LED-Tipps: Eine Lösung für jedes Lichtbedürfnis

LED-Tipps: Eine Lösung für jedes Lichtbedürfnis

LED-Lampen und -Leuchtmittel sind in den ­letzten Jahren sehr ­populär geworden. Umso erfreu­licher, dass sie sehr energie­effizient sind. Doch neben der ­Effizienz sind gerade bei der Beleuchtung ­sowohl die Praxis­tauglichkeit als auch die Ästhetik wichtig. Wir haben die wichtigsten LED-Tipps zusammengetragen.

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Hochwertige LED-Lampen und die damit verbundenen Lichtsteuerungstechnologien bieten heute ganz neue Möglichkeiten. Ohne grossen Installationsaufwand sind vielfältige Lichtlösungen anstelle des klassischen ­Ein- und Ausschaltens möglich.
Generell dient Licht nicht mehr nur dazu, im Dunkeln besser zu sehen. Man weiss heute auch um die positiven Auswirkungen der richtigen Beleuchtung auf den Biorhythmus des Menschen: Sie fördert Wohlbefinden und Gesundheit, sorgt für mehr Leistungskraft und Konzentration, verhindert Schlafstörungen und steigert die Lebensqualität. Zusammen­gefasst wird das unter dem Begriff Human Centric Lighting (HCL), biologisch wirksames Licht. Um eine solche Wirkung optimal zu erzielen, sollte man bereits beim Kauf von LED-Lampen und -Leuchtmitteln einige Punkte beachten.

  • Da wäre zum einen die Lichtfarbe oder Farbtemperatur. Sie gibt Auskunft darüber, ob eine LED warmes oder eher kühles Licht abgibt – je nach Raum beeinflusst das unsere Stimmung. Das kann man auf der Verpackung am Kelvin-Wert (K) ablesen. Wer wärmeres Licht mit einem höheren Rotanteil wünscht, sollte einen Wert zwischen 2700 und 3300 Kelvin wählen. Kühleres, eher bläuliches Licht hat Werte zwischen 3300 und etwa 5300 Kelvin. 
  • Ebenfalls interessant ist zum anderen der Farbwiedergabeindex (Ra). Je höher dieser Wert ist, umso naturgetreuer erscheinen die Farben der beleuchteten Gegenstände.

Für jeden Raum in einer Wohnung gelten andere Regeln. Wie sich diese umsetzen lassen, weiss Urs Hiltbrunner. Der gelernte Elektriker ist als Geschäftsführer und Inhaber der Licht Plus AG in Winterthur in Verkauf, Beratung und Planung von Lichtlösungen tätig.

Urs Hiltbrunners LED-Tipps:

Für den Wohnbereich

  • Mobile Akku-LED-Lichtlösungen, welche kabellos betrieben werden können, ermöglichen es, den Wohnraum un­abhängig von fixen Leuchtenanschlüssen oder einer Steckdose zu nutzen.
  • Leuchten mit Fernbedienung ermöglichen die Erzeugung verschiedener Lichtstimmungen. Die Bedienung kann über eine App auf dem Smartphone, eine Smartwatch und/oder fix installierte Bedienstellen erfolgen.
  • Bewusstes Spiel von Licht und Schatten mit mehreren Lichtquellen (z. B. Deckenleuchte kombiniert mit Tischleuchte auf Sideboard und/oder de­korativer Stehleuchte).
  • Der Einsatz von LEDs mit hohem Farbwiedergabeindex (Ra/CRI >90) sorgt für angenehme Lichtstimmung.

Für das Home-Office

  • Der Einsatz von bürospezifischen LED-Tisch-, -Steh- oder -Deckenanbau-/Pendelleuchten mit gutem Blendbegrenzungswert (UGR unter 19) garantiert blendungsfreies Arbeiten.
  • Eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux im Arbeitsbereich ist nötig.
  • Besonders bei Bildschirmarbeit sollte darauf geachtet werden, dass grosse Helligkeitskontraste vermieden werden. Deshalb zur Arbeitsplatzbeleuchtung immer die Allgemeinbeleuchtung hinzuschalten.
  • Geeignete Lichtfarben sind je nach persönlichem Gefühl 3000 K warmweiss oder 4000 K neutralweiss sowie Leuchten mit Tunable-White-Funktion von 3000 K warmweiss bis 6500 K kaltweiss. Sie sollten individuell einstellbar sein oder eine Tagesverlauf-Steuerung haben.
  • Leuchten sollten so ausgerichtet werden, dass sie den Nutzer nicht blenden und keine Reflexe auf dem Bildschirm erzeugen. Grundregel: Für Rechts­händer muss das Licht von links, für Linkshänder von rechts kommen.
Blendfreies Licht am Esstisch, stimmungsvolle Wandbeleuchtung – so fühlt man sich wohl.
Blendfreies Licht am Esstisch, stimmungsvolle Wandbeleuchtung – so fühlt man sich wohl.
Funktionert auch in weniger luxuriösen Bädern: gute Spiegelbeleuchtung und warmes Raumlicht.
Funktionert auch in weniger luxuriösen Bädern: gute Spiegelbeleuchtung und warmes Raumlicht.

Für die Küche und den Essplatz

  • Der Einsatz von LED-Leuchten mit einer Farbtemperatur zwischen 3000 K warmweiss und 1800 K warmweiss, welche einen hohen Farbwiedergabeindex (Ra/CRI >95) aufweisen, schafft Gemütlichkeit.
  • Leuchten, bei denen der direkte und der indirekte Lichtanteil getrennt geschaltet und nach Bedarf gedimmt werden können, eignen sich besonders für den Esstisch. Denn hier wird vom Zeitunglesen über Küchenarbeiten bis hin zum romantischen Dinner vieles gemacht.
  • Bei ausziehbaren Tischen eignen sich Leuchten, welche in der Höhe einfach verstellt werden können und damit die Ausleuchtung einer grösseren Fläche ermöglichen.
  • Der Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante der Leuchte sollte 60 bis 90 Zentimeter betragen, so dass ein Augenkontakt zum Gegenüber ohne Blendung und ungestört möglich ist.
  • Auch in der Küche ermöglichen Beleuchtungen mit Fernbedienung eine einfache und schnelle Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse und Aufgaben.

Für das Bad

  • Im Bad sollten Leuchten unbedingt als dimmbare Lichtlösung ausgeführt werden. So verhilft am Morgen volle Lichtpower zum guten Start in den Tag, gedämpftes Licht am Abend sorgt für Erholung.
  • Gutes Licht am Spiegel muss das Gesicht möglichst gleichmässig, also frei von störenden Schatten, beleuchten und darf nicht blenden. Das Gesicht sollte in einer möglichst natürlichen, neutralen Lichtfarbe erscheinen.
  • Die ideale Anordnung der Leuchten im Spiegelbereich ist links und rechts sowie oberhalb des Spiegels, dazu mit einer guten allgemeinen Raumbeleuchtung ergänzen.
  • Bei Spiegel- bzw. Spiegelschrankbeleuchtungen eignet sich eine Lichtfarbe von 4000 K neutralweiss, LED-Leuchten mit der Lichtfarbe 3000 K warmweiss bieten sich für den gesamten Bad- und Wellnessbereich an.
  • Bei gleichzeitiger Nutzung als Wellness-/Erholungsoase kann eine sogenannte RGBW-Lichtlösung eingesetzt werden, welche nebst weissem auch farbiges Licht abstrahlt.