In der 6. Klasse der Primarschule Rossacker in Niederhasli beginnt der Tag mit einer einfachen Frage: «Wie können wir Strom produzieren?», fragt EKZ-Moderatorin Nele Meier in die Runde. Sofort gehen die Hände in die Höhe: «Mit der Sonne!», «Mit Wasser!», «Mit Wind!». «Und mit Atomstrom», ergänzt ein Schüler. Der Einstieg zeigt: Die Grundlagen sind da. Jetzt geht es ums Verstehen.
«Strom ist eigentlich nur ein anderes Wort für Elektrizität», erklärt Nele Meier. Es folgt eine Reise durch Energieformen wie Bewegungs-, Wärme- oder Strahlungsenergie. Anhand eines Wimmelbilds suchen die Schülerinnen und Schüler Beispiele für Energieumwandlungen und erkennen schnell Zusammenhänge: «Fahren ist welche Art von Energie?», fragt EKZ-Moderatorin Nati Heeb. «Bewegungsenergie», sind sich alle einig.
Vom denken zum ausprobieren
Schon bald wird es praktisch: Kabel, Handgeneratoren und kleine Verbraucher liegen bereit. Ziel ist es, einen geschlossenen Stromkreis zu bauen, damit das Lämpchen leuchtet oder sich der Ventilator dreht. Einige Gruppen finden schnell den Dreh, andere tüfteln länger. «Am besten nehmen wir nochmals alles auseinander», sagt ein Schüler entschlossen und startet neu. Der starke Praxisbezug begeistert Klassenlehrerin Lea Fawaz. «Das ist das erste Mal, dass ich mit einer Klasse am EKZ-Programm teilnehme», sagt sie und stellt fest: «Sobald sie selbst etwas ausprobieren können, sind sie mit voller Aufmerksamkeit dabei.» Und siehe da: Selbst in der Pause wird weitergearbeitet, bis das Lämpchen endlich leuchtet.