenen Gebäude nutzen eine Leistung im Umfang von 300 Kilowatt. Die Meilemer Anlage ist auf 800 Kilowatt Leistung ausbaubar. Dank der umweltfreundlichen Energieversorgung werden in Meilen jährlich mehrere tausend Liter Heizöl eingespart und der CO2-Ausstoss reduziert.

Das Meilemer Gemeindehaus ist nicht das erste Gebäude in der Region, das mit Seewasser heizt und demnächst auch kühlt. Ähnliche Anlagen stehen in Männedorf, wo die Räume des Spitals mit einer Seewasseranlage klimatisiert werden, und in Wädenswil. Grundsätzlich eignet sich jedes grössere Gebäude in Seenähe für diese Art des Heizens. EKZ betreibt bereits sieben Anlagen, die aus Seewasser Energie gewinnen. 

Anlage im Zoo Zürich

Er zählt zu den meistbesuchten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Zürich – der Zoo Zürich. Jedes Jahr pilgern über eine Million Besucher in den 27 Hektar grossen Zoo auf dem Zürichberg, um mehr als 4600 Tiere aus 375 Arten zu bestaunen. Zum Zoo gehören auch der Masoala-Regenwald sowie der neue Elefantenpark «Kaeng Krachan», welcher 2014 in Betrieb genommen wurde. Um die Qualität der Tierhaltung laufend zu verbessern und die Attraktivität des Zoos hoch zu halten, plant der Zoo Zürich im Rahmen seines Masterplans weitere Projekte zum Ausbau seines Angebots. Nebst der Australienanlage, welche am 29. März 2018 eröffnet wird, baut der Zoo Zürich bis 2020 die Lewa-Savanne. Mit dieser über 40000 Quadratmeter grossen Anlage kehren nach über 60 Jahren wieder Giraffen zurück auf den Zürichberg.

Elefanten im Zoo Zürich

Nachhaltige Wärme aus regionalem Holz

Auch bei der Wärmeversorgung setzt der Zoo auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die bestehende Anlage wurde 2011 bis 2016 energetisch optimiert und modernisiert. Betrieben wird die umweltfreundliche Heizanlage in einem Betriebscontracting durch EKZ. Dank dieser Erneuerung konnte der Deckungsgrad mit Holzschnitzeln auf aktuell 98 Prozent gesteigert werden, wobei die neuste Filtertechnik zum Einsatz kommt. Zudem stammt das Holz aus der unmittelbaren Umgebung, sodass die Transportwege kurz sind. Die gesamte Anlage verfügt über eine Leistung von fast 5000 kW. Kern der Anlage sind die beiden Schmid-Holzkessel mit 1200 und 550 kW. Hinzu kommen 135 kW, welche von der Wärmerückgewinnung aus Rauchgas erzeugt werden können. Für die Spitzenlastabdeckung und Sicherheit wurden drei Ölbrenner mit je 1000 kW installiert, die im Notfall oder bei Bedarf eingreifen. Im Vergleich zu einer konventionellen, fossilen Heizanlage spart der Zoo Zürich jedes Jahr fast 1300 Tonnen CO2 ein.

In der Stadt Zug steht das höchste Gebäude im Kanton – der Park Tower. Das Hochhaus ist ein Bau der Extraklasse und setzt bei der Energieversorgung vollumfänglich auf erneuerbare Energie. EKZ hat das anspruchsvolle Konzept für Heizung und Brauchwarmwasser realisiert.

Park Tower mit Energie vom Energiecontracting

Park Tower mit Energie vom Energiecontracting

Der Park Tower ist mit seinen 25 Stockwerken und einer Höhe von 81 Metern das höchste Gebäude im Kanton. 60 Prozent der Nutzfläche sind für Wohneigentum, 40 Prozent für Dienstleistungen vorgesehen. Das im Minergie-Standard erstellte Gebäude erlaubt einen nachhaltigen Betrieb und wird vollumfänglich mit Energie aus erneuerbaren Energiequellen versorgt.

Grundwasser und Erdwärme liefern Energie

Die benötigte Energie liefert zum einen das rund 12 Grad warme Grundwasser: Es wird in die Heizzentrale geleitet, wo die Wärme über einen Wärmetauscher entnommen und mit Wärmepumpen auf ein nutzbares Niveau für Raumheizung und Brauchwarmwasser gehoben wird. Aufgrund des hohen Drucks wird das Grundwasser nach der Nutzung wieder in die Grundwasserschicht zurückgepumpt; man spricht hier von einem «artesischen Grundwasserbrunnen».

Weil die thermische Nutzung des Grundwassers nur in beschränktem Masse erlaubt ist, kommt als zusätzliche Energiequelle Erdwärme zum Einsatz. Dazu nutze EKZ die 34 Stabilisierungspfähle unter dem Gebäude. An diesen befinden sich jeweils bis in 40 Meter Tiefe spezielle Erdwärmesonden. Sie dienen sowohl als Wärme- wie auch als Kältequelle: Durch Leitungen, die an den Armierungseisen der Pfähle befestigt sind, wird die Wärme aus dem Erdreich zur Wärmepumpe geleitet.

