Hauptkraftwerk Dietikon

Hauptkraftwerk Dietikon

Das bisherige Hauptkraftwerk Dietikon war ein Laufwasserkraftwerk mit zwei vertikalachsigen Kaplanturbinen von Escher Wyss, das in den 1930er Jahren gebaut wurde. Ein Vertikalrechen verhinderte das Einlaufen von Schwemmmaterial in die Turbinen. Linksufrig neben dem Maschinenhaus befand sich eine Kahnrampe für die Bootsübersetzung von Langschiffen bis 17 Meter Länge.

Im Rahmen der Konzessionserneuerung wurde das Hauptkraftwerk in Dietikon erneuert. Das Maschinenhaus ist in einem guten Zustand und musste darum nur saniert werden. Die grossen Bauarbeiten beschränkten sich auf die Abbruch- und Betonarbeiten für die beiden Maschinengruppen (Turbinen und Generatoren) und den dazugehörigen Nebeneinrichtungen. Die bestehendenTurbinen wurden durch zwei fischfreundliche Kaplanturbinen modernster Bauart ersetzt. Dazu mussten auch die Saugrohre teilweise angepasst werden.

Anstelle des bestehenden Vertikalrechens wurde beim Kraftwerkeinlauf zudem ein fischfreundlicher horizontaler Feinrechen mit 20 Millimeter Stababstand erstellt. Mit einer Fläche von knapp über 200 Quadratmetern realisierte die EKZ hier den grössten Hoizontalrechen im deutschsprachigen Raum (Stand August 2019). Über den zu einem Bypass umgebauten ehemaligen Eiskanal ist damit im Anschluss an den schräg gestellten Horizontalrechen der Fischabstieg sicher gestellt.

Auf der linken Kanalseite wurde unter der heutigen Kahnrampe ein neuer Fischaufstieg in Form eines Multistruktur-Schlitzpasses vom Typ enature erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die Kahnrampe vollständig erneuert.

Während der Bautätigkeit wurde der Oberwasserkanal des Kraftwerks komplett trocken gelegt. Die darin lebenden Fische wurden beim Entleeren sorgfältig ausgefischt. Mit dieser Massnahme konnten die Bauarbeiten beschleunigt und damit die Beeinträchtigungen der Umwelt reduziert werden. 

Video Hauptkraftwerk
Video Laufrad

Dotierkraftwerk

Dottierkraftwerk Dietikon

Beim Wehrsporn wurde ein Dotierkraftwerk gebaut. Es liegt 65 Meter nach dem Wehr und erstreckt sich quer darüber. Es gibt dem Limmatabschnitt nach dem Wehr einen Teil des Wassers zurück. Dies begünstigt die Flora und Fanua in diesem Gewässerabschnitt.

Als Turbine ist beim Dotierkraftwerk eine fischfreundliche Kaplan-Rohrturbine mit horizontaler Achse eingebaut. Ein horizontaler Feinrechen vor dem Kraftwerkseinlauf sorgt dafür, dass keine grösseren Fische in die Turbine gelangen. Diese sollen so in Richtung Hauptkraftwerk wegschwimmen, wo sich die Fischabstiegshilfe befindet. Das Dotierkraftwerk erhielt zudem eine eigene Fischaufstiegshilfe in Form eines Multistruktur-Schlitzpasses vom Typ e-nature. 

Das Kraftwerksgebäude befindet sich zum grossen Teil unter der Erde. Damit wurde bewusst die Beeinträchtigung des heutigen Erscheinungsbilds möglichst gering gehalten. Ausserdem können Störungen der angrenzenden Bevölkerung aus dem Betrieb des Kraftwerks so auf ein Minimum reduziert werden. 

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