

Ein Wärmepumpenboiler funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank: Er entzieht der Raumluft Wärme und überträgt diese auf das Trinkwasser. Statt Wärme direkt mit Strom zu erzeugen, wird sie aus der Umgebung «gepumpt»und braucht so viel weniger Strom. Mit 1 kWh Strom werden 3–4 kWh Wärme erzeugt.
Rund 60’000 Haushalte im Kanton Zürich erzeugen ihr Warmwasser noch mit einem klassischen Elektroboiler. Diese Geräte funktionieren zwar zuverlässig, verbrauchen aber viel Strom. Ab 2030 dürfen zentrale Elektroboiler im Kanton Zürich nicht mehr betrieben werden. Eine frühzeitige Umstellung auf effizientere Systeme wie Wärmepumpenboiler lohnt sich jetzt schon.
Das sind die wichtigsten Vorteile:
Das Förderprogramm richtet sich an EKZ-Kundinnen und -Kunden, die in ihrem Einfamilienhaus einen bestehenden zentralen Elektroboiler betreiben und ihn bis Ende 2027 ersetzen möchten.
Das Programm ist Teil des Energieeffizienz-Engagements von EKZ und unterstützt die Umsetzung energieeffizienter Lösungen.

Der Ersatz eines bestehenden Elektroboilers durch einen Wärmepumpenboiler wird mit CHF 800 pro Boiler gefördert.
Förderberechtigt sind alle Wärmepumpenboiler, die nachfolgende Kriterien erfüllen:
- Energieeffizienzklasse A+ gemäss Energieetikette (EU-Verordnung Nr. 812/2013)
- gültiges EHPA-Gütesiegel
- Erhältlich auf dem schweizerischen Markt
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Wunschgerät die Kriterien erfüllt, empfehlen wir Ihnen, uns Ihre Offertunterlagen für eine unverbindliche Vorprüfung per Mail an die Adresse kundenaktion@ekz.ch zuzusenden.
✓ Ersatz eines bestehenden Elektroboilers (kein Neubau) im Einfamilienhaus mit eigener Heizungsanlage
✓ Strombezug über EKZ
✓ Neuer Wärmepumpenboiler Energieklasse A+, gültiges EHPA-Gütesiegel und erhältlich auf dem Schweizer Markt
✓ Installation zwischen 1. Mai 2026 und 31. Dezember 2027
✓ Rechnungsbelege (PDF) inkl. Nettopreis, Lieferdatum, Lieferadresse und UID-Nummer des Installateurs
✓ Zahlungsbestätigungen vom Lieferanten oder Finanzinstitut (PDF)
✓ Foto der Energieetikette
✓ Foto des Typenschilds
✓ Bestätigung Entsorgung (ersetzter Boiler)
Es gibt keine Markenvorgabe. Der Wärmepumpenboiler muss folgende Kriterien erfüllen: Schweizer Energieetikette (Klasse A+), gültiges EHPA-Gütesiegel und Erhältlichkeit auf dem Schweizer Markt.
Wenn sie unsicher sind, ob Ihr Wunschgerät die Kriterien erfüllt, empfehlen wir Ihnen, uns Ihre Offertunterlagen für eine unverbindliche Vorprüfung per Mail an die Adresse kundenaktion@ekz.ch zuzusenden.
In vielen Fällen ja. Der Kanton Zürich und einzelne Gemeinden bieten ergänzende Förderprogramme an. Die EKZ-Förderung schliesst andere Beiträge nicht aus, sofern die jeweiligen Bedingungen erfüllt sind. Eine Übersicht bietet die Plattform energiefranken.ch.
Das EHPA-Gütesiegel ist ein europäisches Qualitätslabel der European Heat Pump Association (EHPA) für Wärmepumpen und Wärmepumpenboiler. Es bestätigt Kundinnen und Kunden die Qualität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Geräts. Sie können das Siegel Ihres Geräts direkt bei der EHPA überprüfen.
EKZ finanziert dieses Förderprogramm über den Effizienzbeitrag, einen kleinen Betrag, den alle EKZ-Kundinnen und -Kunden auf der Stromrechnung bezahlen. Damit unterstützt EKZ Haushalte im Kanton Zürich beim Umstieg auf effizientere Geräte wie den Wärmepumpenboiler.
