«Ich will einen Beitrag leisten»

«Ich will einen Beitrag leisten»

Oliver Franz glaubt daran, dass man auch mit kleinen Schritten etwas bewirken kann. Seit Jahren engagiert er sich in seinem Wohnort für Solarenergie und hat vor einem Jahr begonnen, auch sein eigenes Haus zukunftsfähig zu machen.

Regelmässig spannende
Infos aus der Energiewelt?
Jetzt abonnieren

Eines stellt Oliver Franz gleich zu Beginn des Gesprächs klar: «Ich bin kein radikaler Grüner und auch nicht politisch aktiv.» Doch den IT-Unternehmer leitet eine innere Überzeugung, seit er vor einigen Jahren einen Vortrag von Al Gore besucht hat. «Als er die exponentiell angestiegene CO2-Kurve gezeigt hat, wurde mir klar, dass das durchaus eine Gefahr für unsere Umwelt darstellt, gegen die man etwas unternehmen muss.» Und weil er ein Macher ist, hat Oliver Franz überlegt, welchen Beitrag er denn leisten könnte. Die Gewinnung von Strom mit Sonnenenergie faszinierte ihn, doch das Geld für die Ausrüstung des Eigenheims fehlte damals noch. Also gründete er in seinem Wohnort Niederweningen die IG Solar. Hier setzte er sich gleich mal für die Ausstattung des örtlichen Freibads mit einer Photovoltaikanlage ein – mit Erfolg. «Das ist ein optimaler Anwendungsfall. Die Umwälzpumpe verbraucht viel Strom, aber eben in der Sommerzeit, wenn die Sonne scheint. Die 200 Quadratmeter grosse Anlage deckt rund ein Drittel des Bedarfs ab und ist innert 20 Jahren amortisiert.» Die Badi ist das Leuchtturmprojekt der IG Solar. Und die Bevölkerung steht hinter der Idee. Als kürzlich über den Neubau einer Doppel-Sporthalle abgestimmt wurde, sprach sich das Stimmvolk nicht nur für den Bau selbst, sondern auch für die Ausstattung mit einer Photovoltaikanlage aus.

Wie viel Strom seine Solarpanels produzieren und wie viel Strom die Familie braucht, ...
Wie viel Strom seine Solarpanels produzieren und wie viel Strom die Familie braucht, ...
sieht Oliver Franz direkt im einfachSolar Portal. Die gelbe Fläche zeigt die Produktion, die blaue den Verbrauch.
sieht Oliver Franz direkt im einfachSolar Portal. Die gelbe Fläche zeigt die Produktion, die blaue den Verbrauch.

Eigene Solaranlage

Ein Erfolg für Oliver Franz, dem es darum geht, einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen zu leisten. Seit rund einem Jahr ist er nun auch selbst Besitzer einer Photovoltaikanlage. «Die Preise sind in den letzten Jahren stark gefallen. Mit der zusätzlichen Subvention vom Bund und der Steuerersparnis gibt es de facto keine Ausrede mehr, diese Investition nicht zu tätigen.» Ein wichtiger Schritt für den 44-Jährigen: «Eine eigene Anlage zu haben, ist etwas anderes, als sich nur für die Installation anderswo einzusetzen.» Sein Engagement verbindet er nun mit eigenen Erfahrungen. Als das Gerüst noch stand, lud er eine Schulklasse ein, sich seine Anlage vor Ort anzuschauen. Die Mädchen und Jungen hätten grossen Spass gehabt zu entdecken, was jeder einzelne Sonnenstrahl auf dem Zähler bewirke. «Es ist wichtig, das Bewusstsein zu schulen», sagt Franz.
Im Einfamilienhaus liess Franz bald eine einfachSolar Steuerung von EKZ installieren, mit der in Echtzeit Produktion und Verbrauch angezeigt werden können. Der Vorteil ist, dass verschiedene Verbraucher im Haus individuell und automatisch gesteuert, also dann eingeschaltet werden können, wenn Solarstrom produziert wird. So lädt bei Familie Franz der Boiler solaroptimiert. Damit niemand kalt duschen muss, wenn die Sonne mal nicht scheint, kann über eine Zeitschaltuhr im einfachSolar Portal eingegeben werden, dass der Boiler bei Bedarf im Niedertarif fertig geladen wird. Über intelligente Stecker, sogenannte Smart Plugs, können auch andere Geräte in die Steuerung eingebunden werden. Oliver Franz hat zum Beispiel seinen Entfeuchter in der Waschküche angehängt. Für den Betrieb der angeschlossenen Geräte hat er bestimmte Regeln definiert. «Wichtig ist immer der Anwendungsfall, also wann man ein Gerät tatsächlich braucht. Mit ein wenig Flexibilität und Anpassung der Gewohnheiten kann man seinen Stromverbrauch und die Kosten sehr einfach optimieren.»