Eine der beiden Heizzentralen

Eine der beiden Heizzentralen

Im Sommer werden die Räume des Hochhauses gekühlt, indem die Wärme, die im Innern des Park Towers entsteht, in die Erde geleitet wird. Dort wird sie gespeichert und kann im Winter zu Heizzwecken erneut genutzt werden. Um den Druck des Wassers über sämtliche Stockwerke optimal verteilen und ausgleichen zu können, wurden im Park Tower zwei Energiezentralen installiert (im 3. Untergeschoss und im obersten Stockwerk).

EKZ übernimmt Bau und Betrieb

Das Investitionsvolumen für die Energieerzeugung im Park Tower beläuft sich auf rund 2,3 Millionen Franken. Die finanziellen und technischen Risiken für Bau, Betrieb und Unterhalt der Energieanlagen liegen bei EKZ. Im Rahmen dieses Energiecontractings sorgen die EKZ mittels Fernüberwachung und 24-Stunden-Pikettdienst für einen nachhaltigen und störungsfreien Betrieb der Anlagen.

Acht Gebäude mit insgesamt 64 Eigentumswohnungen nutzen in Fribourg Erdwärme als umweltfreundliche Energiequelle. Jedes Gebäude verfügt über eine eigene Anlage, die mittels Erdwärmesonden und Wärmepumpen die nötige Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugt. Ausserdem gibt es eine Passiv-Kühlung. Realisiert und betrieben werden die Anlagen von EKZ.

64 Eigentumswohnungen profitieren von Erdwärme

64 Eigentumswohnungen profitieren von Erdwärme

Die Eigentumswohnungen werden von lokalen Unternehmen im Freiburger Stadtviertel Schönberg gebaut, das vor allem aufgrund der künftigen Anbindung an die Poyabrücke boomt. Die Parzelle grenzt an grünes Umland, wobei Lage und Ausrichtung der acht Gebäude einen hübschen Ausblick auf die Unterstadt und die Kathedrale St. Nikolaus bieten. Die Altstadt von Freiburg, eingebettet in die Mäander der Saane, gilt als eines der schönsten mittelalterlichen Architekturbeispiele Europas.

Umweltfreundliche Energienutzung

Die acht Gebäude wurden schrittweise bezogen. Seite August 2015 sind alle bewohnt. Sämtliche Häuser sind mit umweltfreundlicher Niedrigenergie-Technologie ausgestattet. Die Wahl der Technologie ist dabei auf Erdwärmesonden und Wärmepumpen gefallen, um die erforderliche Wärmeleistung für Fussbodenheizungen (bis 35 Grad) und Brauchwasser zu erzeugen. Zudem verfügt jede Anlage über einen modernen Edelstahlboiler mit einem Fassungsvermögen von 1000 Liter. Die passive «Free-cooling»-Belüftung verbessert den Komfort in den Wohnungen.

Wärme- und Kältelieferung durch die EKZ

Wärme- und Kältelieferung durch die EKZ

Acht Gebäude, acht Energieverträge

Während der Bauunternehmer für Finanzierung, Bau und Verkauf der Gebäude zuständig ist, ist EKZ Eigentümerin der Heizanlagen. Wir übernehmen deren Finanzierung sowie die Installation und Betrieb über eine Vertragslaufzeit von 30 Jahren.

Die acht Verträge für die Häuser an der rue Joseph-Chaley Strasse sichern den Eigentümern eine konstante Energieversorgung und eine einwandfreie Funktion der Anlagen ohne finanzielles Risiko oder Instandhaltungspflichten zu. Die bereitgestellte Wärmemenge wird im Voraus zu einem vertraglich vereinbarten Preis festgelegt.

In Veyrier gewährleistet EKZ seit 2014 die Wärmeversorgung einer Grundschule und der umliegenden Gebäude.

L’école primaire du «Grand-Salève»

L’école primaire du «Grand-Salève»

Ende 2013 wurde in Veyrier (GE) eine bestehende Heizanlage von EKZ übernommen. Im Rahmen eines Energiecontractings sind seither die Spezialisten der EKZ für einen reibungslosen Betrieb und Unterhalt verantwortlich. Die bivalente Anlage mit Pellets und Gas ist seit September 2013 in Betrieb. Sie wurde bis anhin von der Gemeinde betrieben. Die Leistung der Pelletsfeuerung liegt zur Zeit bei 550 kW.

Die bivalente Anlage mit Pelltes und Gas. 

Die Leitungen des Fernwärmenetzes sind verlegt. Fünf Gebäude sind gegenwärtig angeschlossen, im Endausbau sind es dann bis zu 10 Gebäude, die Wärme aus nachhaltiger Energie beziehen im Rahmen einer gesamten Anlage-Leistung von 2‘000 kW. Weitere Projekte in der Westschweiz befinden sich in Planung oder kurz vor der Realisierung.

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