Hauptkraftwerk Dietikon

Hauptkraftwerk Dietikon

Das bestehende Hauptkraftwerk Dietikon ist ein Laufwasserkraftwerk mit zwei vertikalachsigen Kaplanturbinen von Escher Wyss, das in den 1930er Jahren gebaut wurde. Ein Vertikalrechen verhindert das Einlaufen von Schwemmmaterial in die Turbinen. Linksufrig neben dem Maschinenhaus befindet sich eine Kahnrampe für die Bootsübersetzung von Langschiffen bis 17 Meter Länge.

Im Rahmen der Konzessionserneuerung wird von Mai 2018 bis Oktober 2019 das Hauptkraftwerk in Dietikon erneuert. Das Maschinenhaus ist in einem guten Zustand und muss darum nur saniert werden. Die grossen Bauarbeiten beschränken sich auf die Abbruch- und Betonarbeiten für die beiden Maschinengruppen (Turbinen und Generatoren) und den dazugehörigen Nebeneinrichtungen. Die bestehendenTurbinen werden durch zwei fischfreundliche Kaplanturbinen modernster Bauart ersetzt. Dazu müssen auch die Saugrohre teilweise angepasst werden.

Anstelle des bestehenden Vertikalrechens wird beim Kraftwerkeinlauf zudem ein fischfreundlicher horizontaler Feinrechen mit 20 Millimeter Stababstand erstellt. Mit einer Fläche von knapp über 200 Quadratmetern realisieren die EKZ hier den grössten Hoizontalrechen der Schweiz. Über den zu einem Bypass umgebauten ehemaligen Eiskanal ist damit im Anschluss an den schräg gestellten Horizontalrechen der Fischabstieg sicher gestellt.

Auf der linken Kanalseite wird unter der heutigen Kahnrampe ein neuer Fischaufstieg in Form eines Multistruktur-Schlitzpasses vom Typ enature erstellt. Aus diesem Grund wird auch die Kahnrampe vollständig erneuert.

Während der Bautätigkeit wird der Oberwasserkanal des Kraftwerks für zirka 6 Monate komplett trocken gelegt. Die darin lebenden Fische werden beim Entleeren sorgfältig ausgefischt. Mit dieser Massnahme können die Bauarbeiten beschleunigt und damit die Beeinträchtigungen der Umwelt reduziert werden. 

Dotierkraftwerk

Dottierkraftwerk Dietikon

Beim Wehrsporn wird von Februar 2018 bis Oktober 2019 ein Dotierkraftwerk gebaut. Es kommt 65 Meter nach dem Wehr zu liegen und erstreckt sich quer darüber. Es gibt dem Limmatabschnitt nach dem Wehr einen Teil des Wassers zurück. Dies begünstigt die Flora und Fanua in diesem Gewässerabschnitt.

Als Turbine wird beim Dotierkraftwerk eine fischfreundliche Kaplan-Rohrturbine mit horizontaler Achse eingebaut. Ein horizontaler Feinrechen vor dem Kraftwerkseinlauf sorgt dafür, dass keine grösseren Fische in die Turbine gelangen. Diese sollen so in Richtung Hauptkraftwerk wegschwimmen, wo sich die Fischabstiegshilfe befindet. Das Dotierkraftwerk erhält zudem eine eigene Fischaufstiegshilfe in Form eines Multistruktur-Schlitzpasses vom Typ e-nature. 

Das Kraftwerksgebäude befindet sich zum grossen Teil unter der Erde. Damit wurde bewusst die Beeinträchtigung des heutigen Erscheinungsbilds möglichst gering gehalten. Ausserdem können Störungen der angrenzenden Bevölkerung aus dem Betrieb des Kraftwerks so auf ein Minimum reduziert werden. 

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