EKZ Insel

Die Wachholderdrossel nistet auf der Insel. (Bild: Frankie Fouganthin/Wikimedia)

Die EKZ Insel gehört zum Naturschutzgebiet der Dietiker und Geroldswiler Auen. Flora und Fauna sind dort aussergewöhnlich. Zwanzig verschiedene Vogelarten brüten auf der Insel.

Zwei von ihnen, der Mittelspecht und die Wachholderdrossel, befinden sich auf der roten Liste der potenziell gefährdeten Vögel. Weitere 16 sind geschützte Arten, wie etwa Zaunkönig, Sumpfmeise, Rotkelchen, Mönchsgrasmücke, Graureiher und verschiedene Spechte.

Der Graureiher. 
Foto: Tobias Liechti, Naturschutzbeauftragter Dietikon.

Der Auenwald  erhielt auf der Nordseite der Insel einen Nebenarm der Limmat. Damit wurde ein charakteristisches Element der ehemaligen Limmataue wiederhergestellt.

Die linksseitige Uferauflandung und der Inselspitz beim Steg wurden abgetragen und das Ufer neu strukturiert. Neu gilt Betreten verboten für das Naturschutzgebiet: Der Weg der Limmat entlang wurde in diesem Abschnitt aufgehoben. 

Ein gern gesehener Gast: Der Biber. Foto: Philippe Keiser.

Es wurden u.a. ideale Bedingungen für den Eisvogel und die Gartengrasmücke geschaffen – beides gefährdete Vogelarten. Aber auch gefährdete Libellen wie die Gemeine Keiljungfer, die Kleine Zangenlibelle oder die Grüne Keiljungfer sollen dort neu heimisch werden.

Ausserdem wurden schon erste Biber gesichtet und in der Umgebung ist die rot gelistete Ringelnatter anzutreffen. 

Neuer Steg

Um weiterhin einen Spazierweg der Limmat entlang zu ermöglichen, wurde ein Holzsteg erstellt, der den Unterwasserkanalweg mit der Fachwerkbrücke verbindet.

Der Steg hat limmatseitig eine hohe Wand, um die seltenen Vögel vor Störungen zu schützen. Beobachtungsschlitze in der Wand ermöglichen aber Einblicke.  

Uferaufwertung

Limmatufer

Die Nase befindet sich auf der Liste der potenziell gefährdeten Arten. (Bild: André Karwath/Wikimedia)

Die Limmat war im Staubereich des Kraftwerks Dietikon stark kanalisiert. Naturnahe Ufer, unterschiedliche Strömungen und Kiesbänke fehlen weitgehend. Wasserpflanzen, Fische, Vögel, Reptilien und Säugetiere fanden darum wenig Lebensraum. Dennoch wächst vereinzelt die gefährdete Wasser-Sumpfkresse oder die Schwanenblume im Staubereich. Auch die geschützte Gelbe Schwertlilie kommt vor. 25 Fischarten wurden zudem gefunden. Darunter auch vier, die auf der Roten Liste der potenziell gefährdeten Arten stehen: Nase, Aal, Schneider und Äsche.

Im Rahmen der ökologischen Massnahmen wurde das Ufer der Limmat vor und nach dem Stauwehr über weite Strecken naturnah gestaltet.

Dazu wurden die Ufer abschnittsweise abgeflacht, steiler gemacht, mit Kiesbänken ausgestattet oder mit gruppierten Blocksteinen neu gestaltet. 

Fischwanderung

Fischtreppe beim Hauptkraftwerk

Ein Multistruktur-Schlitzpass des Typs e-nature. 

Das Kraftwerk Dietikon hatte bisher nur eine Fischaufstiegshilfe beim Wehr. Diese ist älterer Bauart, wird von den Fischen aber gut genutzt und darum saniert und belassen. Im Rahmen der Konzessionserneuerung erhielten die Fische zwei weitere Aufstiegshilfen: eine beim Hauptkraftwerk und eine beim Dotierkraftwerk.

Die zwei neuen Aufstiegshilfen wurden beim erneuerten Hauptkraftwerk und beim Neubau des Dotierkraftwerks erstellt. Beim Hauptkraftwerk verläuft die Aufstiegshilfe unter der Kahnrampe, beim Dotierkraftwerk über den Wehrspitz. In beiden Fällen ist die Aufstiegshilfe ein sogenannter Multistruktur-Schlitzpass vom Typ e-nature. 

Der Boden des Schlitzpasses wird mit Steinen belegt. 

Die Trennwände mit den Schlitzen zwischen den einzelnen Becken sind dabei so angeordnet, dass kleinere Becken und grössere Ruhebecken sich abwechseln. Diese sind zudem versetzt angeordnet, was zu einer geschwungenen Hauptströmung führt.

Die Aufstiegshilfe wurde aus Betonplatten konstruiert und der Boden mit grossen und kleinen kantigen Steinen belegt, um die Fliessgeschwindigkeit zu reduzieren. 

Fischtreppe beim Dotierkraftwerk

Die Fischtreppe beim Hauptkraftwerk befindet sich direkt unter der heutigen Kahnrampe. Sie hat zwei Einstiege. Der zweite liegt direkt bei den Kraftwerkausläufen.

Ein Lockstrom hilft den Fischen, den Einstieg zu finden. Beim Hauptkraftwerk befindet sich dieser zwanzig Meter flussabwärts vom Turbinenauslauf am linken Ufer.

Einen weiteren Einstieg in die Fischaufstiegshilfe gibt es direkt beim Kraftwerksauslauf. Dieser ist für jene Fische, die bis zu den Turbinenausläufen schwimmen und dann entlang des Hindernisses eine Aufstiegsmöglichkeit suchen. Der Ausstieg ist deutlich oberhalb des Kraftwerks.

Hauptkraftwerk: 20-Millimeter-Stababstand-Rechen.

Beim Dotierkraftwerk befindet sich der Einstieg vor der Strömung des Turbinenauslaufs am linken Limmatufer. Der Multistruktur-Schlitzpass wechselt danach von einer Seite des Kraftwerks zur anderen, damit sich der Ausstieg der Fische vor dem Einlauf in die Turbine befindet.

Beim Hauptkraftwerk wurde auch eine Fischabstiegsanlage mit dem grössten bisher in der Schweiz verbauten horizontalen Feinrechen erstellt. Dieser verfügt über einen 20-Millimeter-Stababstand und lenkt die Fische zum Bypass, welcher seitlich an den Turbinen vorbei ins Unterwasser führt. 

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