Der 3000. Stromdetektiv-Besuch

Der 3000. Stromdetektiv-Besuch

Er sucht die Stromfresser im Haushalt und gibt Tipps, wie man energiesparender kocht, wäscht oder kühlt. Anfang Mai 2018 fand der 3000 . Besuch des EKZ Stromdetektivs bei einem Kunden statt, seit es den Stromdetektiv gibt.

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Der Besuch von Stromdetektiv Hardy Schröder bei Familie Meier in Brütten war ein ganz besonderer. «Ich gehe zu jedem Kunden gern und freue mich auf den Austausch, aber das 3000. Mal ist schon etwas Aussergewöhnliches», sagt Schröder. Begleitet wurde der Besuch anlässlich des Jubiläums vom SRF Regionaljournal Zürich Schaffhausen (Link zum Beitrag). Schröder: «Auch das gibt es natürlich nicht alle Tage.»

Unter die Lupe genommen hat der Stromdetektiv an jenem Abend den Stromverbrauch von Andrea und Beat Meier und ihren beiden Teenager-Töchter Noemi und Jil. Die Familie wohnt in einem etwas älteren Einfamilienhaus und hat eine Stromrechnung, die deutlich über dem Durchschnitt liegt. «Die Rechnung schien uns etwas hoch, darum wollten wir wissen, woran das liegt», sagt Andrea Meier. Die ganze Energiediskussion führe auch bei ihnen dazu, dass sie bewusster mit Strom umgehen und ihren Beitrag leisten wollen, fügt Beat Meier an.

Glühbirnen und Standby-Modus

Hardy Schröder entdeckt viele kleine Dinge: Hier eine ältere Waschmaschine, da ein alter Kühlschrank oder Leuchten, die noch Glühbirnen enthalten. «Je nach Alter des Geräts verbraucht ein vergleichbares, neues Modell 50 bis 70 Prozent weniger Energie», sagt Schröder. Darum lohne es sich oft nicht, ein altes Gerät zu reparieren. Bei Glühbirnen sei der Unterschied noch grösser. «Setzt man an ihrer Stelle LED ein, lassen sich 80 Prozent der Stromkosten einsparen.» Ausserdem haben Meiers einige Geräte, die rund um die Uhr im Standby-Modus laufen. Schröder sagt dazu: «Fernseher, Gamekonsole oder Set-Top-Box braucht man oft erst am Abend für wenige Stunden, da macht es meist wenig Sinn, dass diese die ganze Zeit im Standby-Modus laufen.» Er rät ihnen, eine sogenannte Stromspar-Maus einzubauen: Einen gut erreichbaren Schaltknopf, der alle Geräten gleichzeitig vom Strom nimmt.

Stromdetektiv Hardy Schröder misst, wie viel Strom ein Gerät verbraucht.
Stromdetektiv Hardy Schröder misst, wie viel Strom ein Gerät verbraucht.
Familie Meier und Hardy Schröder besprechen die «Stromfresser».
Familie Meier und Hardy Schröder besprechen die «Stromfresser».

Anders kochen, waschen und backen

Nebst einem Wechsel zu energiesparenden Geräten seien es viele kleine Verhaltensanpassungen im Haushalt, die ohne Komforteinbusse helfen würden, Energie zu sparen, sagt Schröder. Dies betreffe vor allem die Gewohnheiten beim Kochen, Waschen und Backen. So senke ein Deckel auf dem Topf den Verbrauch um 30 Prozent. Und: «Statt das Backgut erst in den vorgeheizten Ofen zu tun, kann man es von Anfang an hineinstellen und die Backzeit etwas anpassen», rät Schröder. Das funktioniere gut und verkürze die Betriebszeit des Backofens. Noch mehr lasse sich herausholen, wenn auch die Restwärme genutzt werde. «Ich mache den Ofen immer etwas früher aus und lasse meinen Auflauf noch drin, so gart er im warmen Ofen weiter, ohne Energie zu verbrauchen.» Aber auch ein häufiges Öffnen des Kühlschranks oder ein Herabkühlen unter 5 bis 6 Grad sorgen für überdurchschnittlichen Stromverbrauch. Währenddessen lassen sich beim Waschen mit tiefen Temperaturen – 20 statt 60 Grad – bis zu 70 Prozent des Stromes einsparen.

Ausschalten statt Standby-Modus

Für Familie Meier ist die Erkenntnis, dass sie vor allem ihr Verhalten anpassen müssen, etwas ernüchternd. «Wir hatten gehofft, den einen Stromfresser in unserem Haushalt zu finden», sagt Andrea Meier. Für Beat Meier ist klar, dass sich künftig alle mehr bemühen werden: «Es ist wichtig, dass wir alle gemeinsam helfen, Strom zu sparen.» Eine Hilfe gibt ihnen Stromdetektiv Hardy Schröder: Eine EKZ-Stromspar-Maus. «Damit lassen sich mit einem Klick alle Geräte im Standby-Modus abschalten.» 

«Auf Hausbesuch mit dem EKZ Stromdetektiv» (Beitrag SRF Regionaljournal Zürich Schaffhausen)

Den EKZ Stromdetektiv gibt es seit 2012. Mehrere Energieberater der EKZ sind in dieser Funktion unterwegs und besuchen ca. 500 Haushalte pro Jahr. Die persönliche und unabhängige Beratung dauert rund 45 Minuten.

Der EKZ Stromdetektiv analysiert Ihre Stromrechnung und zeigt Ihnen Ihr Sparpotenzial auf. Er misst den Standby-Verbrauch von einzelnen Geräten, zeigt Ihnen verschiedene moderne LED-Leuchtmittel und gibt Ihnen konkrete Tipps zum Stromsparen.