Boiler wechseln, Förderung sichern

Im Kanton Zürich gilt bis 2030 eine Ersatzpflicht für zentrale Elektroboiler. Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer heisst das: frühzeitig planen und auf effizientere Lösungen umsteigen. Unterstützung bietet das EKZ-Förderprogramm für Wärmepumpenboiler.

Martina Bieler
29. April 2026
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Foto: Norbert Egli

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kanton Zürich verbietet zentrale Elektroboiler bis 2030.
  • Rund 60’000 bestehende Geräte müssen im Kanton ersetzt werden.
  • Wärmepumpenboiler gelten als deutlich effizientere und klimafreundlichere Alternative.
  • EKZ unterstützt den Ersatz von zentralen Elektroboilern mit einem Förderbeitrag von 800 Franken.

 

Der Kanton Zürich treibt die Energiewende im Gebäudebereich voran. Bis 2030 müssen bestehende Elektroheizungen ersetzt werden. Im gleichen Atemzug verbietet der Kanton auch zentrale elektrische Warmwasserboiler, die Wasser direkt mit Strom erhitzen. Anstelle von Elektroboilern müssen effizientere, klimafreundliche Alternativen zum Einsatz kommen.   

Grosses Potenzial in Wohnbauten  

Der Handlungsbedarf ist erheblich. Im Kanton Zürich sind schätzungsweise 60’000 Elektroboiler installiert. Viele davon sind vom Verbot betroffen. Besonders gross ist das Potenzial in Ein- und Mehrfamilienhäusern, wo zentrale Geräte oft seit Jahrzehnten laufen. Sie gelten als vergleichsweise ineffizient, da sie hochwertigen Strom direkt in Wärme umwandeln. Moderne Systeme wie Wärmepumpen-Boiler nutzen dagegen Umweltwärme und benötigen 50 bis 70 Prozent weniger elektrische Energie.

 

Für jeden förderberechtigten Wärmepumpenboiler trägt EKZ 800 Franken bei.  

Frühzeitig planen lohnt sich  

Für Eigentümerinnen und Eigentümer empfiehlt es sich, den Ersatz frühzeitig zu planen. So bleibt ausreichend Spielraum, um technische Optionen sorgfältig zu prüfen und Investitionen vorausschauend zu steuern. Energetische Sanierungen lassen sich dabei sinnvoll kombinieren, etwa mit einem Heizungsersatz oder der Installation einer Solaranlage. 

Förderprogramm für Wärmepumpenboiler  

Um den Umstieg zu erleichtern, hat EKZ ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Unterstützt werden Wärmepumpenboiler – das sind Wassererwärmer, die mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe betrieben sind –, die klar definierte Effizienzkriterien erfüllen. Für jedes berechtigte Gerät trägt EKZ einen Pauschalbeitrag von 800 Franken bei. Eine Übersicht der förderfähigen Modelle bietet die unabhängige Plattform topten.ch.   

Die Förderaktion läuft vom 1. April 2026 bis zum 31. Dezember 2027. Entscheidend ist das Datum der Inbetriebnahme: Die Geräte müssen innerhalb dieses Zeitraums installiert werden. Der Antrag lässt sich unkompliziert über die digitale Plattform der EKZ-Energieberatung einreichen. Dort können alle erforderlichen Angaben erfasst und die nötigen Dokumente hochgeladen werden.   

Programm mit Signalwirkung  

Das Förderprogramm ist Teil des umfassenden Beratungsangebots von EKZ. Seit Annahme des eidgenössischen Stromgesetzes gewinnen solche Effizienzmassnahmen zusätzlich an Bedeutung. Energieversorgungsunternehmen stehen in der Verantwortung, konkrete Beiträge zur Reduktion des Stromverbrauchs zu leisten. Mit gezielten Förderimpulsen schafft EKZ Anreize, um den energetischen Wandel im Gebäudebereich aktiv voranzutreiben.

Hier von 800 Franken profitieren