Alles auf Kurs in der Zoo-Savanne

Alles auf Kurs in der Zoo-Savanne

Der Zoo Zürich baut eine grosse Savannen-Landschaft. Beim prestigereichen Projekt ist EKZ Eltop für die elektrischen Installationen verantwortlich. Auf der Grossbaustelle heisst es einen klaren Kopf bewahren.

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Es herrscht ein reges Treiben an diesem kühlen Morgen unterhalb des Zoos. Landschaftsgärtner pflanzen Bäume ein, Dekorationsspezialisten bauen künstliche Felsen, Arbeiter einen Unterstand. Es wird gebohrt, gehämmert…. Und mittendrin die Mitarbeitenden von EKZ Eltop. «Hier ist nichts nullachtfünfzehn», sagt Marco Meier. Die Lewa-Savanne ist der grösste Bau, den der 30-jährige Projektleiter bisher betreute. Und es ist ein Prestige-Projekt. Das Interesse ist enorm, auch innerhalb von EKZ Eltop.

«Hier ist nichts nullachtfünfzehn.» 

Auf mehr als vier Hektaren sollen hier künftig Giraffen, Nashörner, Zebras und einige andere Tiere (siehe Box) durch die Landschaft streifen. Für den Zoo Zürich ist die Lewa-Savanne die flächenmässig grösste Erweiterung, die je in Angriff genommen wurde. Noch lässt sich das Aussehen der fertigen Landschaft nur erahnen, doch das auffälligste Element sticht schon ins Auge: Die Affenbrotbäume ragen wie Riesen aus dem Boden. In Afrika wird ihnen oft eine mythische Funktion zugeschrieben. Hier werden die Bäume mit Hilfe moderner Kulissentechnik aus Spritzbeton nachgebaut – ähnlich, wie die künstlichen Felsen, die sich über das Gelände ziehen.

EKZ Eltop ist mit bis zu 15 Mitarbeitenden auf der Grossbaustelle tätig. «Hier musst du am Morgen jeweils gut überlegen, was du an Material aus der Baracke mitnehmen musst», sagt Marco Meier. Die Wege sind weit, Vergesslichkeit kostet Zeit. EKZ Eltop ist für die gesamte elektrische Erschliessung und die Installationen auf dem Gelände verantwortlich. Ställe und Kiosk brauchen Strom: für Licht, Heizung, Lüftung, Futterautomaten, Steckdosen und vieles mehr. Zudem werden über das ganze Gelände W-LAN-Sender verteilt – in den Affenbrotbäumen –, und in den Kunstfelsen wird eine Beleuchtung montiert. Technisch sei die Arbeit nicht schwieriger als anderswo, finden die Eltop-Monteure. Speziell sei, dass die Installationen mit Rücksicht auf Tiere und Besucher vorgenommen werden müssten. Das heisst, sie sollten möglichst wenig sichtbar sein und keine Gefahr darstellen.

«Die grösste Herausforderung ist die Dimension des Projekts.» 

«Die grösste Herausforderung ist aber die Dimension des Projekts», sagt Rafael Capelao, der stellvertretende Bauleiter. «Es gibt verschiedene Baustellen auf dem Gelände, das verlangt viel Koordination, vor allem beim Material. Ich bin viel unterwegs. Wenn ich an einem Ort bin, kommt plötzlich ein Anruf, dass ich anderswo helfen muss.» Da sei Flexibilität verlangt, sagt Capelao.
Doch insgesamt habe man alles unter Kontrolle und komme schnell vorwärts, da sind sich die Eltop-Mitarbeitenden einig. Die Zusammenarbeit mit den Bauleitern und den anderen Unternehmen funktioniere sehr gut, sagt Projektleiter Meier. Dass die Arbeiten so reibungslos vonstatten gehen, sei erstaunlich angesichts der Grösse des Projekts. 

Die Wege auf der Baustelle sind weit...
Die Wege auf der Baustelle sind weit...
... und, was bei einem Giraffenhaus zu erwarten ist, ...
... und, was bei einem Giraffenhaus zu erwarten ist, ...
... auch hoch.
... auch hoch.
Glenn Schwarzenbach ist einer von bis zu  15 Eltop-Mitarbeitern auf der Grossbaustelle.
Glenn Schwarzenbach ist einer von bis zu 15 Eltop-Mitarbeitern auf der Grossbaustelle.
Die Eltop-Monteure rund um Projektleiter Marco Meier (Mitte) koordinieren ihre Arbeiten.
Die Eltop-Monteure rund um Projektleiter Marco Meier (Mitte) koordinieren ihre Arbeiten.

Die künftigen Besucher werden sich entlang einer Geländekante bewegen und so einen guten Überblick über die Savanne haben. Für das Publikum gibt es neben Verpflegungs- und Picknickplätzen eine besondere Attraktion: Im Giraffenhaus kann man den grossgewachsenen Tieren auf Augenhöhe begegnen.
Es sei speziell, für den berühmten Zürcher Zoo zu arbeiten, sagen die EKZ-Mitarbeitenden. «Ich werde immer wieder gefragt, ob ich jetzt gratis den Zoo besuchen dürfe. Das ist aber natürlich nicht so», sagt Marco Meier schmunzelnd. 

Sie ist der dritte und flächenmässig grösste Meilenstein im Masterplan des Zoo Zürich.

Tiere: Giraffen, Grevyzebras, Breitmaulnashörner, Antilopen, Springböcke, Stachelschweine, Papageien, Straussen, Perlhühner, Nacktmulle, Hyänen, Erdmännchen und Riesengürtelschweife.

Bauzeit: 2017 – 2020

Zusammenarbeit: Lewa Wildlife Conservancy, ein Reservat und UNESCO-Weltnaturerbe in Kenia. Der Zoo Zürich unterstützt das Lewa-Reservat seit 1998 finanziell und ideell.

Beteiligung: EKZ Eltop wird mehr als 10 Kilometer Kabelleitungen verlegen, neun Gebäude mit Elektrizität versorgen und über 500 Leuchten montieren. Bisher waren acht EKZ-Abteilungen am Pojekt beteiligt.

Auftragsvolumen: CHF 4 Mio.