Mitmachen ist ein Kinderspiel
Ich nehme selbst mit meiner Solaranlage an der LEG teil. So konnte ich das ganze Prozedere auch aus der Warte einer Privatperson durchspielen. Mein Fazit: Zwei oder drei Klicks auf der Webseite von EKZ, abschicken und schon ist man dabei. Selbst für mich als Laie war die Anmeldung innert weniger Minuten erledigt.
Auch aus Sicht der Stadt verlief die Umsetzung erstaunlich unkompliziert. Wer auf einer Gemeinde- oder Stadtverwaltung arbeitet, weiss, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Die grösste Herausforderung war deshalb nicht die technische Umsetzung oder Administration, sondern die Frage, wie wir unsere Bevölkerung erreichen und für die LEG an Bord holen können. Dass das Interesse vorhanden ist, zeigte sich schnell. An unserer Informationsveranstaltung zur LEG im Juni waren die 100 Stühle im Saal bis auf den letzten besetzt. Auch auf meine Begrüssung zur 1. August-Feier der Stadt, bei der ich auf die LEG in Affoltern am Albis aufmerksam machte und von meiner eigenen Teilnahme erzählte, erhielten wir positive Rückmeldungen.
Die Freude kommt mit der ersten LEG-Abrechnung
Seit dem Start der LEG Anfang August läuft für uns als Stadt und für die privaten LEG-Mitglieder alles im Hintergrund. Im Alltag verändert sich durch die LEG zunächst wenig. Der eigentliche Mehrwert wird erst mit der Zeit sichtbar. Dann nämlich, wenn auf der Stromrechnung schwarz auf weiss ersichtlich wird, wie viel Affolter Solarstrom in die LEG geflossen und von ihr genutzt wurde – und wie lokale Produzenten und Konsumenten so unmittelbar von der LEG profitieren.
Genau hier liegt für mich die grosse Chance von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften: sie vernetzen Menschen innerhalb einer Stadt oder Gemeinde und machen die Energiewende konkret erlebbar. Affoltern am Albis als Stadt, aber auch ich als Privatperson würde diesen Weg deshalb jederzeit wieder gehen. Wer hinter der Idee steht und einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat, sollte die Chance nutzen.