Der zähe Büroliebling

Der zähe Büroliebling

Im Büro wird sie geschätzt, da sie für ein gutes Raumklima sorgt. Zu Hause lässt sie jeden Daumen tiefgrün erscheinen. Nur die Schwiegermutter wird wohl nicht begeistert sein. Die Rede ist von der Pflanze Sansevieria.

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Pflanzen im Büro und zu Hause liegen im Trend, ist Cornelia Kuratli überzeugt. Die gelernte Gärtnerin hat sich bei der Hauenstein AG auf Zierpflanzen spezialisiert und berät regelmässig Privat- wie auch Geschäftskunden. «Pflanzen werden heute nicht mehr nur zu Dekorationszwecken gekauft, sondern auch weil sie für ein gutes Raumklima sorgen.» Als Beispiel nennt Kuratli die Sansevieria, die zum Beispiel das Ozon, das Laserdrucker freisetzen, beseitigt. «Erst kürzlich hatte ich ein Büroteam hier, das von Kopfschmerzen geplagt wurde. Nachdem das Team sein Büro begrünt hatte, klagte keiner mehr über Kopfweh», erzählt Kuratli, die dem Team Sansevieria und andere Pflanzen empfohlen hat. Die Sansevieria lasse sich problemlos mit anderen Pflanzen kombinieren. Vielleicht nicht gerade im gleichen Topf, rät die Spezialistin, denn die Sansevieria sei stark.

Pflegeleicht

Stark sind auch die Fasern in den Blättern der Sansevieria. «Aus den Fasern hat man früher die Sehnen für Bogenwaffen, wie Armbrust oder Pfeilbogen, gefertigt. Das hat der Pflanze den Namen Bogenhanf eingebracht», erklärt Kuratli. Noch heute werden aus den Blattfasern feine Matten, Seile und Bindfäden hergestellt. Im Volksmund aber habe die Sansevieria noch einen weiteren Namen: «Schwiegermutterzunge», sagt Kuratli schmunzelnd, «weil die Blätter an spitze Zungen erinnern, wie sie Schwiegermüttern früher nachgesagt wurden.»

Dieses etwas verstaubte Image habe die Pflanze aber schon lange abgelegt. Die Sansevieria gehöre heute zu den Trendpflanzen – sowohl für das eigene Heim als auch in Büros. Dies wohl nicht zuletzt, weil sie so pflegeleicht sei, erklärt Kuratli. «Sie verzeiht allen, deren Daumen nicht ganz so grün ist, ein paar Fehler.» Wenig Wasser sei wichtig. «Staunässe mag sie gar nicht, denn dann beginnen die Wurzeln zu faulen», so Kuratli. Sie komme mit wenig Licht aus. Mehr Licht schade allerdings nicht, dann wachse sie einfach besser: «Die Blätter werden höher und die Pflanze bildet mehr Austriebe, d.h. sie wird auch breiter.» Dass die Sansevieria blüht, komme hingegen eher selten vor, sagt Cornelia Kuratli. Meist müsse die Pflanze ein gewisses Alter erreichen, bis sie – meist weisse – Blüten bilde. Wenn sie dann blühe, dann in der Nacht: «Die Sansevieria ist ein Nachtblüher und zieht mit ihrem starken, süsslichen Duft vor allem nächtliche Bestäuber an.»

Passt immer

Abwechslungsreich und interessant ist die Pflanze aber auch ohne Blüten. Auswahl gibt’s nicht nur punkto Grösse. «Wir haben verschiedene Sorten», erzählt Kuratli, und zeigt auf die beiden Gartenpavillons, unter denen Sansevieria mit Blättern in verschiedenen Farben und Formen ausgestellt sind: unifarben grün, gesprenkelt oder mit dem feinen gelben Rand. «Dank dieser Muster passt die Sansevieria sehr gut zu den geometrischen Formen, die derzeit bei der Inneneinrichtung gefragt sind.» Gleichzeitig passe sie aber auch in traditionell eingerichtete Räume oder eben ins Büro: «Sie kommt einfach überall gut an.»

Die Geschichte der Hauenstein AG reicht ins Jahre 1890 zurück: Damals gründet Walter Hauenstein in Rafz eine Baumschule und beginnt mit der Obstveredelung. Später kommen Rosen, Zier- und Zimmerpflanzen dazu.
Heute umfasst das Unternehmen drei Standorte (Rafz, Zürich-Schwamendingen und Baar) sowie knapp 96 Hektaren Land und beschäftigt 160 Mitarbeitende.
Die Hauenstein AG ist EKZ-Stromkundin und setzt auf 100% Naturstrom, der sich aus 100% Schweizer Wasserkraft zusammensetzt. Zusätzlich produziert das Unternehmen Solarstrom auf dem eigenen Dach.

Hauenstein AG
Baumschule • Gartencenter • Online-Shop
Rafz • Zürich • Baar
Tel. 044 879 11 22
info@hauenstein-rafz.ch
hauenstein-rafz.ch