Geschäftsbericht 2024/25
Anspruchsvolles, aber erfolgreiches Geschäftsjahr

Geschäftsbericht 2024/25
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EKZ schliesst das Geschäftsjahr 2024/25 erfolgreich ab: Mit einem Gewinn von 186 Millionen Franken, Investitionen von über 100 Millionen Franken in die Netzinfrastruktur und einer hohen Versorgungssicherheit von 99,997 Prozent stärkt EKZ die Energiezukunft – zum Nutzen von Gemeinden und Kanton sowie Kundinnen und Kunden.
99.997%
Verfügbarkeit des EKZ-Netzes
Im Durchschnitt muss eine EKZ-Kundin bzw. ein EKZ-Kunde nur 16 Minuten pro Jahr auf die Energielieferung verzichten. Das ist deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 21 Minuten.
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GWh
Versorgung
Im Berichtsjahr wurden in der Schweiz 57'917 Gigawattstunden (GWh) Strom verbraucht. EKZ versorgte den Kanton Zürich mit 5565 GWh und transportierte damit rund 10 Prozent des gesamtschweizerischen Bedarfs.
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Mitarbeitende arbeiten bei der EKZ-Gruppe, darunter 164 Lernende.
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Millionen
wird EKZ an den Kanton und die direkt versorgten Gemeinden ausschütten.
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Solaranlagen wurden ins EKZ-Netz integriert.

«Anspruchsvolles, aber erfolgreiches Geschäftsjahr»

Im Interview blicken Rolf Schaeren, Präsident des Verwaltungsrats, und CEO Urs Rengel auf das Geschäftsjahr zurück. Sie erläutern die Gründe für das tiefere operative Ergebnis, ordnen die Marktbedingungen ein und geben Einblick in Innovationen und die Rolle von EKZ als Ausbildungsbetrieb.

Rolf Schaeren, Präsident des Verwaltungsrats (links) und CEO Urs Rengel (rechts)
Bild: Severin Jakob

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Wie ist das Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres zu bewerten?

Rolf Schaeren: Wir blicken auf ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches Jahr zurück. Mit einem Gewinn von 186 Millionen Franken hat EKZ erneut ein starkes Finanzergebnis erzielt. Getragen wurde dieses vor allem durch unsere strategischen Beteiligungen – allen voran an der Axpo. Vom guten Resultat profitieren auch die Kantone und die Gemeinden: Wir können über 46 Millionen Franken ausschütten – einiges mehr als im Vorjahr.

Stolz sind wir darauf, dass wir die Versorgungssicherheit auch in diesem Jahr jederzeit gewährleisten konnten. Mit einer Quote von 99,997 Prozent gehören wir weiterhin zu den zuverlässigsten Energieversorgern der Schweiz. Dahinter stecken viel Arbeit und hohe Investitionen in den Um- und Ausbau des Netzes. Wir investierten im letzten Geschäftsjahr 102 Millionen Franken in die Netzinfrastruktur. Das sind etwa zwei Millionen pro Woche.

Wieso liegt das operative Ergebnis unter dem Vorjahr?

Urs Rengel: Hauptgrund für den tieferen EBIT von rund 19 Millionen waren äussere Einflüsse, insbesondere die deutlich geringere Produktion aus Windkraft im Ausland. In Deutschland und Frankreich lagen die Windstunden 20 bis 30 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Das hat sich im aktuellen Jahr negativ auf die Erträge ausgewirkt. Über den langjährigen Verlauf betrachtet – und bei solchen Investitionen braucht es immer eine langfristige Sicht – bleiben die Anlagen jedoch rentabel.

Rolf Schaeren: Weitere Gründe liegen in unseren Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Inland sowie dem Wandel hin zum modernen Energiedienstleister. Diese sind für den zukünftigen Erfolg ein Muss, belasten aber kurzfristig das operative Ergebnis.

EKZ treibt Innovationen voran. Welche Entwicklungen standen im Fokus?

Rolf Schaeren: Besonders stolz sind wir auf unsere Projekte im Inland, etwa die Teilinbetriebnahme der ersten alpinen Freiflächen-PV-Anlage der Schweiz, Madrisa Solar, oder den Bau der grössten Solaranlage des Kantons Zürich in Embrach. Auch die geplanten Windmessungen im Kanton Zürich sind ein wichtiger Schritt. Diese Projekte leisten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Erreichung der Klimaziele. Ausserdem konnten wir als erster Energieversorger dynamische Tarife für 2026 ankündigen und machen damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft.

Welche Rolle spielten die Marktbedingungen im Berichtsjahr?

