Im Einklang mit Umwelt und Tradition

Sonnenstrom für den Winter zu speichern, hat in der Energiestrategie 2050 des Bundes einen hohen Stellenwert. In der Mehrgenerationensiedlung Seebrighof in Hausen am Albis kann EKZ dank einem visionären Bauherrn ein vielversprechendes Wasserstoffsystem installieren.

Luc Descombes
27. Oktober 2021
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Fotos: Herbert Zimmermann

Sommer 1994 – mit strahlenden Augen steht Thomas Foery in Hausen am Albis vor einem wunderschönen Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert: «Hier würde ich sofort einziehen - auch ohne Besichtigung,» sagt er begeistert zu seiner Frau. Fast 30 Jahre später verbindet den vierfachen Familienvater und erfolgreichen Personalmanager mehr mit dem Haus, als er sich damals erträumt hätte. 

Sommer 1994 – mit strahlenden Augen steht Thomas Foery in Hausen am Albis vor einem wunderschönen Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert: «Hier würde ich sofort einziehen - auch ohne Besichtigung,» sagt er begeistert zu seiner Frau. Fast 30 Jahre später verbindet den vierfachen Familienvater und erfolgreichen Personalmanager mehr mit dem Haus, als er sich damals erträumt hätte. 

Innovatives Energiesystem in Hausen am Albis
Thomas Foery möchte mit seiner Mehrgenerationensiedlung einen aktiven Beitrag an die Energiezukunft leisten.
Am Seebrighof trifft Tradition auf modernste Technologie.
«So ein Ortsbild sieht man nicht mehr oft. Deshalb wollte ich nachhaltig bauen und mit Natur und Tradition in Einklang kommen,» Thomas Foery, Bauherr Seebrighof.
In der Mehrgenerationensiedlung Seebrighof in Hausen am Albis steht das soziale Zusammenleben im Fokus.

Respektvolles Bauen im malerischen Dorfteil 

Nachdem Foery mit seiner Familie lange als Mieter in dem Bauernhaus gewohnt hatte, konnte er es 2007
samt Stall und Grundstück vom Vorbesitzer erwerben - 

 

Dank einer kostengünstigen Umsetzung war die Anlage gut finanzierbar. EKZ Energiecontracting bietet
zudem viele Vorteile.

Respektvolles Bauen im malerischen Dorfteil 

Nachdem Foery mit seiner Familie lange als Mieter in dem Bauernhaus gewohnt hatte, konnte er es 2007
samt Stall und Grundstück vom Vorbesitzer erwerben - 

 

Dank einer kostengünstigen Umsetzung war die Anlage gut finanzierbar. EKZ Energiecontracting bietet
zudem viele Vorteile.

 

und kontinuierlich weiterentwickeln. Heute blickt er auf ein erfolgreiches Bauprojekt zurück. Im prächtigen Vorgarten schaut Foery an einem grossen Ahornbaum vorbei auf den gerade fertiggestellten modernen Anbau: «Wenn wir in diesem idyllischen Umfeld baulich eingreifen, dann mit Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit», meint Foery. Wo einst Kühe und Pferde untergebracht waren, steht nun der Anbau für Stockwerkeigentümer. Nebenan ein neues Haus mit genossenschaftlichen Mietwohnungen. In der Mehrgenerationensiedlung leben bald 28 Parteien zusammen. Man spürt, wie wichtig Thomas Foery der verantwortungsvolle Umgang mit dem Boden ist, den er hier bearbeitet: «So ein Ortsbild sieht man nicht mehr oft. Deshalb wollte ich nachhaltig bauen und mit Natur und Tradition in Einklang kommen.»

