Dank ihnen fliesst der Strom zuverlässig

In der EKZ-Betriebsführungsstelle laufen rund um die Uhr alle Informationen für einen sicheren Netzbetrieb zusammen. Dispatcher wie Peter Jörg behalten den Überblick und sorgen dafür, dass bei Kundinnen und Kunden stets das Licht brennt.

Ingrid Diener
15. Juli 2026
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Dispatcher Peter Jörg und sein Team sorgen für einen sicheren Netzbetrieb. Bilder: Norbert Egli

14 Mitarbeitende, 24-Stunden-Betrieb, 17’000 Kilometer Stromnetz – das ist die EKZ-Betriebsführungsstelle (BFS). Sie hat ihre Büros in Dietikon und stellt von dort den Betrieb des Netzes im EKZ-Versorgungsgebiet sicher. Zwei Teams mit je sechs Personen arbeiten dafür im Schichtbetrieb und sorgen dafür, dass der Strom zuverlässig aus der Steckdose kommt. Teil davon ist Dispatcher Peter Jörg. Wir haben ihn eine Schicht lang begleitet.

13.30 Uhr

Peter Jörg startet seinen Arbeitstag um 13.30 Uhr mit der Schichtübergabe: Was ist bisher passiert? Was ist geplant? Wo ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich? Sein Kollege Alexander Milkau aus der Frühschicht fasst zusammen, Peter Jörg nimmt die wichtigsten Punkte auf. 

Am Arbeitsplatz loggt sich Peter Jörg in mehrere Programme ein. Sie machen den aktuellen Zustand des Netzes sichtbar. Redundanzen sind dabei zentral: Fällt ein System aus, bleibt der Überblick in einem zweiten gewährleistet. Auf den Bildschirmen erscheinen Leitungen, Schaltzustände und geplante Arbeiten – ein digitales Abbild dessen, was draussen im Versorgungsgebiet gerade passiert.
 

Schichtübergabe in der Betriebsführungsstelle
Schichtübergabe: Peter Jörg nimmt die Pendenzen seines Kollegen aus der Frühschicht entgegen.

14 Uhr

Im Moment ist es ruhig. Peter Jörg prüft die anstehenden Arbeiten, gleicht Meldungen ab und koordiniert Schaltungen im Mittelspannungsnetz. Dabei werden Leitungen so umgeschaltet, dass die Fachpersonen vor Ort sicher arbeiten können – zum Beispiel an einem Unterwerk. Die Stromversorgung läuft dann über andere Wege weiter. «Kundinnen und Kunden spüren also in der Regel nichts von unseren Arbeiten», sagt Peter Jörg. «Nur selten kommt es vor, dass geplante Vorhaben einen Stromunterbruch zur Folge haben. Dann werden die betroffenen Kundinnen und Kunden frühzeitig per Brief informiert.

Kundinnen und Kunden spüren in der Regel nichts von unseren Arbeiten

Die Karte des Kantons Zürich im Überblick
Das Versorgungsgebiet stets im Überblick
Der Schichtplan der Betriebsführungsstelle
14 Mitarbeitende teilen sich die Schichten untereinander auf.
Die Ampel zeigt die Dringlichkeit des Alarms an.
Die Ampel zeigt die Dringlichkeit des Alarms an.

16 Uhr

Es ist Zeit für eine kurze Kaffeepause. Diese erfolgt meist am Arbeitsplatz. Denn auch wenn es gerade still ist, in der BFS kann sich die Lage jederzeit ändern. Kommt es zu einem Stromausfall – etwa aufgrund eines Schadens an einer Leitung – muss rasch gehandelt werden: Was ist passiert? Welche Teams sind unterwegs? Welche Kundinnen und Kunden sind betroffen? Auf welchen Kommunikationskanälen werden sie informiert? In solchen Momenten sind Peter Jörg und seine Kolleginnen und Kollegen Drehscheibe zwischen den Fachpersonen im Feld, internen Stellen und bei Bedarf weiteren Partnern wie Blaulichtorganisationen. «Man muss ruhig bleiben», sagt Jörg. «Nur so schaffen wir es, den Kundinnen und Kunden Informationen zum Unterbruch bereitzustellen und den Strom rasch wieder fliessen zu lassen.»

Drei Mitarbeitende sind aktuell im Einsatz.
Peter Jörg verschafft sich einen Überblick über die geplanten Arbeiten.

17 Uhr

Das Telefon klingelt alle paar Minuten. Die Kolleginnen und Kollegen in den Unterwerken machen Feierabend und melden sich bei Peter Jörg ab. Die BFS weiss, wer in welchem der 45 Unterwerke vor Ort ist. Die Mitarbeitenden vor Ort sind verpflichtet, sich bei der BFS abzumelden, sobald sie das Unterwerk verlassen.

Am Telefon ist Peter Jörg auch mit Kundinnen und Kunden. Diese melden sich etwa bei einem Stromunterbruch. Liegt tatsächlich eine grössere Störung vor, klingelt das Telefon ununterbrochen. In solchen Fällen werden die Kundinnen und Kunden per Bandansage über die Situation aufgeklärt. So bleiben die Leitungen für die Einsatzkoordination frei.
 

Wenn wir unsere Arbeit gut machen, steht der Strom zuverlässig zur Verfügung – jeden Tag, rund um die Uhr

21.30 Uhr

Zum Schichtende übergibt Peter Jörg an den nächsten Dispatcher – die Leitstelle schläft nie. Was bleibt, ist ein Moment zum Durchatmen. «Ich mag es, die Drehscheibe für Lösungen zu sein», sagt er. «Und ich weiss: Wenn wir unsere Arbeit gut machen, steht der Strom zuverlässig zur Verfügung – jeden Tag, rund um die Uhr.