Helm auf, Zukunft an

Auf dem Dach der Berufswahlschule Bezirk Horgen wurde geschraubt, gelacht und gelernt. Der Impact Day zeigte eindrücklich, wie sich Berufswahl, Klimaschutz und praktische Arbeit dank der Unterstützung aus dem EKZ-Fonds miteinander verbinden lassen.

Martina Bieler
10. Februar 2026
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Foto: Sophie Stieger

Kein regulärer Stundenplan, kaum Schulbank. Stattdessen: Helm auf, Handschuhe an und rauf aufs Dach. An der Berufswahlschule Bezirk Horgen (BWS) fand der Unterricht für einmal auf spezielle Weise statt. Die Schülerinnen und Schüler verliessen das Klassenzimmer und montierten auf dem eigenen Schulhaus im Rahmen des Programms «Klimaschule» von Myblueplanet eine Solaranlage.  

Praxis trifft Perspektive 

Der «Impact Day Solarenergie» stiess bei der BWS auf offene Ohren. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler nicht nur in ihrer Berufswahl zu unterstützen, sondern sie auch für nachhaltige Themen zu sensibilisieren. Gemeinsam mit Fachleuten installierten die Jugendlichen 171 Solarpanels. Die Anlage liefert künftig rund 73’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. 

Neben den Arbeiten auf dem Dach drehte sich auch im Klassenzimmer alles um das Thema Energie. Berufsbildungs-Spezialistinnen und -Spezialisten von EKZ und EKZ Eltop gaben Einblicke in die Energiewelt und stellten die Berufe Elektroinstallateur:in und Netzelektriker:in vor. Fachrichtungen, die künftig dafür sorgen, dass der auf dem Schulhausdach produzierte Solarstrom effizient genutzt wird. 

Foto: Sophie Stieger
Foto: Sophie Stieger
Foto: Sophie Stieger
Foto: Sophie Stieger

Eine Erfahrung, die bleibt 

Die praktische Arbeit auf dem Dach hinterliess einen bleibenden Eindruck. Schüler Ali spürte die Arbeit in den Armen: «Ich habe gelernt, dass man körperlich fit sein muss und dass Teamwork sehr wichtig ist.» Auch Roni zeigte sich von der ungewohnten Unterrichtsform begeistert: «Die Installation finde ich recht cool.»  

Neben der körperlichen Arbeit stand für die Jugendlichen der Einblick in mögliche Berufsfelder im Mittelpunkt. Für Schülerin Anastasia war der Tag eine besonderes Erlebnis: «An der Solarenergie finde ich toll, dass man sauber Energie produzieren kann.» Schülerin Dali schätzte insbesondere den direkten Austausch mit den Fachleuten: «Dass heute Berufsbildner aus der Solarbranche hier waren, ist wichtig. Sie zeigten uns, was uns erwartet, wenn wir uns für so einen Beruf entscheiden.» 

Der Impact Day war damit weit mehr als ein Projekttag. Er zeigte, wie sehr Jugendliche für Solarenergie zu begeistern sind. Schritt für Schritt, Panel für Panel.

Ermöglicht wurde das Projekt unter anderem durch den EKZ-Fonds, der den Bau der Solaranlage in Horgen mit 24’500 Franken unterstützte. Der produzierte Solarstrom wird von der Schule so weit wie möglich selbst genutzt. Überschüssiger Solarstrom wird als Produkt «Generationenstrom» an die lokale Bevölkerung verkauft. Damit entsteht ein Kreislauf mit Nutzen für die Zukunft: Die Einnahmen aus dem Verkauf finanzieren neue Solaranlagen auf Zürcher Schulhausdächern.  

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