 

und kontinuierlich weiterentwickeln. Heute blickt er auf ein erfolgreiches Bauprojekt zurück. Im prächtigen Vorgarten schaut Foery an einem grossen Ahornbaum vorbei auf den gerade fertiggestellten modernen Anbau: «Wenn wir in diesem idyllischen Umfeld baulich eingreifen, dann mit Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit», meint Foery. Wo einst Kühe und Pferde untergebracht waren, steht nun der Anbau für Stockwerkeigentümer. Nebenan ein neues Haus mit genossenschaftlichen Mietwohnungen. In der Mehrgenerationensiedlung leben bald 28 Parteien zusammen. Man spürt, wie wichtig Thomas Foery der verantwortungsvolle Umgang mit dem Boden ist, den er hier bearbeitet: «So ein Ortsbild sieht man nicht mehr oft. Deshalb wollte ich nachhaltig bauen und mit Natur und Tradition in Einklang kommen.»

Besuch auf der Baustelle am Seebrighof
Mit dem Power-to-gas-System profitiert man am Seebrighof auch im Winter vom Sommerstrom.

Ziel: Nachhaltiges Wohnen

Dafür war ihm keine Idee zu verspielt, kein Baumaterial zu teuer, um nicht in Erwägung gezogen zu werden. Ursprünglich sollten die Häuser komplett aus Holz gebaut und mittels Eisheizung gewärmt werden, die Foery in Finnland entdeckt hatte. «Wir wollen hier nicht primär Geld verdienen, sondern ein umweltverträgliches und generationenübergreifendes Zusammenleben fördern.» Kompromisse hat er darum lange abgelehnt. Grenzen setzten seinen Ideen erst die Finanzierung.


Wasserstoff speichert Solarstrom

Begeistert spricht Foery von den Sparringsrunden mit David Bühler von EKZ, der das Projekt begleitete: «Er hat mich letztlich mit rationalen Argumenten davon überzeugt, von der Eisheizung abzusehen und auf eine Erdsonden-Wärmepumpe umzuschwenken. Die ist für Schweizer Böden effizienter.» Leicht schmollend, wie er schmunzelnd zugibt, wollte er dann aber zusammen mit Bühler punkto Energiespeicher nach einer Möglichkeit suchen, Pioniergeist auszuleben. Und so werden heute die Stromüberschüsse, die im Sommer von der Solaranlage auf dem Dach produziert werden, von einer Power-to-Gas-Anlage vor Ort in Wasserstoff umgewandelt. Im Winter, wenn der Stromverbrauch höher und die Solarstromproduktion tiefer ist, wandelt die Anlage den Wasserstoff wieder in Energie um und versorgt den Seebrighof mit Strom und Wärme.

Ziel: Nachhaltiges Wohnen

Dafür war ihm keine Idee zu verspielt, kein Baumaterial zu teuer, um nicht in Erwägung gezogen zu werden. Ursprünglich sollten die Häuser komplett aus Holz gebaut und mittels Eisheizung gewärmt werden, die Foery in Finnland entdeckt hatte. «Wir wollen hier nicht primär Geld verdienen, sondern ein umweltverträgliches und generationenübergreifendes Zusammenleben fördern.» Kompromisse hat er darum lange abgelehnt. Grenzen setzten seinen Ideen erst die Finanzierung.


Wasserstoff speichert Solarstrom

Begeistert spricht Foery von den Sparringsrunden mit David Bühler von EKZ, der das Projekt begleitete: «Er hat mich letztlich mit rationalen Argumenten davon überzeugt, von der Eisheizung abzusehen und auf eine Erdsonden-Wärmepumpe umzuschwenken. Die ist für Schweizer Böden effizienter.» Leicht schmollend, wie er schmunzelnd zugibt, wollte er dann aber zusammen mit Bühler punkto Energiespeicher nach einer Möglichkeit suchen, Pioniergeist auszuleben. Und so werden heute die Stromüberschüsse, die im Sommer von der Solaranlage auf dem Dach produziert werden, von einer Power-to-Gas-Anlage vor Ort in Wasserstoff umgewandelt. Im Winter, wenn der Stromverbrauch höher und die Solarstromproduktion tiefer ist, wandelt die Anlage den Wasserstoff wieder in Energie um und versorgt den Seebrighof mit Strom und Wärme.

Energielösungen für Ihre Immobilien

Wasserstoff als saisonaler Energiespeicher

Was ist Wasserstoff?

