Die Konzessionserneuerung nahm ein paar Umwege. Seit der Abstimmung am 25. November steht nun aber definitiv fest: EKZ wird den Bezirk Einsiedeln auch für die nächsten 25 Jahre mit Strom versorgen.

Am 25. November stimmte der Bezirk Einsiedeln mit 69,4 Prozent überaus deutlich dem neuen Konzessionsvertrag mit EKZ zu. «Wir sind natürlich zufrieden über diesen Ausgang. Damit nehmen intensive und zähe Verhandlungen ein gutes Ende», sagt Beat Kropf, neuer Geschäftsführer der EKZ Einsiedeln AG. Die Konzessionserneuerung ist auch die bevorzugte Lösung für EKZ. In den Verhandlungen, die seit 2011 andauerten, standen durchaus andere Szenarien im Raum, zum Beispiel der Verkauf der Infrastruktur an den Bezirk oder die Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft.

«Der Konzessionsvertrag ist für beide Seiten eine gute Lösung»
Daniel Bucher, VR-Präsident

Der Bezirk setzte mit der Konzessionserneuerung für weitere 25 Jahre auf EKZ als verlässlichen und bewährten Partner und wählte eine risikoarme Lösung für die Zukunft. «Es ist für alle Beteiligten ein gutes Gesamtpaket. Wir sind zufrieden, können wir die über 100-jährige Zusammenarbeit fortsetzen», sagt Kropf. Für die Netzregion Sihl ist der Bezirk Einsiedeln nicht unerheblich, macht er immerhin ein Viertel des gesamten Versorgungsgebiets der Netzregion aus.

Gewerbeverband unterlag mit Nein-Parole

Trotz der guten Vorzeichen war der Abstimmungsausgang mitnichten voraussehbar. An der Bezirksgemeinde Ende September wurde noch lange über die Höhe der Konzessionsabgabe diskutiert; am Ende wurde dennoch die Annahme der Vorlage empfohlen. Wegen der Höhe der Konzessionsabgabe war der Gewerbeverband gegen die Neukonzessionierung. Er konnte die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Ende aber nicht überzeugen.

Auch Daniel Bucher, VR-Präsident und früherer Geschäftsführer der EKZ Einsiedeln AG, zeigt sich erfreut: «Der neue Konzessionsvertrag ist für beide Parteien eine gute Lösung und ich freue mich, dass EKZ der zuverlässige Partner des Bezirks Einsiedeln für die nächsten 25 Jahre bleibt.»