Vom Feld ins Labor

Vom Feld ins Labor

In Weiningen untersuchen die WSL und EKZ zurzeit, wie Insekten und Fledermäuse auf unterschiedliche Lichtfarben und Leuchtenformen reagieren. Ein Besuch im Labor sowie auf dem Feld gibt Einblicke ins Forschungsprojekt.

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Seit Mitte Mai läuft das gemeinsame Forschungsprojekt der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Landschaft und Schnee (WSL) und EKZ in Weiningen. Die Fallen sind schon einige Male geleert und die ersten Proben im Labor der WSL in Birmensdorf untersucht worden. Robin Studer, Mitarbeiter der WSL, erklärt, was im Labor mit den Proben passiert:

Fallen leeren

In Weiningen deuten tagsüber nur die Fallen auf das Projekt hin. Spannend wird es aber, wenn die Fallen einmal pro Woche geleert werden. Diese Aufgabe hat mittlerweile Georg Flückiger von Robin Studer übernommen. «Die automatisierten Fallen erleichtern uns die Arbeit», erklärt Georg. «Statt täglich wie beim Versuch 2017 in Urdorf müssen die Fallen nur noch einmal pro Woche geleert werden.» Wie es im Innern der Fallen ausschaut, zeigt unser Video:

Auswertung

Einmal pro Woche werden die Fallen nicht nur geleert, sondern auch gleich wieder für die neue Woche vorbereitet. Die entnommenen Proben werden in kleinen, braunen Glasfläschchen in einem Alkoholgemisch aufbewahrt. «Alkohol wirkt konservierend», erklärt Georg, und ergänzt, «So haben wir genügen Zeit, um die Proben auszuwerten, da ja jede Woche 140 neue hinzukommen. Zuerst werden die Proben nach Ordnungen sortiert, später bestimmt ein Spezialist noch die Art».

Falle an einer Strassenleuchte in Weiningen.
Falle an einer Strassenleuchte in Weiningen.
Falle an einem Dunkelstandort. Oberhalb der Falle in der schwarzen Box befindet sich der Batlogger.
Falle an einem Dunkelstandort. Oberhalb der Falle in der schwarzen Box befindet sich der Batlogger.
Eine Falle von unten betrachtet im Tagesmodus: Kein Becher ist unterlegt.
Eine Falle von unten betrachtet im Tagesmodus: Kein Becher ist unterlegt.
Blick von oben in den Behälter, der die Becher enthält.
Blick von oben in den Behälter, der die Becher enthält.
Die Becher mit den Proben einer Woche, bevor sie gesiebt werden.
Die Becher mit den Proben einer Woche, bevor sie gesiebt werden.
Georg bereitet die Falle am Dunkelstandort für die nächste Woche vor.
Georg bereitet die Falle am Dunkelstandort für die nächste Woche vor.

Der Feldversuch dauert noch bis im August. Danach folgt die ganze Auswertung, zu der nicht nur die Insektenproben gehören. Auch die Batlogger, die Geräte, die die Fledermaustöne aufzeichnen, müssen ausgewertet werden.

Robin untersucht die Insekten unter dem Mikroskop.
Robin untersucht die Insekten unter dem Mikroskop.
In der Probe auf dem Foto sieht man Wanzen, Käfer und Zweiflügler.
In der Probe auf dem Foto sieht man Wanzen, Käfer und Zweiflügler.
  • 29 Leuchten in Weiningen
  • 3 verschiedene Lichtfarben (1750, 3000 und 4000 Kelvin)
  • 2 verschiedene Leuchtenformen (LED-Strahler und Pilzleuchten)
  • 18 Insektenfallen, 6 Fledermaussensoren
  • 2 Fallen an Dunkelstandorten als Referenz
  • Untersuchungszeitraum: Mitte Mai bis Ende August 2019