Vom Tauchlehrer zum Elektroinstallateur

Vom Tauchlehrer zum Elektroinstallateur

Christian Auinger hat beruflich auf vielen Hochzeiten getanzt: Bevor er sich mit 42 Jahren entschloss, eine Ausbildung zum Elektroinstallateur bei EKZ Eltop zu absolvieren, arbeitete er als Automechaniker, Tauchlehrer und Clubbetreiber.

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Neue berufliche Herausforderungen ziehen sich wie ein roter Faden durch Christian Auingers Leben. Vor rund 30 Jahren schloss er die Lehre zum Automechaniker ab und betrieb mehrere Jahre eine eigene Werkstatt, bevor er ein erstes Mal umsattelte: In Sizilien liess sich der gebürtige Winterthurer zum Tauchlehrer ausbilden und verbrachte dort sowie in Ägypten mehrere Sommer. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz orientierte sich Auinger neu: Er übernahm Autorückführungen für eine Versicherung in Europa, betrieb in Winterthur einen Club, beteiligte sich danach am Restaurant Sternen in Zürich Oerlikon und kehrte schliesslich wieder zum handwerklichen Gewerbe zurück. «Jede berufliche Station hat mich persönlich weitergebracht; es hat sich immer wieder eins nach dem anderen eingefügt – durch die handwerkliche Tätigkeit fand ich wieder zurück zu meinen Wurzeln.» Auinger war überall dort, wo es etwas zu tun gab. Im Sommer 2012 gab es das auch bei EKZ Eltop in Elgg: Christian Auinger wurde zuerst für zwei Wochen als Aushilfe eingestellt und entschied sich schliesslich dafür, eine Lehre als Elektro-installateur EFZ zu machen.

 

«Elektrizität ist mein Element. Die Chance, dass ich als Elektroinstallateur pensioniert werde, ist gross.»
 

Eine Portion Humor braucht es schon

EKZ Eltop unterstützte ihn in seinen Plänen, damit er die dreijährige Ausbildung auch finanziell stemmen konnte. «Der Entscheid war sicher etwas unkonventionell. Aber ich habe mich schon immer für Elektrizität interessiert, es lag für mich auf der Hand, mich in diesem Bereich weiterzuentwickeln», erklärt der heute 45-Jährige. Der älteste Stift im Betrieb zu sein, war nichts Aussergewöhnliches. Die Arbeitskollegen schätzten Auingers Erfahrung. «Als ich allerdings das erste Mal auf der Schulbank sass, habe ich mich schon in den Arm gekniffen, um zu schauen, ob das wirklich gerade alles passiert», so Auinger. Aber: «Wenn man fast gleich alt ist wie der Lehrer, muss man das mit einer Portion Humor nehmen.» Im vergangenen Sommer schloss Auinger seine Lehre – wohl als ungewöhnlichster Diplomand – ab. Den Entschluss, mit 42 diesen Schritt gewagt zu haben, bereut er keine Sekunde: «Diese Entscheidung war eine der besten meines Lebens.» Er schätzt die beruflichen Perspektiven und bildet sich nun weiter zum Sicherheitsberater. «Elektrizität ist mein Element. Die Chance, dass ich als Elektroinstallateur pensioniert werde, ist gross.»