Wind- und Solarkraft aus dem Ausland

Wind- und Solarkraft aus dem Ausland

EKZ betreibt 14 Windparks in Deutschland, Frankreich und Portugal, eine ist in Portugal im Bau. Dazu kommen Minderheitsbeteiligungen an 16 Windparks und zwei geplanten Photovoltaik-Anlagen in Portugal und Spanien. Die Herausforderungen liegen bei der Volatilität der Ressourcen und der Integration in den Strommarkt.

Regelmässig spannende
Infos aus der Energiewelt?
Jetzt abonnieren

Moderne Kraftwerke, die erneuerbare Energien an den ressourcenstärksten Standorten in Europa nutzen, stellen heutzutage auch eine kostengünstige Energieversorgung für den Endkunden sicher. Unabhängig davon, wo sie an das europäische Verbundnetz angeschlossen sind, tragen sie stets zur Erfüllung der steigenden Stromnachfrage, zum Ersatz von alten Kraftwerken und somit grundsätzlich zur Stabilität unseres Stromnetzes bei. Aus diesem Grund machen Investitionen in erneuerbare Energien im Ausland durchaus Sinn.

Rentable Solarkraftwerke und Windparks ohne Subventionen

Bis vor Kurzem lohnten sich neue Windparks und auch Solaranlagen nur, wenn sie mit staatlichen Subventionen, zum Beispiel in Form von Einspeisevergütung, betrieben werden konnten. Inzwischen wurden die Technologien weiterentwickelt und optimiert: Es kann günstiger gebaut und effizienter produziert werden. Deshalb kommen Investoren in wind- und sonnenstarken Regionen neu auch ohne Subventionen aus. Ohne fixe Einspeisetarife ergibt sich die Vergütungshöhe pro produzierte Strommenge im Wechselspiel zwischen Stromangebot und -nachfrage für die jeweilige Stromlieferperiode an den Strombörsen.

Diversifikation des Produktions-Portfolios

Die Herausforderung bei diesen Kraftwerken sind die Produktionsschwankungen, die aus der Volatilität der verfügbaren Ressourcen resultieren. Das Windaufkommen ist abhängig von der regionalen Wetterlage sowie der Jahreszeit und schwankt von Jahr zu Jahr. In den Wintermonaten ist das Windaufkommen generell höher als im Sommer. Die resultierende höhere Stromproduktion stimmt mit dem höheren Strombedarf in unseren Regionen überein. Zur Deckung des typischerweise höheren Strombedarfs tagsüber kann die Stromproduktion aus der Sonnenenergie einen wichtigen Beitrag leisten. Daraus wird ersichtlich, dass die überregionale Diversifikation der Standorte und ein guter Mix der eingesetzten Produktionstechnologien wesentliche Kriterien sind, um die erneuerbaren Energien effizient zu nutzen und ihre Verfügbarkeitsnachteile zu reduzieren.

EKZ betreibt gegenwärtig 14 Windparkanlagen in Europa - in Deutschland, Frankreich und Portugal. Ein Windpark sowie zwei Photovoltaikanlagen werden zurzeit auf der iberischen Halbinsel gebaut. Minderheitsbeteiligungen bestehen an weiteren 16 Windparks in Deutschland, Frankreich und Italien sowie an einem Solarthermie-Kraftwerk in Spanien.