Eine sinnvolle Investition

Photovoltaikanlagen sind keine Frage der Weltanschauung, sondern ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung der Zukunft. Der Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker liefert den besten Beweis dafür: Er hat sein Einfamilienhaus entsprechend aufgerüstet.

Irene M. Wrabel
23. Juni 2020
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Bild: Sophie Stieger

Herr Regierungsrat Stocker, was war Ihre Motivation, sich für eine Photovoltaikanlage zu interessieren?

Meine Motivation war vielleicht etwas speziell. Ich bin grundsätzlich sehr an Innovationen und technischen Entwicklungen interessiert. Dazu verstehe ich eben auch etwas vom Bauen. Ich habe diese Diskus­sionen rund um die Energiewende aufmerksam verfolgt, und so war der Bau einer eigenen Photovoltaikanlage für mich eine spannende Sache. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es eine Investition auf 25 Jahre
hinaus ist.

Wann haben Sie sich dann letztlich dafür entschieden?

Wir haben im Frühling 2019 neue Dachfenster einbauen lassen und dann den Bau der Anlage geplant. Ich habe zuerst von EKZ eine Offerte erstellen lassen, das konnte man alles online machen. Als ich diese dann vorliegen hatte, fiel der Entscheid dafür. Es war mir wichtig, dass wir das vor unseren Sommerferien, die wir immer nach dem 1. August antreten, erledigt haben, und das hat auch alles gut funktioniert. Der Bau selbst war in einer Woche erledigt, die Inbetriebnahme hat nochmals zwei oder drei Tage gedauert. Im Juli 2019 wurde dann alles in Betrieb genommen.

Wie gross war der Aufwand, den Sie selbst dafür betreiben mussten?

Ich habe wenig Zeit und bin selten daheim, deshalb habe ich grossen Wert darauf gelegt, dass das ganze Projekt von der Offerte und der Planung über die ­Organisation und den Einbau bis hin zur Inbetriebnahme in einer Hand liegt. EKZ hat das voll­um­fänglich im Sinne eines Totalunternehmers übernommen, und das hat alles sehr gut geklappt. Ich musste selbst nichts mehr dazu beitragen.

Wie gross ist die bei Ihnen installierte Anlage?

Meine Photovoltaikanlage ist auf dem Ziegeldach unseres Einfamilienhauses montiert, sie hat eine Nennleistung von 11,1 Kilowattpeak. Wir nutzen die gewonnene Energie zum Eigenverbrauch, der Überschuss wird ins Netz eingespeist.

Hat sich Ihr Verbrauchsverhalten verändert?

Man schaut schon mehr darauf, welche Stromverbraucher man zu welcher Zeit nutzt. Auch meine Frau ist noch viel energiebewusster geworden als zuvor schon. Zum Beispiel wäscht sie vermehrt dann, wenn die Sonne scheint.  

Herr Regierungsrat Stocker, was war Ihre Motivation, sich für eine Photovoltaikanlage zu interessieren?

Meine Motivation war vielleicht etwas speziell. Ich bin grundsätzlich sehr an Innovationen und technischen Entwicklungen interessiert. Dazu verstehe ich eben auch etwas vom Bauen. Ich habe diese Diskus­sionen rund um die Energiewende aufmerksam verfolgt, und so war der Bau einer eigenen Photovoltaikanlage für mich eine spannende Sache. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es eine Investition auf 25 Jahre
hinaus ist.

Wann haben Sie sich dann letztlich dafür entschieden?

Wir haben im Frühling 2019 neue Dachfenster einbauen lassen und dann den Bau der Anlage geplant. Ich habe zuerst von EKZ eine Offerte erstellen lassen, das konnte man alles online machen. Als ich diese dann vorliegen hatte, fiel der Entscheid dafür. Es war mir wichtig, dass wir das vor unseren Sommerferien, die wir immer nach dem 1. August antreten, erledigt haben, und das hat auch alles gut funktioniert. Der Bau selbst war in einer Woche erledigt, die Inbetriebnahme hat nochmals zwei oder drei Tage gedauert. Im Juli 2019 wurde dann alles in Betrieb genommen.

Wie gross war der Aufwand, den Sie selbst dafür betreiben mussten?