Wasserstoff (H2) ist das am häufigsten vorkommende chemische Element im Universum. Es ist Bestandteil fast aller organischer Verbindungen – beispielsweise von Wasser – und hat grosses Potenzial für die Energiespeicherung von erneuerbarem Strom.

Wasserstoff (H2) ist das am häufigsten vorkommende chemische Element im Universum. Es ist Bestandteil fast aller organischer Verbindungen – beispielsweise von Wasser – und hat grosses Potenzial für die Energiespeicherung von erneuerbarem Strom.

Mit Wasserstoff Solarstrom lagern

Einfache Umsetzung dank Energiecontracting

«Dank einer kostengünstigen Umsetzung war die Anlage gut finanzierbar, und das Energiecontracting-
Modell von EKZ bietet viele Vorteile.» Foery konnte dadurch nämlich Risiken und Aufwand auslagern.
Das ganze Energiesystem, Wärmepumpe und Powerto-Gas-Anlage gehört EKZ und wird von Fachleuten betrieben.

Saisonale Speicher für die Energiewende?

Mit der Power-to-Gas-Anlage prüft EKZ nun am Seebrighof das Potenzial von saisonalen Energiespeichern für die Energiewende. Martin Nicklas, Leiter Energiecontracting bei EKZ, meint zum Projekt: «In der Energiestrategie 2050 nehmen Speichertechnologien auf der Basis von Gasen und Flüssigkeiten einen hohen Stellenwert ein. Mit der ersten standardisierten Power-to-
Gas-Anlage am Seebrighof erreicht EKZ einen wichtigen Meilenstein, der für die zukünftigen Entwicklungen beispielhaft sein könnte.» Denn um Wärme- und Stromversorgung wie auch Mobilität
bald mehrheitlich mit erneuerbarer Energie sicherzustellen, brauche es viel Effort in allen Bereichen.
«Wasserstoff als Speichermedium kann dazu beitragen, die Herausforderungen der Stromversorgung im Winter zu entschärfen», so Nicklas.

Einfache Umsetzung dank Energiecontracting

«Dank einer kostengünstigen Umsetzung war die Anlage gut finanzierbar, und das Energiecontracting-
Modell von EKZ bietet viele Vorteile.» Foery konnte dadurch nämlich Risiken und Aufwand auslagern.
Das ganze Energiesystem, Wärmepumpe und Powerto-Gas-Anlage gehört EKZ und wird von Fachleuten betrieben.

Saisonale Speicher für die Energiewende?

Mit der Power-to-Gas-Anlage prüft EKZ nun am Seebrighof das Potenzial von saisonalen Energiespeichern für die Energiewende. Martin Nicklas, Leiter Energiecontracting bei EKZ, meint zum Projekt: «In der Energiestrategie 2050 nehmen Speichertechnologien auf der Basis von Gasen und Flüssigkeiten einen hohen Stellenwert ein. Mit der ersten standardisierten Power-to-
Gas-Anlage am Seebrighof erreicht EKZ einen wichtigen Meilenstein, der für die zukünftigen Entwicklungen beispielhaft sein könnte.» Denn um Wärme- und Stromversorgung wie auch Mobilität
bald mehrheitlich mit erneuerbarer Energie sicherzustellen, brauche es viel Effort in allen Bereichen.
«Wasserstoff als Speichermedium kann dazu beitragen, die Herausforderungen der Stromversorgung im Winter zu entschärfen», so Nicklas.

Power-to-gas-Projekt in Hausen am Albis
Der Bau des Seebrighofs in Hausen am Albis mit seiner Power-to-gas-Anlage wird im Herbst 2021 fertiggestellt.
Tradition im Einklang mit modernster Technik.

 

Erneuerbare Energiequellen mögen möglicherweise alleine nicht ausreichen, um die Welt zu versorgen. Aber sollen wir darum einfach nichts tun?

 

«Kann das denn funktionieren?»