Ja, laut Gesetz müssen bis 2030 alle zentralen Elektroboiler ersetzt werden, unabhängig davon, ob sie noch funktionieren.
Ein zentraler Elektroboiler ist ein Boiler, der unmittelbar bei Ihrer Heizungsanlage installiert wird. Er befindet sich im selben Raum wie die Heizung und versorgt das ganze Haus mit Warmwasser.
Von der Ersatzpflicht ausgenommen sind kleine, dezentrale Elektroboiler, die nicht das ganze Haus mit Warmwasser versorgen (z. B. Untertischboiler am Lavabo).
Ebenfalls ausgenommen sind Boiler, deren Warmwasser nicht ausschliesslich mit Strom erwärmt wird, sondern zusätzlich durch eine Wärmepumpe, Holzheizung oder eine andere Heizung.
Die gesetzliche Pflicht betrifft nur zentrale Elektroboiler. Das sind Boiler, die sich im gleichen Raum wie die Heizung befinden und das Warmwasser ausschliesslich mit Strom erwärmen.
| Haushalt | Elektroboiler | Wärmepumpenboiler |
| Stromverbrauch | 4'000 kWh | 1'200 kWh |
| Stromkosten | CHF 944 | CHF 284 |
| Einsparung | – | CHF 660 |
Ein zentraler Elektroboiler verbraucht für einen 4-Personen-Haushalt typischerweise 3’000–4’000 kWh pro Jahr. Warmwasser ist damit nach Heizung und Haushaltsstrom einer der grössten Einzelposten.
Moderne Geräte erzeugen ein Betriebsgeräusch von 40–52 dB(A) – vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank. Im Keller oder Technikraum ist das in der Regel nicht störend. Die Schweizer Energieetikette schreibt einen Maximalwert für den Schallpegel vor. Alle zugelassenen Geräte erfüllen diesen Standard.
Moderne Geräte erzeugen ein Betriebsgeräusch von 40–52 dB(A) – vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank. Im Keller oder Technikraum ist das in der Regel nicht störend. Die Schweizer Energieetikette schreibt einen Maximalwert für den Schallpegel vor. Alle zugelassenen Geräte erfüllen diesen Standard.
Ja. Moderne Wärmepumpenboiler verfügen über eine sogenannte Legionellenschaltung. Das Wasser wird regelmässig automatisch auf 60–65 °C erhitzt, um Legionellenbakterien abzutöten. Diese Sicherheitsfunktion ist bei allen zugelassenen Geräten standardmässig integriert.
Nein. Ein Wärmepumpenboiler ist ein eigenständiges Gerät, er enthält die Wärmepumpentechnologie bereits integriert. Es braucht weder eine separate Wärmepumpe noch eine Solaranlage. Ein normaler 230-V-Stromanschluss genügt.
In den meisten Fällen nein. Der Ersatz eines Elektroboilers durch einen Wärmepumpenboiler gilt als baubewilligungsfreie Instandhaltungsmassnahme, sofern keine baulichen Veränderungen am Gebäude vorgenommen werden. Ihr Installateur klärt allfällige Ausnahmen bei Ihrer Gemeinde ab.
Ein Wärmepumpenboiler lässt sich ideal mit einer PV-Anlage kombinieren. In den Mittagsstunden, wenn die PV-Produktion am höchsten ist, kann der Boiler gezielt aufgeheizt werden. So wird Solarstrom sinnvoll im Haus genutzt statt ins Netz eingespeist.
Die Gesamtkosten liegen je nach Gerät, Boilergrösse und Installationsaufwand typischerweise zwischen CHF 3’000 und CHF 5’500 inkl. Einbau und Entsorgung des alten Geräts. Mit CHF 800 EKZ-Förderung und allfälligen kantonalen Beiträgen sinken die Nettokosten entsprechend. Ihr Installateur erstellt eine kostenlose Offerte.
Der Ersatz eines Boilers wird in der Regel durch einen Sanitär- oder Heizungsinstallateur durchgeführt. Dieser kann auch prüfen, ob ein Wärmepumpenboiler in Ihrem Gebäude geeignet ist.