Nicht nur darüber reden

Nicht nur darüber reden

Den eigenen Strom auf dem Hausdach produzieren – diesen Traum hat sich Familie Illi mit Hilfe der EKZ vor einem Jahr erfüllt. Zeit für eine erste Bilanz: Hat sich die Anlage bewährt und die Erwartungen erfüllt?

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Gegen 60 000 Photovoltaikanlagen (Stand: Ende 2016) gibt es in der Schweiz – und fast täglich werden neue verbaut. Denn immer mehr Hauseigentümer möchten selbst zu Stromproduzenten werden. Laut einer Studie im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Basel beabsichtigen 43,7 Prozent der Hausbesitzer, die heute noch keinen Solarstrom nutzen, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Thomas Illi, Familienvater aus Stallikon, hat diesen Vorsatz schon in die Tat umgesetzt. «Wir wollten die Sonne als Energiequelle nutzen und auch unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten, denn wir möchten nicht nur darüber sprechen, sondern auch etwas tun», sagt Illi. Auf seinem Dach haben ihm die EKZ 19 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von rund 31 Quadratmetern installiert. Seine Erfahrungen sind nach dem ersten Jahr durchwegs positiv: «Wir haben im Sommerhalbjahr mehr Strom produziert, als wir benötigten.»

«Als Stromproduzent macht man sich viel mehr Gedanken darüber, woher der Strom kommt – und wozu man ihn verbraucht.» Thomas Illi, Hausbesitzer mit Solaranlage
«Als Stromproduzent macht man sich viel mehr Gedanken darüber, woher der Strom kommt – und wozu man ihn verbraucht.» Thomas Illi, Hausbesitzer mit Solaranlage
In einer Lithium-Ionen-Batterie im Keller wird der nicht sofort verbrauchte Strom gespeichert.
In einer Lithium-Ionen-Batterie im Keller wird der nicht sofort verbrauchte Strom gespeichert.

Verbrauch steuern

Auch der prognostizierte spezifische Ertrag von 1031 Kilowattstunden hat sich in der Praxis bewahrheitet. Und Einsparungen beim Stromverbrauch konnte die Familie bereits verzeichnen. Diese führt Illi auf ein verändertes Bewusstsein im Umgang mit Stromverbrauchern zurück. «Wir überlegen uns jetzt viel mehr, wann wir zum Beispiel die Geschirrspülmaschine laufen lassen. Das machen wir dann, wenn die Sonne scheint und wir Strom produzieren.» Hilfestellung für den bewussteren Umgang leistet die einfachSolar-Steuerung, die beim EKZ Angebot inklusive ist. Sie schaltet Verbraucher wie etwa den Boiler automatisch ein, wenn die Anlage Strom produziert. Man kann von überallher online auf den persönlichen Account im einfachSolar-Portal zugreifen und hat so alle Werte jederzeit im Blick. Dazu lässt sich steuern, ob man mit überschüssigem Solarstrom zusätzliche Verbraucher aktiviert oder ob er in der Batterie für den späteren Verbrauch gespeichert werden soll.

Diese Speichermedien, moderne Lithium-Ionen-Batterien, bieten die EKZ mit Kapazitäten von 2,4 bis 24 Kilowattstunden an. In Stallikon ist man mit der derzeitigen Grösse von 4,4 Kilowattstunden zwar noch zufrieden, doch eine Erweiterung ist durchaus eine denkbare Option. Dazu möchte Thomas Illi aber erst noch weitere Erfahrungen mit seiner aktuellen Batterie sammeln. Mit der Steuerung kommt er sehr gut zurecht, jedoch würde er sich noch die Möglichkeit der Steuerung über eine App wünschen. «Ich nutze mein Mobiltelefon sehr viel und darüber ist das Portal, also die Website nicht optimal einsehbar.» Doch die Steuerung wird laufend weiterentwickelt – das dürfte also nur eine Frage der Zeit sein.

Viele Möglichkeiten zur Erweiterung

Bereits kurz nach der Installation hatte der Hausbesitzer eine Erweiterung der Anlage ins Auge gefasst. «In Zukunft wollen wir auch die Wärmepumpe und vielleicht eine Ladestation für ein E-Bike integrieren», sagte er vor einem Jahr. Hat er die Pläne bereits in die Tat umgesetzt? «Noch nicht, aber diese zwei Projekte sind nur zwischenzeitlich in der Schublade deponiert.» Dafür gibt es praktische Gründe: Was die Wärmepumpe angeht, so ist diese vom Hersteller her noch nicht so weit, dass sie problemlos in die Anlage integriert werden könnte. Und gegen die Installation einer Ladestation für das E-Bike spricht eigentlich nur die Tatsache, dass Thomas Illi eine sehr gute ÖV-Anbindung zu seinem Arbeitsplatz hat.

Bei Nachbarn und Freunden hat die Solaranlage auf Illis Hausdach bereits Interesse geweckt. Denen gibt er bereitwillig Auskunft, denn «wenn man sich die Hausdächer rundum anschaut, erkennt man bei vielen ein grosses Potenzial für Solarpanele». Vorteile sieht er vor allem auch darin, dass man sich als Stromproduzent viel mehr Gedanken darüber mache, woher der Strom eigentlich komme. «Und wo und wozu wir ihn wieder verbrauchen», ergänzt er.

Für die Energiezukunft

Mit der Beratung und Betreuung durch die EKZ ist die Familie sehr zufrieden. Eine durchwegs positive Bilanz also, die in Stallikon nach rund einem Jahr gezogen wird. Kann Thomas Illi die Solaranlage also weiterempfehlen? «Auf jeden Fall!» Und das nicht nur, weil sich das System positiv auf das Haushaltsbudget auswirkt. Ihm ist vor allem ein Aspekt wichtig: «Es ist schade, dass bei Neubauten nicht gleich eine entsprechende Anlage integriert wird. Denn so könnte die Energiewende angegangen werden.»

Bezüglich Grauer Energie schneiden Photovoltaikanlagen heute schon gut ab. Künftig könnten aber aufgrund dünner Zellen und optimierter Unterkonstruktion noch viel kürzere energetische Rückzahlfristen möglich sein.

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