Wenn man sich wie Thomas Foery aktiv für die Energiewende und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen engagiert, setzt man sich oft kontroversen Diskussionen aus. «Glaubst du denn echt, dass ein steigender Energiebedarf nur von Sonne und Wind gedeckt werden kann?» – Fragen wie diese hört auch Thomas Foery gelegentlich. Die Diskussion scheut er nie. Foery wurde in den 1980er Jahren durch das Waldsterben politisiert. Seither setzt er sich leidenschaftlich für Umweltthemen ein. Z.B 2005, damals oberster Personalchef bei Cablecom, sensibilisierte er anlässlich einer Kaderveranstaltung das Management mit dem Film «Eine unbequeme Wahrheit» von Al Gore bezüglich Umweltfragen.

«Es braucht Leute, die anpacken!»

Polemischen Fragen bezüglich seinen Vorstellungen zur Energiezukunft begegnet er gelassen: «Man wartet immer darauf, bis jemand anderes das Problem löst.» Genau das störe ihn auch am Konzept der CO2-Zertifikate. Man überlasse das Problem anderen und kaufe sich einfach das Privileg eines grösseren Fussabdrucks. «Es braucht jetzt Leute, die anpacken und umsetzen!» Dass die Welt in 30 Jahren nur noch mit Sonne und Wind versorgt wird, das sieht auch er kritisch, aber: «die Kombination macht es aus. Erneuerbare Energiequellen mögen möglicherweise alleine nicht ausreichen, um die Welt zu versorgen. Aber sollen wir darum einfach nichts tun?» Es gehe doch darum, zu optimieren. Materialien, Herstellung, Bauprozesse, Lebensweise: «Überall steckt grosses Potenzial wenn wir einfach mal starten. Mit jeder Anlage lernen wir mehr dazu. So treiben wir die Innovation voran.»

Mit der Power-to-gas-Anlage tut er genau dies und geht tatkräftig voraus. Thomas Foery füllt damit jene Werte mit Inhalt, mit denen er dem Boden am Seebrighof begegnen möchte: Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit.

 

 

 

Erneuerbare Energiequellen mögen möglicherweise alleine nicht ausreichen, um die Welt zu versorgen. Aber sollen wir darum einfach nichts tun?

 

«Kann das denn funktionieren?»

Wenn man sich wie Thomas Foery aktiv für die Energiewende und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen engagiert, setzt man sich oft kontroversen Diskussionen aus. «Glaubst du denn echt, dass ein steigender Energiebedarf nur von Sonne und Wind gedeckt werden kann?» – Fragen wie diese hört auch Thomas Foery gelegentlich. Die Diskussion scheut er nie. Foery wurde in den 1980er Jahren durch das Waldsterben politisiert. Seither setzt er sich leidenschaftlich für Umweltthemen ein. Z.B 2005, damals oberster Personalchef bei Cablecom, sensibilisierte er anlässlich einer Kaderveranstaltung das Management mit dem Film «Eine unbequeme Wahrheit» von Al Gore bezüglich Umweltfragen.

«Es braucht Leute, die anpacken!»

Polemischen Fragen bezüglich seinen Vorstellungen zur Energiezukunft begegnet er gelassen: «Man wartet immer darauf, bis jemand anderes das Problem löst.» Genau das störe ihn auch am Konzept der CO2-Zertifikate. Man überlasse das Problem anderen und kaufe sich einfach das Privileg eines grösseren Fussabdrucks. «Es braucht jetzt Leute, die anpacken und umsetzen!» Dass die Welt in 30 Jahren nur noch mit Sonne und Wind versorgt wird, das sieht auch er kritisch, aber: «die Kombination macht es aus. Erneuerbare Energiequellen mögen möglicherweise alleine nicht ausreichen, um die Welt zu versorgen. Aber sollen wir darum einfach nichts tun?» Es gehe doch darum, zu optimieren. Materialien, Herstellung, Bauprozesse, Lebensweise: «Überall steckt grosses Potenzial wenn wir einfach mal starten. Mit jeder Anlage lernen wir mehr dazu. So treiben wir die Innovation voran.»

Mit der Power-to-gas-Anlage tut er genau dies und geht tatkräftig voraus. Thomas Foery füllt damit jene Werte mit Inhalt, mit denen er dem Boden am Seebrighof begegnen möchte: Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Dankbarkeit.

 

 

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