Zehn Gebäude der Stadt Schlieren analysiert

Energieberatung

Zehn Gebäude der Stadt Schlieren analysiert

Die Energieexperten der EKZ-Energieberatung begleiten seit 2014 die Stadt Schlieren bei energetischen Fragen. Vier Schulanlagen, drei Kindergärten, eine Alterssiedlung, ein Mehrzweckgebäude und das Werkhof Areal wurden dabei unter die Lupe genommen. Jetzt liegt die Analyse vor.

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«Die Analyse hat uns einerseits aufgezeigt in welchen Gebäuden noch energetische Schwachstellen sind, aber sie hat uns auch klar gemacht, dass wir als Stadt Schlieren auf einem guten Weg sind und viele Schwachstellen in den letzten Jahren bereits beseitigen konnten» meint Bettina Zaugg Unterhaltsleiterin Liegenschaften. So hat die Stadt Schlieren beispielsweise die Beleuchtung in sechs von zehn Objekten bereits auf LED umgerüstet. Vier Heizkessel wurden ersetzt und eine Heizung an die Fernwärme angeschlossen. Trotzdem gibt es aber noch Sparpotential. In den Rundgängen wurden insgesamt 70 Massnahmen identifiziert davon sind 15 Massnahmen ohne Investitionskosten direkt umgesetzt worden.

Kurz- und langfristige Massnahmen

Die Massnahmen sind in kurz- und langfristig unterteilt. Die kurzfristigen Massnahmen unterscheiden sich durch tiefe Investitionen und einem kleinen Payback von rund ein bis vier Jahren von den langfristigen, die bei hohen Investitionskosten und einem Payback zwischen fünf bis rund dreissig Jahren liegen. 

Massnahmen wurden in den Bereichen Gebäudehülle, Betriebseinstellungen, Modernisierung Technik und Nutzersensibilisierung vorgeschlagen. So wurden zum Beispiel als kurzfristige Massnahmen die Heizgrenzen in fünf Gebäuden gesenkt. Sechsmal wurde vorgeschlagen den Absenkbetrieb zu verlängern. Bei drei Anlagen wurden die Massnahmen direkt umgesetzt. Möglichkeiten zur Reduktion der Heizzeiten während des Ferienbetriebs in Schulanlagen und Kindergärten wurden ebenfalls vorgeschlagen. «Ob und wie diese Massnahme umgesetzt werden kann, muss zusammen mit der Schulbehörde geklärt werden» sagt Bettina Zaugg.

Weiter wurden defekte oder zu hoch eingestellte Thermostatventile oder spröde Dichtungen an Fenstern und Türen vorgefunden. Bei den langfristgen Massnamen fiel der Fokus vor allem auf die Gebäudehülle und Beschaffung neuer Systeme. Dabei wurden nicht isolierte Dachstöcke, Dachschrägen, Aussenwände und Kellerdecken aber auch undichte oder alte Fenster mit schlechten U-Werten aufgedeckt.