Der Klosterplatz Einsiedeln erstrahlt in neuem Glanz

Öffentliche Beleuchtung

Der Klosterplatz Einsiedeln erstrahlt in neuem Glanz

Eine Million Pflastersteine, insgesamt 90 Projektbeteiligte und zweieinhalb Jahre Bauzeit: Die Neugestaltung des Klosterplatzes Einsiedeln ist und bleibt noch eine Weile ein Mammutprojekt. Die Beleuchtung aber rund um den Platz vor dem imposanten Kloster hat EKZ gerade abgeschlossen.

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Nachts ist es auf dem Platz fast ganz dunkel. Raffiniert beleuchtet ragt nur das eindrückliche Klostergebäude in die Höhe. Dies ist das Resultat eines aufwändigen Beleuchtungsprojekts der Klostergebäude. Die Beleuchtung rund um den Platz dagegen hält sich zurück. 30 Kandelaber hat EKZ in den letzten Monaten aufgestellt und verkabelt. Letzte Woche wurde die letzte Leuchte nach einer intensiven und anspruchsvollen Bauphase installiert. «Die Neugestaltung des Klosterplatzes ist ein Projekt mit aussergewöhnlichen Ausmassen», erklärt David Weber, Bauaufseher bei EKZ. «Sowas macht man nur einmal im Leben», zeigt er sich beeindruckt.

«So ein Projekt macht man nur einmal im Leben.» 

Der Klosterplatz Einsiedeln ist der bedeutendste Wallfahrtsort der Schweiz und wird seit Anfang 2018 in mehreren Etappen umfassend saniert. Ziel ist es, dem Platz seine ursprüngliche Strahlkraft zurückzugeben und gleichzeitig Kloster und Dorf auf harmonische Weise wieder miteinander zu verbinden. Die Grossbaustelle ist allerdings komplex, involviert sind etwa 90 Parteien. Zwischenzeitlich führten Differenzen zwischen der Denkmalpflege und Behindertenorganisationen gar zu einem Baustopp. «Von EKZ allein waren teilweise über acht Personen auf der Baustelle und mussten koordiniert werden, hinzu kamen die Installateure von EKZ Eltop», führt Weber aus. Seit gut zwei Jahren ist er in Einsiedeln voll involviert: Wie bei solchen Bauprojekten üblich, nutzte EKZ die Gelegenheit, sämtliche Stromleitungen zu sanieren und leistungsstärkere Kabel einzuziehen. Ausserdem wurde eine neue Verteilkabine gestellt und eine öffentliche Ladeinfrastruktur aufgebaut. Derzeit stehen zwei Ladestationen bereit, erweiterbar auf bis zu neun Zapfsäulen. Pro Säule können von je vier Parkplätzen aus Elektroautos geladen werden.

Der Kandelaber wird auf dem Klosterplatz vom Lastwagen gehoben.
Die Monteure ziehen die Kabel ins Rohr ein.
Die LED-Leuchter werden an den Kandelabermast montiert.
Der Lichtmast wird aufgestellt...
... und mit Sand im zuvor vorbereiteten Fundament verankert.
Die Beleuchtung rund um den Klosterplatz genügt höchsten Ansprüchen an die Ästhetik...
... und die Sicherheit.

Lichtwirkung, Infrastruktur und Gestaltung

Die Elektrotankstellen sind genauso wie die neue Beleuchtung Teil eines Smart-City-Konzepts, welches von Jörg Haller und seinem Team geplant und begleitet wurde. «Wir hoffen, dass dieses zu einem späteren Zeitpunkt noch vollumfänglich umgesetzt wird», erklärt Haller, Leiter öffentliche Beleuchtung und Smart City bei EKZ. Vorerst realisiert wurde die neue Platzbeleuchtung mit dreissig Kandelabern, die rund um den Platz montiert wurden. Die Leuchten erfüllen in erster Linie höchste Ansprüche an die Ästhetik. «Sie sollten natürlich gut aussehen und schönes Licht geben, aber auch die unterschiedlichen Beleuchtungsbedürfnisse in jeder Situation erfüllen.» Will heissen: In den Bereichen, wo Autos verkehren oder an Zebrastreifen, gelten andere Ansprüche an die Beleuchtung als beispielsweise auf Fusswegen oder in Begegnungszonen. Die spezifischen Befürfnisse erfüllen die auf den ersten Blick identischen Kandelaber dank unterschiedlicher optischer Bauelemente.

Da war natürlich eine sorgfältige Planung der Montage verlangt, damit auch an jeder Stelle die richtige Leuchte zu stehen kommt. Aber nicht nur deswegen war bei den Arbeiten besondere Vorsicht geboten: «Im Boden befinden sich im und um den Klosterplatz unzählige Werkleitungen und Leerrohre», führt Bauaufseher Weber aus. So sind über den ganzen Platz Installationen vorbereitet, die für die zahlreichen Veranstaltungen auf dem Platz benötigt werden. Beispielsweise fürs Welttheater, welches 2021 wieder stattfinden wird, kann schnell und einfach auf diese Infrastruktur zugegriffen werden. Installiert wurde das Ganze von der EKZ-Tochter EKZ Eltop, die seit vielen Jahren in Einsiedeln eine Filiale betreibt und sich mit Festinfrastruktur bestens auskennt.

Seit dieser Woche ist also das zweitletzte Teilstück der Platzsanierung geschafft. Das Kernstück der Neugestaltung des Klosterplatzes, der so genannte Platz im Platz, soll bis 2022 fertiggestellt werden. David Weber resümiert: «Die vielen Projektbeteiligten und das Bauen an einer solch exponierten Lage waren sehr anspruchsvoll. Aber ein solches Projekt ist gleichzeitig etwas ganz Besonderes.»