Urs Rengel: Die Nachfrage nach Solar, Wärme und E-Mobilität war durch das Marktumfeld tatsächlich belastet. Dennoch haben wir unsere Ziele grösstenteils erreicht. Besonders erfreulich war die positive Entwicklung im Wärmebereich, während die Bereiche Solar und E-Mobilität weiterhin anspruchsvoll bleiben.

Welchen Stellenwert hat die Ausbildung junger Fachkräfte bei EKZ?

Urs Rengel: Einen sehr grossen. Wir sind einer der grössten Ausbildungsbetriebe im Kanton Zürich. Gut ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend für die Umsetzung der Energiewende. Deshalb investieren wir auch hier konsequent.

Rolf Schaeren: Genau so wie wir in alle unsere Mitarbeitenden investieren. An dieser Stelle gilt der ganzen EKZ-Belegschaft ein grosser Dank.

Wie wird sich EKZ in den nächsten Jahren entwickeln?

Urs Rengel: Die Umsetzung des neuen Stromgesetzes wird uns weiterhin fordern und zusätzliche Investitionen nötig machen. Damit können wir aber auch unsere Kundinnen und Kunden sowie die Gemeinden und den Kanton auf dem Weg zur Dekarbonisierung aktiv unterstützen. Wir wollen weiterhin ein Garant für die sichere und umweltgerechte Stromversorgung des Kantons sein und unsere Kundinnen und Kunden mit ganzheitlichen, nachhaltigen Energielösungen begleiten.

Highlights im Geschäftsjahr

Oktober 2024 bis September 2025
EKZ am Cybathlon: Als langjähriger Sponsor unterstützt EKZ die Inklusionswettkämpfe in Kloten.
Auszeichnung fürs OrtsNetz: EKZ erhält beim Watt d’Or 2025 den Jury-Spezialpreis für das Projekt «OrtsNetz» in Winkel.
Neues Unterwerk: Nach knapp zweieinhalb Jahren Bauzeit nimmt das UW Kindhausen den Betrieb auf.
Preis für Rekrutierung: EKZ wird als bester Recruiter der Energiebranche ausgezeichnet.
Spatenstich in Klosters: Auf rund 2000 Metern Höhe entsteht mit «Madrisa Solar» das erste alpine Freiflächen-Solarkraftwerk im Rahmen des nationalen Solarexpresses.
Windmessungen lanciert: Die Kooperation Zürich Wind hat in Rickenbach, Wiesendangen und Ossingen Standorte für je einen 120 Meter hohen Windmessmast gesichert.
Erfolgreiche Lernende: Im Sommer 2025 schliessen 32 Lernende ihre Ausbildung ab, darunter die beste Elektroinstallateurin des Kantons Zürich.
Dynamische Tarife starten: Als erstes EVU der Schweiz lanciert EKZ dynamische Tarife für Netz und Energie.
Stromtarife sinken: EKZ kündigt für 2026 tiefere Tarife an und wird zu einem der günstigsten Anbieter in der Schweiz.

EKZ in Zahlen
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MCHF
Unternehmensergebnis
+24.9%
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Betriebsergebnis (EBIT)
-64.9%
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Gesamtleistung
-4.2%
Finanzen (MCHF)   2024/25 2023/24 Veränderung
Geldfluss aus Betriebstätigkeit   266.6 146.9

81.5%

Geldfluss aus Investitionstätigkeit   -131.4 -133.1 –1.3%
Produktion   2024/25 2023/24 Veränderung
Produktion Wasserkraft GWh 67.4 80.9 –16.7%
Produktion Windkraft GWh 517.9 608.6 –14.9%
Produktion Solarstrom aus Photovoltaik total  GWh 253.2 286.2 –11.5%
-Produktion Solarstrom aus PV Ausland GWh 237.9 271.9 –12.5%
-Produktion Solarstrom aus PV Inland GWh 15.3 14.3 7.0%
Produktion Solarstrom aus Solarthermie GWh 1.7 2.1 –19.0%
Produktion Biomasse elektrisch GWh 18.6 18.9 –1.6%
Produktion Biomasse thermisch GWh 54.0 61.1 –11.6%
Contracting   2024/25 2023/24 Veränderung
Abgabe Wärme GWh 203 188 8.0%
Abgabe Kälte GWh 3.8 3.6 5.6%
Anlagen in Betrieb Anzahl 1348 1319 2.2%
Verteilnetz   2024/25 2023/24 Veränderung
Stromabgabe aus dem Verteilnetz GWh 5565 5483 1.5%
Gesamtes Leitungsnetz km 17'506 17'187 1.9%
Messpunkte Anzahl 416'703 411'098 1.4%
Energiebeschaffung   2024/25 2023/24 Veränderung

Energiebeschaffung inkl. Beschaffungs-
optimierung

GWh 2901 2969 –2.3%
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