Als Ausgleich zu seinem Studium der Elektrotechnik besucht Matthias Strässle als Moderator Schulklassen im Versorgungsgebiet der EKZ. Trotz seines grossen Fachwissens gibt es Fragen, die ihn aus der Ruhe bringen.

Matthias Strässles Lieblingsexperiment ist das mit dem Stromkreis. «Damit kann ich den Kindern Strom am besten erklären: Wie bringe ich eine Glühbirne zum Leuchten, und warum leuchtet sie?», erzählt er. «Mit lediglich zwei Kabeln und einer Batterie müssen die Kinder eine Glühbirne zum Leuchten bringen. Dabei verbinden sie mit dem einen Kabel den Pluspol der Batterie mit der Glühbirne, mit dem anderen Kabel den Minuspol und die Glühbirne. Wenn die Glühbirne leuchtet, ist der Stromkreis geschlossen.» Als Nächstes probieren sie es nur mit einem und zum Schluss noch ganz ohne Kabel. «Jedes Mal, wenn die Glühbirne leuchtet, freuen sie sich riesig. Und ich freue mich, dass sie es verstanden haben.»

Begeisterung steckt an

Ein Freund, der auch Moderator bei den EKZ war, hat ihn auf die Stelle aufmerksam gemacht. «Da es mir liegt, mit Kindern zu arbeiten, passt der Beruf perfekt zu mir. Und es ist besser, als mit meinen Kollegen im dunklen Kämmerchen zu büffeln.» Vor einer Klasse zu stehen, war nicht ganz neu für den 23-Jährigen. «Davor war ich Hilfsassistent an der ETH. Aktuell arbeite ich nebenbei noch als Skilehrer und gehe als Leiter mit Schulen ins Lager», erzählt Strässle. Immer zu zweit besuchen die Moderatoren die Schulen. Trotz Erfahrung und guter Vorbereitung läuft nicht immer alles nach Plan. So hat Strässle auch schon mal die falsche Materialkiste mitgenommen – was aber nicht weiter schlimm war: «Auch in den Materialkisten für die anderen Lektionen finden sich eine Glühbirne, ein Kabel und eine Batterie. Die Kinder haben gar nicht bemerkt, dass wir improvisieren», sagt Strässle lachend. Überhaupt seien die Kinder sehr dankbar: «Sie schätzen die Abwechslung, die wir ins Schulzimmer bringen. Und sie lassen sich von unserer Begeisterung für Elektrizität anstecken, obschon es kein einfaches Thema ist.» Als Dank erhalten die Moderatoren regelmässig bunte Zeichnungen zugeschickt. 

«Moderator zu sein, passt zu mir. Ich arbeite gerne mit Kindern.»

Obwohl Strässle seit Sommer 2017 im Schnitt zwei- bis dreimal in der Woche an Schulen unterrichtet, überraschen ihn die Kinder immer wieder mit ihrem Wissen: «Einmal hat mich ein Drittklässler gefragt, ob er einen technischen Schaltplan zeichnen könne. Als er diesen dann perfekt aufgezeichnet hatte, war ich perplex.» Ein Berufsziel von Strässle ist, Lehrer zu werden. «Aber nicht sofort», betont er, «nach meinem Studium an der ETH Zürich möchte ich zuerst Erfahrung in der Industrie sammeln.»

 

PS: So übrigens funktioniert das Experiment mit dem Stromkreis (Quelle www.lernmax.at):