Das Wichtigste in Kürze
- Die Versorgungslage ist momentan angespannter als in den Vorjahren.
- Hauptgründe dafür sind die verschiedenen geopolitischen Konflikte sowie der Hitzesommer mit wenig Niederschlag.
- Die Aufsichtsbehörde ElCom schätzt das Risiko für einen Strommangel derzeit als gering ein.
- Die gestiegenen Energiemarktpreisen haben keine Auswirkungen auf die Tarife von EKZ im Jahr 2027.
Droht der Schweiz diesen Winter eine Strommangellage?
Die Versorgungslage ist anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Die Schweizer Stauseen, wichtige Pfeiler der Winterversorgung, enthalten derzeit aufgrund des Hitzesommers mit wenig Niederschlag deutlich weniger Wasser als im langjährigen Durchschnitt. Zudem sind die Gasspeicher in Europa geopolitisch bedingt deutlich weniger gefüllt als im Vorjahr.
Ein Versorgungsengpass ist deshalb aber nicht automatisch zu erwarten. Strom könnte diesen Winter knapp werden, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen: längere Kälteperioden, Dunkelflauten, wenig Niederschlag sowie der Ausfall eines oder mehrerer Kernkraftwerke in der Schweiz und/oder in Frankreich.
Laut dem Bundesamt für Wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) und der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) ist die Versorgungssicherheit momentan gewährleistet. Die ElCom schätzt die Restrisiken eines physischen Versorgungsengpasses aktuell als gering ein.






