Fünf Fakten zur Solarenergie

Fünf Fakten zur Solarenergie

Im Kanton Zürich will Regierungsrat und EKZ-Verwaltungsrat Martin Neukom ebenfalls Photovoltaikanlagen fördern. Aus diesem Anlass haben wir die wichtigsten Fakten rund um Sonnenstrom für Sie zusammengetragen.

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1. Warum soll man in Solarstrom investieren?

Die Nutzung dieser Energiequelle steht im Zusammenhang mit den internationalen Bestrebungen für eine saubere und sichere Energieversorgung. Die Solarenergie kann fossile Brennstoffe ersetzen und dadurch Umweltbelastungen wie zum Beispiel CO2–Emissionen stark reduzieren.

2. Welchen Anteil an der Schweizer Energieversorgung kann Solarstrom leisten?

Auf Dächern und Fassaden der Schweiz könnten 67 Terawattstunden, respektive 110 Prozent des heutigen jährlichen Strombedarfs, mit Photovoltaik erzeugt werden. Wenn ein Teil dieser Flächen für Wärmeerzeugung genutzt würde, so könnte rund ein Zehntel des heutigen Wärmebedarfs auf Gebäuden erzeugt werden.

Noch nicht eingerechnet sind die Potenziale auf Infrastrukturanlagen (z.B. Parkplätze, Stauseen, Lärmschutz) und vorbelasteten Freiflächen (Skigebiete, Baulandreserven, etc.) auf denen mindestens weitere 25 Prozent des heutigen Strombedarfs erzeugt werden könnten. Damit gehören Strom und Wärme von der Sonne neben der Wasserkraft zu den tragenden Pfeilern der zukünftigen Energieversorgung der Schweiz.

3. Ist Solarstrom teurer?

In den Preisen für herkömmliche Energien sind die folgenden Kosten nicht oder nur teilweise enthalten: Luftverschmutzung, Klimawandel, Entsorgung nuklearer Abfälle, Risiken von Unfällen und kriegerische Auseinandersetzungen. Es handelt sich dabei um externe Kosten, die statt von den Verursachern von der Allgemeinheit getragen werden. Deshalb ist der direkte Preisvergleich mit erneuerbaren Energien trügerisch. Doch sogar in diesem nicht ganz fairen Wettbewerb gewinnt die Sonnenenergie immer öfters: Konventioneller Strom ab Steckdose ist in vielen Fällen bereits heute teurer als Strom von der eigenen Solaranlage.

Während Solarstrom immer billiger wird, steigen die Kosten von Strom aus neuen Atomkraftwerken: Das geplante AKW Hinkley Point in England soll zu 10 Euro Cent pro kWh für die ersten 35 Betriebsjahre Strom zu  produzieren. Zum Vergleich die Zahlen von Solarstrom aus grösseren Anlagen in der Schweiz - ca. 9 Rp./kWh.

4. Wo können Photovoltaikanlagen installiert werden?

Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, eignet sich besonders gut für Solarstromanlagen. Auch Dächer mit Ausrichtung Ost-West und Fassaden werden dank sinkender Preise der PV-Module immer öfter zur Stromerzeugung genutzt.

Bei Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung hängt die Ausrichtung und Neigung von der verwendeten Technologie und dem Zweck der Anlage ab: Wird ausschliesslich Warmwasser erzeugt oder wird auch geheizt? Zum Heizen eignet sich eine südliche Ausrichtung und ein steiler Winkel, um möglichst viel Wintersonne nutzen zu können.

5. Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaikanlage?
Die Hersteller von Photovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt sogar bei 30-40 Jahren. Auch Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung haben eine Lebensdauer von über 25 Jahren.

Quellen: www.swisssolar.ch und www.sonnendach.ch