Ich habe wenig Zeit und bin selten daheim, deshalb habe ich grossen Wert darauf gelegt, dass das ganze Projekt von der Offerte und der Planung über die ­Organisation und den Einbau bis hin zur Inbetriebnahme in einer Hand liegt. EKZ hat das voll­um­fänglich im Sinne eines Totalunternehmers übernommen, und das hat alles sehr gut geklappt. Ich musste selbst nichts mehr dazu beitragen.

Wie gross ist die bei Ihnen installierte Anlage?

Meine Photovoltaikanlage ist auf dem Ziegeldach unseres Einfamilienhauses montiert, sie hat eine Nennleistung von 11,1 Kilowattpeak. Wir nutzen die gewonnene Energie zum Eigenverbrauch, der Überschuss wird ins Netz eingespeist.

Hat sich Ihr Verbrauchsverhalten verändert?

Man schaut schon mehr darauf, welche Stromverbraucher man zu welcher Zeit nutzt. Auch meine Frau ist noch viel energiebewusster geworden als zuvor schon. Zum Beispiel wäscht sie vermehrt dann, wenn die Sonne scheint.  

Ich habe eine Investition gemacht, die ich persönlich sinnvoll ­finde.

Ich habe eine Investition gemacht, die ich persönlich sinnvoll ­finde.

Das Ein­familienhaus der Familie Stocker trägt jetzt auch zur Stromversorgung bei.
Das Ein­familienhaus der Familie Stocker trägt jetzt auch zur Stromversorgung bei.
Die PV-Anlage war in wenigen Tagen installiert. Durch die starke Dachneigung entsteht kaum Reinigungsaufwand.
Die PV-Anlage war in wenigen Tagen installiert. Durch die starke Dachneigung entsteht kaum Reinigungsaufwand.
Ernst Stocker, Regierungsrat des ­Kantons Zürich,  Vorsteher der Finanz­direktion
Ernst Stocker, Regierungsrat des ­Kantons Zürich, Vorsteher der Finanz­direktion

Ist die Anlage wartungsintensiv oder gab es bisher Störungen?

Die Anlage läuft störungsfrei, ich muss gar nichts machen. Wenn etwas nicht stimmen würde, würden das die Sensoren anzeigen. Sollte es tatsächlich Störungen geben, kann ich alles über eine smarte Steuerung kontrollieren. Da lassen sich auch alle Details wie die aktuelle Produktion oder der Verbrauch ablesen, das ist sehr praktisch. Wir müssen auch nichts reinigen, denn unser Dach hat eine starke Neigung, das heisst, dass durch den Regen auch Verschmutzungen abgewaschen werden und abfliessen.

Planen Sie noch weitere Umbaumassnahmen in Richtung Energieversorgung oder Heizung?

Wir haben eine Holzschnitzelheizung, die Warmwasserversorgung erfolgt bisher noch durch einen Elektro­boiler. Da wäre es sinnvoll, dass wir diesen ersetzen und das Wasser im Winter über die Heizung erwärmen. Im Sommer haben wir ja die Stromver­sorgung über die PV-Anlage, damit könnte man die Warmwasserversorgung ausserhalb der Heizperiode regeln. 

Ist die Anlage wartungsintensiv oder gab es bisher Störungen?

Die Anlage läuft störungsfrei, ich muss gar nichts machen. Wenn etwas nicht stimmen würde, würden das die Sensoren anzeigen. Sollte es tatsächlich Störungen geben, kann ich alles über eine smarte Steuerung kontrollieren. Da lassen sich auch alle Details wie die aktuelle Produktion oder der Verbrauch ablesen, das ist sehr praktisch. Wir müssen auch nichts reinigen, denn unser Dach hat eine starke Neigung, das heisst, dass durch den Regen auch Verschmutzungen abgewaschen werden und abfliessen.

Planen Sie noch weitere Umbaumassnahmen in Richtung Energieversorgung oder Heizung?

Wir haben eine Holzschnitzelheizung, die Warmwasserversorgung erfolgt bisher noch durch einen Elektro­boiler. Da wäre es sinnvoll, dass wir diesen ersetzen und das Wasser im Winter über die Heizung erwärmen. Im Sommer haben wir ja die Stromver­sorgung über die PV-Anlage, damit könnte man die Warmwasserversorgung ausserhalb der Heizperiode regeln. 

