Daheim in zwei Kulturen

Persönlich

Daheim in zwei Kulturen

Schweizerische Genauigkeit und südländische Kontaktfreudigkeit – diese beiden Eigenschaften trägt André Cruz als Schweizer mit portugiesischen Wurzeln in sich. In seinem Job als Asset Manager Erneuerbare Energien braucht er beides.

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Ich verstehe gern die Welt und hätte mir auch ein Physikstudium vorstellen können. Aber damals, direkt nach der Schule, wusste ich noch nicht so genau, was ich dann später alles damit anstellen könnte. So habe ich mich für ein Studium der Maschineningenieurwissenschaften an der ETH Zürich entschieden. Mir war allerdings immer wichtig, mich möglichst breit aufzustellen, und so habe ich meinen Fokus auf Energieprozesse gelegt. Dazu gehörten auch Themen wie etwa Power Management oder wirtschaftliche Aspekte wie der Stromhandel in Europa.

Nach dem Studium habe ich dann in verschiedenen Bereichen gearbeitet, zum Beispiel in der Entwicklung und Auslegung von Wasserturbinen, in der Prozessentwicklung und zuletzt auch als Customer Development Manager und Projektleiter in der Pharmaindustrie. Das waren alles sehr spannende Herausforderungen, aber um ehrlich zu sein: Es befriedigte mich nicht vollends. Ich wollte eben nicht nur vor dem Computer sitzen, ich wollte Kontakt mit Menschen.

2017 suchte EKZ jemanden für das Portfolio Windkraft Portugal. Es gibt dort vier Anlagen, eine weitere ist im Bau. Ich habe portugiesische Wurzeln, das passte also perfekt zu mir! In diesem Job habe ich die optimale Verbindung all meiner Kompetenzen und Interessen gesehen. Im April 2018 konnte ich dann tatsächlich bei EKZ anfangen, als Asset Manager Erneuerbare Energien.

«Zwischen Portugal und der Schweiz zu arbeiten, ist für mich natürlich grossartig.» 

Obwohl ich angestellt bin, habe ich auch viel unternehmerische Verantwortung, denn ich bin Geschäftsführer der jeweiligen Projektgesellschaften. Als ich die Stelle antrat, war ich noch nicht mal 30-jährig, doch ich konnte mich anhand der Vorgaben gut an alles herantasten. Und ich habe von Beginn an sehr viel Unterstützung vom Team und meinen Vorgesetzten erfahren. Vor kurzem habe ich nun die Möglichkeit bekommen, als Projektleiter auch das PV-Projekt Cotovio in Portugal zu übernehmen. Das ist eine tolle Herausforderung.

Zwischen Portugal und der Schweiz zu arbeiten, ist für mich natürlich grossartig. Ich kann beide Sprachen perfekt und bin dadurch in beiden Kulturen daheim. Man kommt in Portugal zwar mit Englisch auch sehr gut durch. Aber dadurch, dass die Leute vor Ort wissen, dass ich Portugiese bin, habe ich einen viel besseren Zugang zu den Menschen.

Wo ich mich in einigen Jahren sehe? Ich wollte immer selbständig arbeiten können und Verantwortung übernehmen. Was das angeht, bin ich bei EKZ sehr glücklich. Ich kann hier noch immer sehr viel lernen und meinen Erfahrungsschatz vergrössern. Und ich hoffe, dass ich hier noch viele neue Herausforderungen bekomme.»