«Die Preise sind in den letzten Jahren stark gefallen. Mit der zusätzlichen Subvention vom Bund und der Steuerersparnis gibt es de facto keine Ausrede mehr, diese Investition nicht zu tätigen.»

Doch was, wenn sich mehrere Geräte gleichzeitig einschalten wollen? Oliver Franz hat auch dies im Portal eingestellt: «Die einzelnen Verbraucher haben jeweils eine Priorität, damit der Verbrauch möglichst effizient ist.» Auf seinem Tablet zeigt er die aktuelle Verbrauchskurve. «Im Moment sind Produktion und Verbrauch ausgeglichen. Aber wenn ich zum Beispiel den Wasserkocher anmache» – er steht auf und schaltet das Gerät an –, «sieht man sofort, dass der Verbrauch steigt.» Die Handhabung sei einfach und verständlich, nur die Konfiguration erfordere etwas Erfahrung. Für den Technikfreak Oliver Franz kein Problem, aber er weiss: «EKZ berät einen dabei, wenn man Unterstützung braucht, und konfiguriert die Anlage gleich bei der Installation nach den Bedürfnissen des Kunden.»

Familie Franz hat ihre Gewohnheiten verändert - auch, was die Mobilität angeht. Seit letztem Jahr ist das Familienfahrzeug ein E-Auto, das an der solaroptimierten Ladestation hängt.
Familie Franz hat ihre Gewohnheiten verändert - auch, was die Mobilität angeht. Seit letztem Jahr ist das Familienfahrzeug ein E-Auto, das an der solaroptimierten Ladestation hängt.
Das Verteiltableau von Oliver Franz. Im unteren Teil des Bildes sieht man die einfachSolar Steuerung.
Das Verteiltableau von Oliver Franz. Im unteren Teil des Bildes sieht man die einfachSolar Steuerung.
Oliver Franz hat auch den Entfeuchter in der Waschküche an die Steuerung angehängt und dafür bestimmte Regeln definiert.
Oliver Franz hat auch den Entfeuchter in der Waschküche an die Steuerung angehängt und dafür bestimmte Regeln definiert.

Umweltbewusstsein

Effizienz ist der Familie auch in puncto Mobilität wichtig. Die meisten Wege legen alle mit dem ÖV zurück. Sogar in die Skiferien geht es mit dem Zug: «Der öffentliche Verkehr ist so gut ausgebaut, man kommt schnell überall hin.» Doch Oliver Franz ist realistisch: «Jetzt geht das bei uns gut, aber als die Kinder noch kleiner waren, brauchten wir einfach ein grösseres Familienauto. Man muss das immer an die jeweilige Lebenssituation anpassen.» Seit letztem Jahr fahren er und seine Frau einen Renault Zoe. Das Elektroauto in der Garage ist an seiner EKZ-Ladestation eingesteckt. Demnächst wird auch die Ladestation in die Steuerung integriert werden. Oliver Franz wird somit zu den Ersten gehören, die auch ihre Ladestation solaroptimiert betreiben – nicht zuletzt wegen seiner Begeisterung für diese neuen Technologien.
Doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dahinter sehr viel echte Überzeugung steckt: «Einer allein bewirkt vielleicht noch nicht viel, aber wenn ganz viele nur ein bisschen was tun, dann kann das sehr viel bewirken. Vorbild sein ist das A und O.»

einfachSolar ist ein Leistungspaket von EKZ für Einfamilienhaus-Besitzer, die eine solare Zukunft ansteuern. 
einfachSolar.ch