Die neue Solaranlage von EKZ auf dem Logistik-Areal Embraport erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 20 000 Quadratmetern. Dies entspricht der Grösse von ungefähr drei Fussballfeldern. Auf dieser riesigen Dachlandschaft erzeugen 9500 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von bis zu 4.5 Megawatt jedes Jahr rund 4 Gigawattstunden sauberen Strom – genug, um etwa 900 Vierpersonenhaushalte oder eine kleine Gemeinde von ungefähr 4000 Einwohnerinnen und Einwohnern während eines Jahres zu versorgen. Um diese bis dato grösste Solaranlage im Kanton Zürich zu realisieren, mussten rund 80 Kilometer Kabel verlegt, 280 Tonnen Ballastierungssteine gesetzt und 600 Kranzüge für den Materialtransport koordiniert werden.
Sauberer Solarstrom für die Region und nachhaltige Logistik
«Es macht uns stolz, dass wir hier brachliegende Dachflächen innerhalb von wenigen Monaten zur grössten Solaranlage im Kanton Zürich verwandelt haben. Damit stärken wir die Versorgungssicherheit mit lokalem, nachhaltigem Strom», freut sich Paul Sidler, Leiter Erneuerbare Energien bei EKZ. Das Solarkraftwerk im Embraport ist ein weiteres bedeutendes Engagement von EKZ, die erneuerbaren Energien in der Schweiz entlang der Eigentümerstrategie auszubauen.
Rund die Hälfte des erzeugten Stroms kommt den Kundinnen und Kunden von EKZ zugute. Die andere Hälfte wird direkt vor Ort für den Betrieb des Logistikzentrums Embraport genutzt. Der Embraport steht für eine moderne und nachhaltige Logistik. «Unsere Mieterinnen und Mieter profitieren von CO₂-freier Energie, die sie zu attraktiven Konditionen beziehen und so ihre Geschäfte nachhaltiger gestalten können. Das verschafft ihnen einen Pluspunkt am Markt. Gleichzeitig sehen wir grosse Chancen für die Elektromobilität, die besonders von lokal erzeugtem Solarstrom profitiert. Das verschafft uns zukünftig einen klaren Standortvorteil», erklärt Jean-Claude Maissen. Er ist CEO der Zürcher Freilager AG, die den Embraport besitzt und betreibt.
Zusätzliche Versorgungssicherheit dank Grossbatterie
Der Embraport erweitert derzeit seinen Gebäudepark. EKZ und die Zürcher Freilager AG führen Gespräche, die neu entstehenden Dachflächen ebenfalls mit Solarmodulen auszustatten. Der Zubau wäre substanziell und entspräche etwa einem Megawatt (+ 25 Prozent).
Zudem gibt es konkrete Pläne, auf dem Logistikareal eine Grossbatterie mit einer Kapazität von 2 MWh zu installieren. «Grossbatterien sind ein entscheidendes Puzzleteil in der zukünftigen Energielandschaft. Mit dem Speicher können wir den Eigenverbrauch im Embraport verbessern und die Versorgungssicherheit im Kanton Zürich nochmals deutlich erhöhen», sagt Paul Sidler. Denn durch die Zwischenspeicherung in der Batterie muss der Solarstrom nicht zum Zeitpunkt der Produktion verbraucht oder ins Netz eingespeist werden. Verbrauch und Einspeisung können flexibel und vor allem systemdienlich erfolgen – also dann, wenn die Nachfrage da ist. Die Nutzung dieser Flexibilität entlastet das Netz bei Engpässen und macht die Stromversorgung insgesamt resilienter.
Contracting-Modell von EKZ: komfortabel zu sauberem Solarstrom
EKZ wurde im August 2024 von der Zürcher Freilager AG mit der Realisierung der Solaranlage betraut. Entstanden ist sie im Rahmen des EKZ-Solar-Contractings – einem Modell, das Unternehmen den Einstieg in die Eigenstromproduktion besonders leicht macht. Interessierte Firmen müssen lediglich ihre Dachflächen zur Verfügung stellen. Um alles andere kümmert sich EKZ: Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Unterhalt. «Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das: kein Risiko, keine Investitionen und keinen Aufwand. Sie können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und profitieren trotzdem von sauberem Strom», erklärt Paul Sidler.