Und wie sieht es im Bereich der Mobilität bei Ihnen aus, haben Sie vielleicht schon ein E-Auto oder wollen Sie sich eines anschaffen? 

Ich habe noch kein Elektroauto, aber ich überlege mir das schon langfristig. Gerade ein kleines Auto für kurze Strecken könnte sinnvoll sein. Für längere Strecken erfordert das noch mehr Planung der Fahrten, aber das wird sich zukünftig vermutlich auch ändern.

Sie sind ursprünglich Landwirt, den Hof führt nun Ihr Sohn. Haben Sie da allenfalls auch Pläne, eine PV-Anlage zu installieren?

Eine solche Anlage für den Landwirtschaftsbetrieb wäre für uns interessant, wenn der Bund die Einspeisevergütung wieder einführen würde. Wir warten ab, was da in Zukunft passiert.

Eine Frage an Sie als Finanzdirektor: Wie sieht das steuerlich aus, wenn man eine Photovoltaikanlage installiert?

Im Gegensatz zu manchen anderen Kantonen kann man im Kanton Zürich die Anlage vollständig von den Steuern abziehen. Der Eigenmietwert des Hauses ändert sich dadurch grundsätzlich nicht. Es gilt aber zu beachten, dass die Einspeisevergütung versteuert werden muss, der Eigenverbrauch hingegen natürlich nicht.

Sind Sie nun, nach fast einem Jahr, zufrieden mit Ihrem Entscheid für die Anlage?

Das Positive überwiegt für mich, ich bereue den Entscheid nicht. Man hat mich auch gefragt, ob ich als bürgerlicher Politiker jetzt plötzlich «ein Grüner» geworden wäre. Das bin ich natürlich nicht, aber ich habe eine Investition gemacht, die ich persönlich sinnvoll finde. Schade finde ich nur, dass die Förderung vom Bund bisher ausgeblieben ist. Unser Antrag wurde genehmigt, wir hatten alle Kriterien erfüllt. Doch ich habe den Bescheid bekommen, dass aktuell keine Mittel vorhanden sind, um diese Förderung auszuzahlen. Aber genau das wäre für viele eine Motivation, in diese Technologie zu investieren.  

Und wie sieht es im Bereich der Mobilität bei Ihnen aus, haben Sie vielleicht schon ein E-Auto oder wollen Sie sich eines anschaffen? 

Ich habe noch kein Elektroauto, aber ich überlege mir das schon langfristig. Gerade ein kleines Auto für kurze Strecken könnte sinnvoll sein. Für längere Strecken erfordert das noch mehr Planung der Fahrten, aber das wird sich zukünftig vermutlich auch ändern.

Sie sind ursprünglich Landwirt, den Hof führt nun Ihr Sohn. Haben Sie da allenfalls auch Pläne, eine PV-Anlage zu installieren?

Eine solche Anlage für den Landwirtschaftsbetrieb wäre für uns interessant, wenn der Bund die Einspeisevergütung wieder einführen würde. Wir warten ab, was da in Zukunft passiert.

Eine Frage an Sie als Finanzdirektor: Wie sieht das steuerlich aus, wenn man eine Photovoltaikanlage installiert?

Im Gegensatz zu manchen anderen Kantonen kann man im Kanton Zürich die Anlage vollständig von den Steuern abziehen. Der Eigenmietwert des Hauses ändert sich dadurch grundsätzlich nicht. Es gilt aber zu beachten, dass die Einspeisevergütung versteuert werden muss, der Eigenverbrauch hingegen natürlich nicht.

Sind Sie nun, nach fast einem Jahr, zufrieden mit Ihrem Entscheid für die Anlage?

Das Positive überwiegt für mich, ich bereue den Entscheid nicht. Man hat mich auch gefragt, ob ich als bürgerlicher Politiker jetzt plötzlich «ein Grüner» geworden wäre. Das bin ich natürlich nicht, aber ich habe eine Investition gemacht, die ich persönlich sinnvoll finde. Schade finde ich nur, dass die Förderung vom Bund bisher ausgeblieben ist. Unser Antrag wurde genehmigt, wir hatten alle Kriterien erfüllt. Doch ich habe den Bescheid bekommen, dass aktuell keine Mittel vorhanden sind, um diese Förderung auszuzahlen. Aber genau das wäre für viele eine Motivation, in diese Technologie zu investieren.  

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