Sonnenenergie im Einklang mit der Natur

Sonnenenergie im Einklang mit der Natur

Ein goldener Spätsommer in der Algarve, sanfte Hügel, ockergelbe felsige Küstenabschnitte, Olivenhaine und Korkeichen. Über 3000 Sonnenstunden pro Jahr. Das macht diesen südlichen Flecken Portugals für den Tourismus beliebt. Deshalb ist auch eine entsprechende Infrastruktur vorhanden – und diese benötigt elektrische Energie. Alles in allem also nicht nur ein sinnvoller Standort für eine Solaranlage, sondern auch ein äusserst schöner. Um eine gute Rendite für den Kanton Zürich zu erwirtschaften und die eigene erneuerbare Stromproduktion auszubauen, investiert EKZ auf der Iberischen Halbinsel in Solarenergie. Die künftige Solaranlage «Cotovio» bei der Stadt Portimão in der Algarve/Portugal wird jährlich 91 GWh sauberen Strom erzeugen und rund 20 300 Haushalte versorgen. Und das ganz ohne staatlichen Zuschüsse.

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Dies wird die zweite Solaranlage von EKZ sein, welche sich ganz im Besitz des Unternehmens befindet. Das hügelige Gelände mit steilen Abhängen stellt beim Bau eine Herausforderung dar, wird aber in Zukunft die Module durch die Höhenlage und günstigen Windbedingungen kühlen und so effizienter produzieren lassen. Denn Sonnenstrom mag zwar gutes Wetter, wenn es den Solarpanels jedoch zu heiss wird, produzieren sie weniger. Die zahlreichen alten Korkeichen und Olivenbäume auf dem Gelände des Solarparks sind geschützt, bleiben erhalten und werden auch weiterhin das südliche Landschaftsbild prägen. Auch müssen kaum Leitungen gebaut werden, das Unterwerk befindet sich direkt neben dem Gelände. Insgesamt wird darauf geachtet, möglichst im Einklang mit der Natur und mit so wenig Infrastruktur wie nötig nachhaltigen Strom zu produzieren.

Unter strengen Corona-Schutzmassnahmen wurde der Baubeginn des Grossprojekts feierlich gestartet. Beim Spatenstich Mitte September sprach unter anderem der portugiesische Staatssekretär für Energie und wies auf die Wichtigkeit des Ausbaus an erneuerbarer Energie hin.

Schweizer Botschafter André Regli (Mitte) und Team EKZ
Übersichtskarte des Geländes
Gelände vor dem Bau